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In Rheinland-Pfalz befindet sich die größte Thermenanlage des Römischen Reichs nördlich der Alpen

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Bereits früher ließen es sich die Menschen gut gehen und entspannten auf höchstem Niveau, wie die Überreste einer der größten Thermenanlagen des Römischen Reichs in Rheinland-Pfalz zeigen.

Mainz - Die Spuren der Römer, die hier vor Jahrtausenden gelebt haben, lassen sich in Rheinland-Pfalz an vielen Orten entdecken. Einige Bauwerke haben die lange Zeit überdauert und können heute noch bestaunt werden. Unter anderem beheimatet die Pfalz das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen.

Die Menschen bauten sich außerhalb Roms eine neue Heimat auf. Davon zeugt auch ein weiteres erhaltenes Monument aus der Römerzeit. Dabei spielte schon damals Entspannung eine wichtige Rolle.

Barbaratherme in Trier
Im 2. Jahrhundert entstand in Rheinland-Pfalz eine imposante Thermenanlage. © IMAGO/Panthermedia

Die Barbarathermen ist die größte Thermenanlage des Römischen Reichs nördlich der Alpen

In Trier, einer der ältesten Städte Deutschlands und laut einer Legende sogar noch älter als Rom, entstand im 2. Jahrhundert eine imposante Thermenanlage – die Barbarathermen. Mit einer Fläche von 42.000 Quadratmetern, was fast so groß wie sechs Fußballfelder ist, war sie die zweitgrößte Badeanlage des gesamten Römischen Reiches. Nördlich der Alpen ist sie noch heute die größte Thermenanlage der Römer.

In den Barbarathermen konnten es sich die Menschen damals richtig gut gehen lassen: Mehrere zum Teil beheizte Badebecken, ein Schwimmbecken, Bibliotheken, Restaurants, Läden und Schönheitssalons standen den Besuchern zur Verfügung. Für die passende Atmosphäre sorgten unter anderem marmorne Amazonen nach griechischem Vorbild, Säulen sowie Jünglingskörper. Einige Überreste davon sind im Rheinischen Landesmuseum Trier ausgestellt.

Die römische Thermenanlage kann besichtigt werden

Dass die historische Thermenanlage einst so gigantisch war, kann man sich beim heutigen Anblick nur schwer vorstellen. Nur ein Drittel des ursprünglichen Badetempels konnte ausgegraben werden, das meiste ging verloren. Ein Besuch des spannenden Fundorts in Trier lohnt sich dennoch.

Über die Anlage verläuft ein Besuchersteg, der die Therme erlebbar macht. An neun Stationen erfahren Besucher alles zur Architektur, der prachtvollen Ausstattung, den Ablauf des Badebetriebs in der Römerzeit sowie die nachantike Entwicklung und aktuelle Restaurierungsmaßnahmen in den Thermen. Der Besuchersteg ist kostenfrei zugänglich.

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