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Wetter-Superzellen über Deutschland: Sturzfluten möglich – Tornado-Gefahr steigt

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Der Sommer dreht jetzt richtig auf. Bis zu 30 Grad bringen uns ins Schwitzen. Die Wetterlage bleibt brisant. Nach der schwülwarmen Hitze ziehen erneut schwere Gewitter mit Unwetter auf.

Update vom 18. Mai, 17.50 Uhr: Die zerstörerische Sturmflut nach dem Starkregen im vergangenen Sommer im Ahrtal sind den meisten noch in Erinnerung. Am Donnerstag und Freitag (19-20. Mai) könnte es in Teilen Deutschlands erneut zu ähnlichen Vorfällen kommen. Meteorologe Jan Schenk vom The Weather Channel warnt vor starken Regenfällen.

So sollen sich am Donnerstag gegen 17 Uhr Gewitter vom Rheinland bis nach Ostfriesland lösen. Sie bringen Hagel und schwere Sturmböen bis 100 km/h in Gewitternähe. Und es soll zu unwetterartigem Starkregen kommen. 30 Liter pro Stunde und Quadratmeter sind möglich. Das reiche bereits, um lokale Sturzfluten auszulösen, wie focus.de berichtet.

Am Freitag soll es dann nochmal heftig krachen. In einem Streifen von Köln bis nach Berlin komme es zu Extremniederschlägen. Es scheint sicher, dass sich Superzellen bilden. Damit steige auch die Tornado-Gefahr.

Gegen Mittag sollen im Westen die starken Regenfälle beginnen. Ab 15 Uhr kämen auch schwere Gewitter hinzu. Laut focus.de können bei diesen extremen Unwettern dann bis zu 100 Liter Regen in nur 2 Stunden vom Himmel fallen.

Update vom 18. Mai, 9.43 Uhr: Heute ist Hochsommer angesagt. Bis zu 31 Grad wird es an der Rhein, Mosel und Saar. Etwas kühler – Maximalwerte von 20 bis 24 Grad – erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) an diesem Mittwoch im äußersten Nordosten und Südosten. Doch das Hochdruckgebiet „Yannes“ verlagert sich von der Ostsee nach Polen. „Dabei gelangt von Süden her sehr warme bis heiße Luft nach Mitteleuropa, die in den westlichen Landesteilen auch relativ feucht und instabil geschichtet ist“, teilt der DWD mit.

Unwetterpotential in Deutschland: Tornadogefahr wächst

Noch ist es ruhig. In den nächsten 24 Stunden erwarten die DWD-Wetterexperten keine „warnwürdigen Wettererscheinungen“ (Stand 18. Mai, 10.12 Uhr). Nur in Niedersachsen und Bremen, sowie in NRW ist nach aktuellen Prognose vereinzelt mit Gewittern zu rechnen (siehe unten Liste).

Vor Unwetter mit Tornadogefahr warnen Meteorologen aber am Donnerstag und Freitag. Im Ruhrgebiet und im Rheinland droht eine „Schwergewitterlage mit erhöhtem Unwetterpotential“: Hagel (um 3 Zentimeter), Starkregen (40 mm in kurzer Zeit) und teils schwere Sturmböen (bis 100 km/h).

Update vom 18. Mai, 6.35 Uhr: Der Mai versorgt uns weiterhin mit viel Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen. Der Mittwoch wird der nächste Sonnentag, vor allem im Westen und Süden sind kaum Wolken am Himmel. Im Laufe des Tages könnte es an der Nordsee zu kurzen, örtlichen Gewittern kommen, wie wetter.com berichtet. Ansonsten bleibt es trocken – und heiß! Im Osten klettert das Thermometer auf bis zu 27 Grad, im Westen wird mit bis zu 32 Grad gerechnet.

Am Donnerstag und Freitag kommt es dann aber zum großen Knall! Ein Tief nähert sich aus dem Norden, aus dem Süden strömt heiße Luft aus Afrika samt Temperaturen um die 30 Grad zu uns (siehe unten Erstmeldung). „In Verbindung mit dem Tief wird die Luftmasse instabil“, heißt es auf wetter.com. (siehe unten Erstmeldung). Zuerst werde der Westen von Deutschland von heftigen Schauern und Gewittern betroffen sein. Vorsicht: Örtlich kann es zu Hagel, schwerem Sturm und sogar überfluteten Kellern kommen. Immerhin soll der Osten des Landes noch verschont bleiben.

Am Freitag soll es dann aber in fast ganz Deutschland krachen. Vor allem in der Mitte könne es zu heftigen Schauern und Gewittern kommen. Im Süden wird es nur vereinzelt ungemütlich, dafür aber möglicherweise umso heftiger. Zu Beginn des Wochenendes bleibt es weiterhin heiß, bis zu 34 Grad sind möglich.

