Skate dich fit

Rollerblading: Workout für den ganzen Körper

Jemand fährt mit schwarzen Rollerblades über einen asphaltierten Platz
+
Die 90er kehren zurück: Rollerblades sind wieder angesagt.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
    schließen

Warum joggen gehen, wenn man mit Inlineskating mehr Kalorien verbrennt? Der Trend aus den 1990ern kehrt zurück.

Stuttgart - Joggen und Radfahren war gestern - jetzt ist Rollerblading angesagt. In den 1990ern waren Inlineskates im Trend. Wie auch Workouts mit dem Hula Hoop erleben die Schuhe auf Rollen nun ein Comeback. Aus gutem Grund: Beim Inlineskaten verbrennt man Kalorien, verbessert seine Kondition und trainiert sämtliche Muskelgruppen des Körpers.

Nicht nur im Sommer sieht man Inlineskater über den Asphalt gleiten. Bei gutem Wetter können die Rollschuhe in jeder Jahreszeit aus dem Schrank geholt werden. Ein großer Vorteil des Trainings: Es macht großen Spaß. Kaum eine andere Sportart kombiniert Workout und Spaß wohl so gut wie das Rollerblading. Der Sport lässt sich auch super mit einem Partner ausüben. Sicherheit geht hierbei allerdings vor: Da beim Skaten hohe Geschwindigkeit erreicht werden können, sollten unbedingt Helm und Knie- sowie Ellenbogenschützer getragen werden.

Noch ein Ansporn: Der Sport ist ein wahrer Kalorien-Killer. Da kann auch das beliebte Joggen nicht mithalten. Ein weiterer Pluspunkt gegenüber dem Laufsport ist, dass beim Inlineskaten durch die gleitenden Bewegungen die Gelenke weniger belastet werden.

Inlineskaten: Diese Muskeln werden trainiert

Inlineskaten ist ein ideales Workout für den ganzen Körper. Vor allem werden dabei die Beinmuskeln trainiert. Durch die Abstoßbewegung der Beine während des Fahrens werden die Muskeln der Oberschenkelinnenseite beansprucht. Dabei werden sie sogar besser trainiert als beispielsweise beim Fahrradfahren, schreibt fitforfun.de.

Aber auch der Po und Hüften werden dabei aufgebaut. Die Rückenmuskulatur sowie Rumpf und Oberkörper werden gefordert, da beim Inlineskaten der Oberkörper permanent aufrecht gehalten werden muss. Außerdem erfordert das Inlineskaten eine gute Gleichgewichtskontrolle. Um die Balance beim Fahren zu halten, werden mehrere große Muskelgruppen beansprucht. Insgesamt eignet sich Inlineskaten somit ideal dazu, körperliche Stärke und Ausdauer aufzubauen. Manchmal muss man hierfür seinen inneren Schweinehund überwinden. Fitness-Star Pamela Reif hat eine Methode fürs Training, mit der ihr euren inneren Schweinehund überwinden könnt.

Rollerblading gehört zudem zum Cardio-Training. Als Cardio-Training bezeichnet man häufig das Ausdauertraining auf Geräten, in diesem Fall die Inlineskates. Unter Ausdauertraining fallen alle Sportarten, welche die Atem- und Herzfrequenz erhöhen. Inlineskating ist deswegen so effektiv, weil es mehr Kalorien verbrennt als Übungen wie Krafttraining. Rollerblading ist somit ein effektives Kalorien-Workout, das auch dabei helfen kann, das Körpergewicht zu halten. 

Rollerblading ist ein wahrer Kalorien-Killer: So viel verbrennt man dabei

Bye, bye, Winterspeck! Rollerblading ist perfekt, wenn man abnehmen möchte. Denn in nur kurzer Zeit lassen sich mehr Kalorien verbrennen als beim Laufen: Schon dreißig Minuten auf den Rollschuhen verbrennen rund 220 Kalorien - Joggen in derselben Zeit hingegen nur 180. Wie viele Kalorien ihr genau verbrennt, hängt natürlich auch von anderen Faktoren wie Alter, Gewicht und genetischen Voraussetzungen ab. Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährung. Fisch, Quinoa und andere gesunde Lebensmittel enthalten viel Protein.

