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Spanien hat neue Pipi-Strafe: Ins Meer pinkeln kostet bis zu 1.500 Euro

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Von: Patricia Huber

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Wer sich in Spanien im Meer erleichtern möchte, muss ab sofort mächtig aufpassen. Vielerorts wird das Pinkeln im Wasser mit hohen Geldstrafen geahndet.

Vigo/Mallorca – Sommer, Sonne, Strand und Meer – darauf freuen sich derzeit viele Urlauber. Doch in Spanien könnte die Stimmung schnell getrübt werden, wenn Touristen sich nicht an die örtlichen Regeln halten. Besonders teuer wird es, wenn man zu faul ist, die nächstgelegene Toilette aufzusuchen und sich stattdessen lieber im Meer erleichtert, wie 24hamburg.de berichtet.

Strafen bis zu 1500 Euro – Spanien sagt Pinkeln im Meer den Kampf an

Jeder, der in das Meer oder an den Strand pinkelt, muss mit einer Strafe von etwa 750 Euro rechnen, berichtet die „Daily Mail“. Das hat die Stadtverwaltung im spanischen Vigo, welches an der Nordwestküste des Landes liegt, beschlossen. Der Stadtrat hat das öffentliche Urinieren als „geringfügige Ordnungswidrigkeit“ und „Verstoß gegen die Hygiene- und Sanitärvorschriften“ bezeichnet.

Gegen Wildpinkler an Urlaubstränden: Wer in Spanien ins Meer pinkelt, muss blechen

Am Strand lässt sich diese Ordnungswidrigkeit leicht erkennen, doch es bleibt die Frage, wie überprüft werden soll, wer ins Meer pinkelt. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Um den Strandbesuchern die Einhaltung der Regel einfacher zu machen, sollen zur Hauptsaison öffentliche Toiletten an den Stränden aufbauen. Auch Hamburg hat mit Wildpinklern zu kämpfen. Der Vorwurf: Es gibt einfach nicht genug stille Örtchen.

Wer in Spanien das Meer nutzt, um sich zu erleichtern, dem drohen hohe Strafen. (Symbolbild)
Wer in Spanien das Meer nutzt, um sich zu erleichtern, dem drohen hohe Strafen. (Symbolbild) © Clara Margais/dpa/Montage

Auch Badebekleidung abseits vom Strand kann in Spanien teuer werden

Neben dem Wildpinkel-Verbot hat die Stadt noch ein paar weitere Benimm-Regeln aufgestellt. Beispielsweise ist das Tragen eines Bikinis nur am Strand erlaubt. Wer also in Badebekleidung in die Stadt geht, muss mit einem Bußgeld rechnen. Das gilt übrigens auch für Männer – oben ohne ist tabu. Um die Strände sauber zu halten, wurden außerdem harte Strafen für das Hinterlassen von Müll oder das Grillen am Meer beschlossen.

Mallorca: Beliebte Party-Insel lässt Wildpinkler ordentlich blechen

Nicht nur in Vigo sind die Regeln streng. Auch die bei deutschen Urlaubern besonders beliebte Insel Mallorca geht seit einigen Jahren streng gegen unerwünschtes Verhalten vor. Anwohner zeigen sich trotzdem auch in diesem Sommer genervt vom ausufernden „Sauftourismus“ auf Mallorca. Daher wurde besonders den Party-Urlaubern auf der Balearen-Insel der Kampf angesagt. Die Strafe für Wildpinkeln – sei es im Meer oder am Strand – fällt auf Mallorca deutlich höher aus als in Vigo. Hier werden tatsächlich bis zu 1.500 Euro fällig.

Von wegen All-inclusive: Mallorca-Touristen bekommen nur noch drei Getränke pro Mahlzeit

Um den Partytouristen Herr zu werden, gibt es außerdem eine strenge Getränke-Regel in den All-inclusive-Resorts auf Mallorca. Nach der Corona-Pandemie sind nun die ersten partywütigen Touristen zurück auf der Insel – und die bekommen die 2020 eingeführte Regel jetzt zu spüren. Denn trotz der Buchung eines All-inclusive-Pakets dürfen Hotels insgesamt nur noch sechs kostenlose alkoholische Getränke an ihre Gäste ausgeben. Drei gibt es zum Mittagessen und die anderen drei zum Abendessen – danach muss dafür bezahlt werden. Doch das scheint die Deutschen nicht davon abzuhalten, nach Mallorca zu reisen. Die Insel ist immer noch eines der beliebtesten Ziele vom Hamburger Flughafen aus.

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