Update vom 17. Mai, 17.58 Uhr: Noch kann man fast im ganzen Lande das sommerliche Wetter genießen. Die Temperaturen liegen selbst am heutigen Dienstagabend noch zwischen 18 Grad an der Nordsee und bis zu 26 Grad in Trier. Die Sonne scheint fast überall. Nur im Osten gibt es vereinzelte, leichte Regenschauer. Doch nur noch Mittwoch und Donnerstag bleibt uns das gute Wetter erhalten. Schon am Donnerstagabend sollen dann schwere Gewitter aufziehen.

Superzellen ziehen nach Deutschland: In einer Region „knallt es besonders gewaltig“ - Sogar Tornado-Gefahr

Erstmeldung vom 17. Mai 2022:

München – Die Temperaturen befinden sich auf Rekordkurs. Heiße Luftmassen fluten Deutschland. Grandioses Sommerwetter mit 30 Grad verspricht der Mittwoch. Hoch „Yannes“ setzt sich beim Wetter in Deutschland durch. Es ist nur eine kurze Verschnaufpause zur Wochenmitte. Denn, am Donnerstag und Freitag drohen erneut kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Böen.

Hoch „Yannes“ setzt sich durch und sorgt für ruhiges Sommerwetter  am Mittwoch.
Hoch „Yannes“ setzt sich durch und sorgt für ruhiges Sommerwetter am Mittwoch. © DWD

Unwetter-Alarm in Deutschland: Gewitter mit großem Hagel und „Tornado-Potential“

„Die Gewitter können sich besser organisieren. Es kann zu einzelnen Superzellen kommen und damit nimmt die Unwettergefahr noch zu“, erklärt Lars Dahlstrom vom wetterkanal.kachelmannwetter.com. Neben dem Starkregen könnte es am Donnerstag auch zu heftigen Gewitterböen, schweren Sturmböen sowie orkanartigen Böen in den kräftigsten Gewittern kommen. Auch größere Hagel sei durchaus möglich.

Im Westen bestehe auch ein gewisses Tornado-Potential. Mehr lasse sich aber noch nicht sagen, betont Wetterexperte Dahlstrom. Zwei Tage vorher lasse sich das noch nicht genau sagen. „Wir verbreiten hier keine Panik“, unterstreicht Dahlstrom. Ein lokales Ereignis dieser Art sei allerdings nicht ausgeschlossen.

Die ersten Gewitter sind am Donnerstag zu erwarten, so auch Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst q.met. „Dann wird es zunehmend schwülwarm bis heiß und dann knallt es besonders im Westen gewaltig“, prognostiziert der Wetterexperte. Der Schwerpunkt könnte rund um Nordrhein-Westfalen (NRW) liegen „mit einer ausgewachsenen Schwergewitterlage, die es in sich hat.“ Starkregen, Hagel und Sturmböen wären hier möglich. „Auch die Bildung von Tornados kann dabei nicht ausgeschlossen werden.“

Unwetter-Lage in Deutschland: DWD warnt vor schweren Gewittern am Donnerstag und Freitag

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ab dem späteren Nachmittag mit teils kräftigen Gewittern mit Unwetterpotential – Starkregen, Hagel, Sturmböen und einer hohen Blitzfrequenz im Nordwesten und Westen. Auch im Schwarzwald und am Alpenrand sind kräftige Gewitter möglich. Starkregen, Hagel, Sturmböen und einer hohen Blitzfrequenz.

In der Nacht auf Freitag weiten sich die kräftigen Gewitter bis in die mittleren Landesteile aus. Nach einer kurzen Wetterberuhigung in der zweiten Nachthälfte ziehen am Freitag im Tagesverlauf neue Gewitter mit Unwetter auf. Schwerpunkt über der Mitte Deutschlands. „Erneut deutlich erhöhtes Unwetterpotential“, heißt es in der aktuellen DWD-Vorhersage. Nur im äußersten Norden und im Süden abseits der Berge herrscht laut DWD ein „geringes Gewitterpotential“. Allerdings müsste die genaue Zugbahn des dafür verantwortlichen Gewittertiefs noch abgewartet werden, ist auf der DWD-Webseite zu lesen.

Wetter in Deutschland: 30-Grad-Marke wird in den nächsten Tagen geknackt

Ab dem Wochenende wird es nach den aktuellen Prognosen im Norden etwas kühler. Ob sich die sommerlichen Luftmassen im Süden noch länger halten können, wird sich zeigen. „Da gibt es noch Unsicherheiten“, so Meteorologe Dominik Jung. Momentan sieht es nach einer recht warmen Woche aus. (ml)

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