Baut man ins Training noch Intervalle ein, ist das Sportprogramm sogar noch effektiver. Heißt konkret: Wechselt langsame und schnelle Phasen, etwa Sprints, miteinander ab. Die Kombination der verschiedenen Geschwindigkeiten eignet sich ideal für die Fettverbrennung. Wer Gewicht verlieren will, sollte zusätzlich zum Rollerblading noch andere Trainingsformen, wie etwa Krafttraining, betreiben. Da Rollerblading vor allem die Beine trainiert, kann mit einem ergänzenden Sportprogramm so zum Beispiel auch der Oberkörper gezielt trainiert werden.

Aller Anfang ist schwer: Gleichgewicht finden und los skaten

Ihr steht zum ersten Mal auf den Rollen oder seid schon lange nicht mehr gefahren? Dann solltet ihr einige Grundlagen beachten: Der Stand sollte schulter- bis hüftbreit sein, die Knie leicht gebeugt. Eure Fußspitzen zeigen dabei leicht nach außen. Den Oberkörper beugt ihr ebenfalls etwas nach vorne. Die Arme werden beim Fahren aktiv eingesetzt und befinden sich dabei etwas vor dem Rumpf.

Wichtig beim Rollerblading: Das Gleichgewicht. Fangt daher erst einmal langsam an. Den Fuß schräg nach vorne bewegen, bis die Ferse auf der Höhe der anderen Fußspitze ist. Schwingt dabei den gegenüberliegenden Arm nach vorne. Stellung halten, den Skate zurück in die Ausgangsposition rollen lassen und gleichzeitig den Arm zurücknehmen. Dann das Ganze mit dem anderen Fuß und Arm beginnen. Wer schon einmal Schlittschuh gefahren ist, tut sich hier sicherlich leichter. Auch beim Inlineskaten kommt dieser sogenannte „Schlittschuhschritt“ zum Einsatz: Aus der anfänglichen Grundposition heraus drückt ihr euch mit einem Fuß ab und verlagert das Gewicht auf den anderen und gleitet schräg nach vorne.

Wer Gas geben will, muss natürlich auch bremsen können. Hierbei kommt der Stopper an der Ferse zum Einsatz. Verlagert das Gewicht auf das starke Bein, also das Bein auf dem ihr euch am sichersten fühlt, zieht die Fußspitze nach oben und drückt die Ferse mit dem Stopper auf den Boden.

Rollerblading-Übungen für Einsteiger und Fortgeschrittene

Bevor ihr mit dem Training loslegt, solltet ihr euch auf den Rollen sicher fühlen und ein Gefühl dafür kriegen. Bei den Übungen solltet ihr immer zuerst überlegen, ob ihr sie euch zutraut. Zu zweit ist das ganze etwas einfacher und ihr könnt euch einander helfen und euch zum Beispiel aneinander abstützen.

1. Übung: Rückwärtsfahren

Rückwärtsfahren ist gar nicht so schwer, wie es anfangs vielleicht scheint. Es erfordert nur ein wenig Übung. Sicherheitshalber solltet ihr aber bei niedrigen Geschwindigkeiten das Rückwärtsfahren ausprobieren. Dazu muss man mit den Füßen den Buchstaben „C“ mit dem Inlineskate auf den Asphalt „schreiben“. Stoßt euch von den stärker belasteten vorderen Rollen ab, ohne euch dabei nach vorne zu beugen. 

2. Übung: Kurven fahren

Ähnlich wie beim Fahrradfahren kann man mit den Rollerblades Kurven fahren, indem man sich in die Kurve legt, dabei die Skates zur Bogenmitte kippen. Heißt genau: Für eine Linkskurve stellt man den linken, für eine Rechtskurve den rechten Fuß vor den anderen und lehnt sich in die Kurve. Der jeweils hintere Fuß wird einfach nach außen gedrückt.

3. Übung: „Einbeinig“ Skaten

Diese Übung ist auch wichtig für das normale Laufen auf Rollerblades. Denn auch dabei steht bzw. fahrt ihr kurzzeitig auf nur einem Fuß. Dabei ist es wichtig, ohne Kippeln oder Schwanken das Körpergewicht auf nur einem Bein halten zu können. Probiert gezielt, auf nur einem Bein zu fahren, indem ihr euch nach dem Schwungholen auf einem Bein weiterrollen lasst, ehe ihr auf das andere Bein wechselt. Dabei sollten Nase, Knie und Skate auf einer Linie liegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare