Corona-Politik in Kanada

Tesla-Boss vergleicht kanadischen Premier mit Adolf Hitler - „Holocaust-Relativierung“

Elon Musk sitzt in Freizeitkleidung im Grünen und gibt ein Interview.
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Tesla-Chef Elon Musk ist ein Unterstützer der Trucker-Proteste in Kanada und verglich in einem inzwischen gelöschten Tweet den kanadischen Premierminister Justin Trudeau mit Adolf Hitler (Symbolbild).
  • Nadja Pohr
    VonNadja Pohr
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Elon Musk äußerte sich zur Corona-Politik von Kanada und verglich den Premierminister Justin Trudeau mit dem Diktator Adolf Hitler. Im Internet erntet er heftige Kritik.

Ottawa - Seit Wochen blockieren Trucker-Fahrer die kanadische Hauptstadt Ottawa und protestieren so gegen die Corona-Politik des Landes. Begonnen hatten die Demonstrationen aufgrund einer Impfpflicht bei Grenzübertritten, die Kanada und die USA eingeführt hatten. Tesla-Chef Elon Musk hat in diesem Rahmen auf Twitter nun einen schockierenden Vergleich geteilt.

Bereits zuvor hatte sich Elon Musk mit den Trucker-Fahrern solidarisiert. Auf seinem Twitter-Account schießt er jetzt gegen den kanadischen Premier Justin Trudeau und verglich dessen Methoden mit Adolf Hitler. Zu einem Bild des Diktators schrieb Musk: „Hört auf, mich mit Justin Trudeau zu vergleichen.“ Inzwischen hat er den Post auf dem Kurznachrichtenportal wieder gelöscht.

Elon Musk wird nach schockierendem Twitter-Post vom Netz „Holocaust-Relativierung“ vorgeworfen

Der Vergleich mit Adolf Hitler wird in den sozialen Medien von vielen scharf verurteilt. „Damit relativiert er den Holocaust“, schreibt ein User empört. Auf Twitter bezeichnen sie die Äußerung als „widerlich“ und „geschmacklos“. „Das ist respektlos gegenüber der Opfer und verletzt viele Menschen“, kommentiert auch der offizielle Account des Museums in Auschwitz. Einige fordern deshalb, dass Musk für diese Aussage juristisch zur Verantwortung gezogen werden müsse.

Dass seine Fans ihn dennoch feiern, können viele Nutzer nicht verstehen. „Gibt es eigentlich schon Tesla-Fahrer, die sich fremdschämen?“, fragt eine Nutzerin. Darüber wollen einige auf der Plattform den Unternehmer ab sofort boykottieren. „Wer Elon Musk immer noch feiert, darf mir gerne entfolgen“, schreibt eine Userin. Mit seinem Tweet hat sich Musk bei vielen Menschen nicht beliebter gemacht.

Elon Musk teilt kryptischen Post nach Hitler-Vergleich: „An Gründe zu hassen erinnert man sich eher“

Nachdem er den Hitler-Vergleich wieder gelöscht hat, scheint Elon Musk sich nun dafür rechtfertigen zu wollen und wählt dabei eher seltsame Worte. „An Gründe zu hassen erinnert man sich eher, als an Gründe zu lieben“, schreibt er. „Das macht das Teilen von Hitler-Memes trotzdem nicht besser“, entgegnet ein Nutzer.

Zuletzt hatte auch der Europapark-Chef die Community auf Twitter irritiert: Er gab die Empfehlung für einen rechten Podcast. Auch der Betreiber des Freizeitparks in Baden-Württemberg löschte seinen Tweet und entschuldigte sich. Er habe den Podcast zuvor nicht geprüft.

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