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White-Noise: Podcaster verdienen auf Spotify 17.000 Euro pro Monat - mit Rauschen

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Von: Nadja Pohr

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Frau mit Kopfhörern
Sogenannte White-Noise-Podcaster zeigen in ihren Aufnahmen mit Titeln wie „Calming White Noise“ oder „Deep Sleep Sounds“ nichts anderes als beruhigende Klänge und Geräusche (Symbolbild). © IMAGO/moodboard

White-Noise-Podcasts sind auf Spotify sehr beliebt. Zu hören gibt es darin nichts als beruhigende Klänge, wie ein Rauschen - und damit lässt sich nicht schlecht verdienen.

Stuttgart - Sich einen Podcast anzuhören ist für viele Menschen mittlerweile ein guter Weg, um dem Alltag zu entfliehen. Auf verschiedenen Plattformen werden sie mittlerweile angeboten und beschäftigen sich mit Themen aus unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Sport oder Unterhaltung.

In Deutschland gehören zu den erfolgreichsten Podcasts unter anderem „Gemischtes Hack“ von Comedian Felix Lobrecht und Tommi Schmitt, in dem sie beispielsweise gerne mal über große Städte wie Stuttgart lästern, oder der Podcast von Virologe Christian Drosten zum Coronavirus. Man kann allerdings auch mit weitaus weniger Inhalt einen großen Erfolg in der Branche haben.

Podcaster verdienen auf Spotify 17.000 Euro im Monat mit Rauschen

Sogenannte White-Noise-Podcaster lassen in ihren Aufnahmen mit Titeln wie „Calming White Noise“ oder „Deep Sleep Sounds“ nichts anderes als beruhigende Klänge und Geräusche abspielen. Auch der US-Amerikaner Todd Moore startete 2019 einen Podcast namens „Tmsoft’s White Noise Sleep Sounds“ mit Anchor, der kostenlosen Podcast-Hosting-Software von Spotify. In einem Interview berichtete Moore, wie beliebt diese Art von Podcast ist. Seine White-Noise-Show werde rund 50.000 Mal pro Tag angehört.

Mit den rauschenden Klängen lässt sich auch gut Geld verdienen. Pro 1.000 Hörvorgängen bekommt Todd Moore von Anchor 12,25 US-Dollar, was sich auf etwa 612,50 Dollar pro Tag oder etwa 18.375 Dollar - umgerechnet 17.000 Euro - pro Monat summiert. Mittlerweile beschäftigt er fünf Mitarbeiter. Angefangen hatte er bereits 2009, nachdem er seinen Job im Bereich Cybersicherheit kündigte und sich auf eine White-Noise-App konzentrierte.

Amazon arbeitet ebenfalls an beruhigenden Podcasts

Obwohl Todd Moore sein Geschäft vorrangig über seine App aufgebaut hat, machen heute die Streaminginhalte den Großteil seines Umsatzes aus. Neben dem Podcast veröffentlicht er seine Klänge auch als Musiktitel, die zusätzliche Einnahmen generieren, sowie als Videos auf Youtube. Während Moore sich ausführlich zu seinem Erfolg äußerte, halten sich andere Podcaster zu ihren Einnahmen eher bedeckt.

Bisher haben sich viele große Podcast-Netzwerke in dieser Branche noch nicht positioniert, weshalb viele unabhängige Schöpfer den Markt bedienen. Der Anbieter Spotify ist im vergangenen Quartal gewachsen - nicht zuletzt auch dank des breiten Podcastangebots und der darin enthaltenen Werbung. Inzwischen hat auch Spotify-Konkurrent Amazon den Trend für White-Noise erkannt und arbeitet an Meditations- und anderen Wellness-bezogenen Podcasts, die exklusiv über Amazon Music erhältlich sein werden.

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