GfK-Studie

Studie: Steigende Corona-Inzidenz vermiest Menschen die Lust am Shoppen

Menschen spazieren mit Einkaufstüten durch die Stadt.
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Die Konsumlaune ist aktuell wieder zurückgegangen.

Nachdem im Juni die Konsumlaune in Deutschland noch deutlich angestiegen ist, ist sie im Juli wieder zurückgegangen. Forscher vermuten einen Zusammenhang mit der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen.

Nürnberg (dpa) - Die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen drücken auf die Konsumstimmung der Menschen in Deutschland. Die Erwartungen der Deutschen an die Konjunktur und die Einkommenserwartung seien leicht zurückgegangen - trotzdem sei die Kauflust noch einmal ganz leicht gestiegen, teilte das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK am Mittwoch mit. GfK erstellt monatlich eine Prognose zur Konsumlaune in Deutschland. Im Juni hatte die Konjunkturerwartung der Deutschen noch ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht.

«Die Phase sinkender Inzidenzen ist zu Ende gegangen und die Infektionszahlen steigen wieder», sagte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. «Zudem hat die Dynamik beim Impfen trotz ausreichend vorhandenen Impfstoffs zuletzt deutlich nachgelassen», fügte er hinzu. «Dies verhindert gegenwärtig einen weiteren deutlichen Anstieg der Konsumstimmung.»

Ein weiterer belastender Faktor sei das Thema Inflation. Die Erfahrung zeige, dass steigende Preise, wie derzeit zu beobachten, auf die Konsumstimmung drückten. Der Forscher glaubt jedoch, dass der private Konsum auch in der zweiten Jahreshälfte eine Stütze der Konjunktur in Deutschland sein kann. Auch die «gut gefüllten Portemonnaies» der Menschen in Deutschland würden dafür Sorge tragen.

GfK befragt jeden Monat im Auftrag der EU-Kommission 2000 Menschen. Die Studie zum Konsumklima ist ein Auszug aus der Gesamtbefragung.

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