„Fleischatlas“

Umweltschützer fordern EU-weites Tierwohl-Logo

Jemand packt ein Fleisch in einer Plastikverpackung aus.
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In der EU zeigt sich beim Thema Tierwohl-Logos nach Einschätzung von Experten noch einen Flickenteppich. 

Im „Fleischatlas“, der am Dienstag vorgestellt wurde, fordern Umweltschützer mehr Transparenz für Kunden - und schlagen ein EU-weites Tierwohl-Logo vor.

Brüssel (dpa) - Umweltschützer fordern die Einführung eines EU-weiten Tierwohl-Logos. Ein solcher Schritt ermögliche mehr Transparenz für Kunden und bessere Vermarktungsmöglichkeiten für Anbieter, heißt es im «Fleischatlas», der am Dienstag vorgestellt wurde. In dem knapp 80 Seiten langen Bericht stellen unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Heinrich-Böll-Stiftung Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel zusammen.

In der EU zeigt sich bei dem Thema Tierwohl-Logos nach Einschätzung der Verfasser noch einen Flickenteppich. So gebe es in den Niederlanden das «Beter Leven»-Zeichen, das Fleisch mit bis zu drei Sternen auszeichnet. In Frankreich werde das freiwillige «Label Rouge» für Geflügel aus tierfreundlichen Betrieben vergeben. Supermarktkunden in Deutschland müssen weiter auf ein staatliches Logo für Fleisch und Wurst aus besserer Tierhaltung warten.

Viel lernen könne man dagegen von der EU-weiten Kennzeichnung für Eier nach Haltungsform, so der Bericht. Dieses Label habe gezeigt, dass entsprechende Zeichen das Verbraucherverhalten in vielen Ländern beeinflussen könnten.

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