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Pilot verschwindet auf Toilette: EasyJet-Maschine muss notlanden

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Von: Yasina Hipp

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Easyjet-Maschine.
Der Co-Pilot einer EasyJet-Maschine muss nach krankheitsbedingtem Ausfall des Piloten einspringen und notlanden. © IMAGO/Rainer Keuenhof

Im Cockpit eines Fluges von Kreta nach Edinburgh herrschte Chaos. Der Pilot war gesundheitlich angeschlagen und sendete einen Alarmcode.

Edinburgh - Ein Squawk- oder Alarmcode „770“ ist für Fluglotsen nie ein gutes Zeichen. Diesen Code senden Piloten oder Crew-Mitglieder von Flugzeugen nur im äußersten Notfall - also durchaus wenn es um Leben und Tod geht. Auslöser dafür können jedoch verschiedenster Art sein: Triebwerkssausfälle, Druckprobleme, sonstige technische Probleme oder medizinische Notfälle an Bord des Flugzeugs. An Bord der EasyJet-Maschine war letzteres der Grund für das Absenden des Alarmsignals, wie merkur.de berichtet. Zu allem Übel war der medizinische Notfall offenbar die wichtigste Person an Bord: der Pilot.

EasyJet-Flug nach Edinburgh: Abflug verspätete sich bereits

Wie die schottische Nachrichtenwebseite DailyRecord berichtet, hatte sich schon der Abflug auf dem Flughafen in Heraklion mehrfach verschoben und war dadurch verspätet. Offenbar seien Pilot und Crew dort schon seit gut 13 Stunden auf den Beinen gewesen. Diese enorme Belastung schlug bei dem Piloten dann wohl während des Fluges durch. Ein Passagier berichtet gegenüber dem DailyRecord: „Der Kapitän ist zur Toilette gegangen und dann nicht mehr herausgekommen.“ Infolgedessen landete der Co-Pilot das Flugzeug außerplanmäßig in Edinburgh. Dem Bericht des Passagiers zufolge, verkündete der Co-Pilot nach der Landung über die Lautsprecheranlage, dass „der Notruf wegen der Erkrankung des Kapitäns erfolgt sei“.

Als das Flugzeug wieder festen Boden unter den Rollen hatte, wurde der Pilot vorsorgehalber von Sanitätern in Empfang genommen und versorgt.

EasyJet bestätigt Vorfall, gibt aber keine weiteren Details bekannt

Die Airline bestätigte den Vorfall gegenüber der schottischen Zeitung. So ließ EasyJet verlauten: „easyJet kann bestätigen, dass der Flug EZY6938 von Heraklion nach Edinburgh um eine vorzeitige Landung gebeten hat, da sich der Kapitän beim Anflug auf Edinburgh unwohl fühlte.“ Glücklicherweise war aber der Co-Pilot zur Stelle, vertrat seinen Kollegen und landete das Flugzeug sicher in Edinburgh. Weitere Details zu dem Vorfall sind bislang nicht bekannt.

Nicht nur in Schottland gab es Trubel am Flughafen. In der Schweiz war zweitweise sogar der gesamte Flugraum gesperrt.

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