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Lichtshow am Himmel: Meteorstrom lässt im Juli Sternschnuppen regnen

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Von: Franziska Vystrcil

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Im Juli erreichen die sogenannten Delta-Aquariiden ihren Höhepunkt. Allerdings sind die Sternschnuppen nicht von überall zu sehen.

Stuttgart - Ein kurzer Lichtstreif am Himmel, schon ist die Sternschnuppe wieder verschwunden. Eine solche zu Gesicht zu bekommen, ist äußerst selten. Zu bestimmten Jahreszeiten ist die Wahrscheinlichkeit, eine Sternschnuppe am Nachthimmel zu sehen, jedoch höher. Etwa im Mai löst ein Komet alljährlich einen großen Sternschnuppenschauer aus. In diesem Monat sind die Eta-Lyriden und die Arietiden unterwegs.

Im Juli erleuchten die Delta-Aquariiden den Nachthimmel. Der Meteorstrom taucht jährlich von Mitte Juli bis Ende August auf. Seinen Höhepunkt erreicht das Spektakel am 30. Juli 2022. Hier sind die Sternschnuppen am besten zu sehen.

Meteorschauer im Juli und August: Das sind die Delta-Aquariiden

Mitte Juli ist es so weit: Die Delta-Aquariiden rauschen nur so über den Nachthimmel. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Meteore vom mehr als 15.000 Jahre alten „96P Machholz“-Kometen stammen. Doch hundertprozentig sicher sind sich die Astronomen noch immer nicht, um welchen Ursprungskörper es sich genau handelt. Beeindruckend war zuletzt auch eine totale Mondfinsternis im Mai 2022.

Sonne, Mond und Sterne im August 2020
Im Juli sorgen die Delta-Aquariiden für ein Spektakel am Nachthimmel. © Oliver Berg/dpa

Genau genommen handelt es sich bei diesen Strömen um zwei Meteorströme, die Nördlichen und Südlichen Delta-Aquariiden. Deren Radianten liegen dicht zusammen nahe dem Stern „Delta Aquarii“ im Sternbild Wassermann (lat. Aquarius). Für den größten Teil der visuell wahrnehmbaren Sternschnuppen sind die Südlichen Delta-Aquariiden verantwortlich, die zwischen dem 12. Juli bis zum 23. August aktiv sind.

Sternschnuppen 2022: Hier sind die Delta-Aquariiden am besten zu sehen

Wer den idealen Standort erwischt, kann am Höhepunkt des Schauers am 30. Juli bis zu 25 Meteore in der Stunde beobachten. Die Delta-Aquariiden sind nur von der Südhalbkugel aus zu sehen, da der Radiant südlich liegt. Auch im mediterranen Raum kann man oftmals einige am Himmel ausmachen. Allerdings muss hier natürlich auch das Wetter mitspielen. Denn nur bei klarem Himmel ist der Blick frei auf die verglühenden Teilchen. Doch Sternschnuppen-Fans haben dieses Jahr Glück: Während des Maximums Ende Juli ist der Himmel mondfrei, durch das fehlende Mondlicht sind die Sternschnuppen noch besser zu sehen.

Ende August erwartet Astro-Liebhaber ein weiteres Ereignis: Der Meteorstrom der Perseiden erreicht in der Nacht vom 12. auf den 13. August seinen Höhepunkt. Zur Zeit des Perseiden-Maximums sind im Schnitt rund 100 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten. Ein weiteres Spektakel fand zuletzt im Juni statt: Ein Supermond erleuchtete den Nachthimmel. Auch im Juli ist der Supermond wieder zu sehen. Am 13. Juli um 20.38 Uhr ist er der Erde am nächsten. Eine für uns in Deutschland gute Zeit, um den Riesenmond bestaunen zu können.

Delta-Aquariiden

Ihren Namen verdanken die Delta-Aquariiden ihrem Radianten, also der Himmelsregion, aus der sie scheinbar stammen: das Sternbild des Wassermanns, lateinisch Aquarius. Zwischen dem 12. Juli und 23. August ist der Meteorschauer zu sehen. Seinen Höhepunkt erreicht er am 30. Juli, dann können bei idealen Bedingungen bis zu 25 Meteore in der Stunde beobachtet werden.

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