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„Klüger als Stephen Hawking und Albert Einstein“: 11-Jähriger erzielt IQ-Höchstwert

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Ein Junge meldet sich in der Schule (Symbolbild). © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Matthias Bein

Ein elfjähriger Junge aus Leeds erreichte im Mensa-Intelligenztest den Höchstwert von 162 Punkten. Schon im Alter von sieben entdeckte er ein mathematisches Phänomen.

Leeds - Yusuf Shah, ein elfjähriger Junge aus der britischen Stadt Leeds, erreichte bei einem Intelligenztest 162 Punkte - den höchstmöglichen Wert. Medien nennen das Wunderkind damit „klüger als Albert Einstein und Stephen Hawking“, deren IQ angeblich bei 160 Punkten lag - wobei dieser Wert nur auf Schätzungen, nicht auf Testergebnissen beruht. Experten betonen außerdem, dass Intelligenzwerte nur innerhalb eines Landes und einer Generation verglichen werden können.

Ergebnisse des Intelligenztests: 11-jähriges Wunderkind unter Top ein Prozent

Yusuf Shah machte nun Schlagzeilen, weil sein Intelligenzquotient (IQ) bei einem Mensa-Test bei 162 von 162 möglichen Punkten lag. Mensa ist ein internationaler Dachverband für hochbegabte Menschen. „Alle in der Schule halten mich für sehr klug, und ich wollte schon immer wissen, ob ich zu den besten zwei Prozent der Testteilnehmer gehöre“, sagte der 11-jährige Yusuf Shah der birtischen Zeitung Yorkshire Evening Post. Das außergewöhnliche IQ-Ergebnis des Sechstklässlers lag sogar unter den besten ein Prozent, wie merkur.de berichtet.

Yusufs Begabung fiel bereits im Kindergarten auf. Als er sieben Jahre alt war, erkannte er beispielsweise die mathematische Regel, dass das Ergebnis der Multiplikation zweier gleicher Zahlen immer um eins größer ist, als wenn man die Zahlen davor und danach multiplizieren würde. Beispielsweise ist das Ergebnis von acht mal acht 64, sieben mal neun ist 63.

Seine Familie ist stolz auf das Wunderkind, doch sein Vater hält ihn auch auf dem Boden der Tatsachen. „Ich sage ihm immer noch: ‚Dein Vater ist immer noch schlauer als du‘“, so Irfan Shah zur Yorkshire Evening Post, „Wir nehmen alles mit Humor. Auch wenn man talentiert ist, muss man der ‚härteste Arbeiter‘ sein.“ So genau weiß Yusuf noch nicht, was er einmal werden möchte. Doch eines steht offenbar fest: „Wenn man ihn fragt, sagt er immer nur, er will Mathe machen“, erzählte der Vater des 11-Jährigen.

Intelligenz in Bevölkerung normalverteilt: Nur zwei Prozent der Menschen hochbegabt

Immer wieder gibt es Wunderkinder. Laurent Simons aus Belgien etwa machte mit acht Jahren Abitur, schloss mit elf Jahren sein Studium der Quantenphysik ab und nahm im Jahr 2022 im Alter von zwölf eine Doktorandenstelle in München an. Sein Intelligenzquotient (IQ) soll bei über 145 Punkten liegen. Intelligenz ist in der Bevölkerung normalverteilt. Entsprechend sind nur etwa zwei Prozent der Menschen hochbegabt. Wer Mitglied im Hochbegabten-Verband Mensa werden will, muss einen Intelligenzquotienten vorweisen, der höher ist als der von 98 Prozent der Bevölkerung seines Herkunftslandes, was in der Regel einem Wert von 130 Punkten entspricht.

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Die Normalverteilung in der Statistik. Die Gaußsche Glockenkurve zeigt beispielsweise, wie Intelligenz in der Gesellschaft verteilt ist. © Marek Uliasz/Panthermedia/Imago

Diese Kritik gibt es an Intelligenztests

Intelligenztests unterliegen allerdings auch der Kritik. Intelligenz ist nicht direkt messbar, sagte schon der Erfinder des Tests, Alfred Binet. Stattdessen wird Intelligenz über Teilbereiche abgefragt. Kreativität, musikalische oder sportliche Fähigkeiten gelten vielfach als Arten der Intelligenz, kommen in Standardtests allerdings nicht vor. Zudem enthalten die Prüffragen kulturelle Komponenten. Die in den USA durchgeführten Intelligenztests sind etwa auf Schüler aus wohlhabenden, weißen Schichten der Gesellschaft ausgerichtet, wie beispielsweise der Podcast „My year in Mensa“ von Jamie Loftus feststellte.

Entsprechend schwierig ist es demnach für farbige und ärmere Schüler gute Ergebnisse zu erzielen. Der französische Psychologe Alfred Binet hatte vor über hundert Jahren den Intelligenztest erfunden, um Schüler mit Lernschwächen zu identifizieren und diese zu fördern. Nicht, um sie auszugrenzen - das sei aber genau das, was Mensa mache, so die Kritik von Loftus.

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