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Tesla-Fahrer schläft bei 110 km/h – nicht mal Polizei kann ihn wecken

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Von: Miriam Haberhauer

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Bei 110 km/h schlief ein Tesla-Fahrer am Steuer seines Fahrzeugs ein. Der Autopilot fuhr ausgerechnet einem Polizeiauto hinterher.

Bamberg – Die Elektroautos des amerikanischen Automobilherstellers Tesla sorgen regelmäßig für Diskussionsstoff. Auch Tesla-Chef Elon Musk war wegen seiner Twitter-Übernahme zuletzt häufiger in Kritik geraten.

Tesla-Fahrer am Steuer eingeschlafen – Autopilot verfolgt Polizeiauto

Doppeltes Pech hatte nun ein Tesla-Fahrer am Mittwochmittag auf der A70 zwischen Bamberg und Bayreuth. Der 45-Jährige war am Steuer eingeschlafen, während sich das Fahrzeug mittels Autopilot mit konstanten 110 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn bewegte, wie Merkur.de berichtet. Wie die Polizei mitteilte, hielt das Auto über eine längere Distanz hinweg kontinuierlich den gleichen Abstand zum vorausfahrenden Streifenwagen.

Tesla Model Y
Die Autonomie-Funktionen von Tesla werden immer wieder missbraucht. (Symbolfoto) © Tesla

Als die Polizeistreife eine Verkehrskontrolle durchführen wollte, stellte sie fest, dass der Mann mit geschlossenen Augen im Sitz lehnte und seine Hände das Lenkrad nicht berührten. Die Beamten versuchten zunächst vergeblich, den Fahrer durch mehrfaches Hupen und Lichtsignale aufzuwecken.

Unter Drogeneinfluss: Tesla-Fahrer muss Führerschein abgeben

Erst nach rund 15 Minuten wachte der 45-Jährige auf und folgte den polizeilichen Anweisungen. Bei der Kontrolle zeigte der Mann drogentypische Auffälligkeiten. Im Fußraum des Wagens fanden die Beamten zudem ein sogenanntes Lenkradgewicht. Diese Vorrichtung wird an das Lenkrad angebracht, um die Sicherheitsfunktion des Fahrzeugs auszutricksen, indem vorgetäuscht wird, dass sich die Hand am Steuer befindet.

Gegen den Tesla-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Sein Führerschein wurde vorläufig einbehalten.

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