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Omikron-Impfstoffe kommen: Karl Lauterbach nennt Details zu zweitem Booster

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Von: Tobias Utz

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Omikron-Impfstoff
Derzeit werden Corona-Impfstoffe getestet, die speziell an die Omikron-Variante angepasst wurden. © Kirill Kudryavtsev/AFP

2022 stehen Viertimpfungen auf dem Programm. Dafür werden aktuell spezielle Omikron-Impfstoffe entwickelt.

Washington D.C. – Deutschland befindet mitten in einer Welle von Omikron-Infektionen. Das Robert Koch-Institut meldet täglich neue Inzidenz- und Fallzahlenrekorde. Die Corona-Variante* gilt als hochinfektiös und breitet sich rasch aus. Laut neuesten Daten des RKI dominiert Omikron bereits das Infektionsgeschehen in Deutschland. Die Wissenschaft bemüht sich um eine schnelle Erforschung der Mutante von Sars-CoV-2. Neben der hohen Infektiosität ist mittlerweile bekannt, dass Omikron-Infektionen wohl zu weniger schweren Covid-19-Verläufen als bei Delta-Infektionen führen.

Dennoch stehen abermals die Risikogruppen im Fokus der neuesten pandemischen Entwicklung. Menschen mit schwachen Immunsystem sind – trotz geringerem Risiko schwerer zu erkranken – ein „gefundenes Fressen“ für Omikron. Das wichtigste Werkzeug gegen die Corona-Variante sind deshalb angepasste Impfstoffe, die wohl als zweiter Booster verabreicht werden. Die Hersteller Biontech/Pfizer* und Moderna kündigten derartige Vakzine bereits Anfang des Jahres 2021 an. Im Frühjahr sei es soweit. Nach Biontech/Pfizer, die zum Wochenstart den Start einer klinischen Studie vermeldeten, hat Moderna* nun nachgezogen.

Omikron-Variante: Vierte Corona-Impfung – Moderna startet Studie zu zweitem Booster

Der US-Hersteller von Corona-Impfstoffen* testet das Vakzin ab Ende Januar an 600 Personen, deutlich weniger als Biontech/Pfizer mit 1420 Testpersonen. Die Freiwilligen haben laut Moderna-Angaben in einer Mitteilung zwei beziehungsweise drei Corona-Impfungen im Vorfeld erhalten. Die Beständigkeit der Antikörper mit der „normalen“ Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, betonte Stéphane Bancel, Chef des Herstellers: „In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran.“

Corona-Impfstoffe

Sowohl das Vakzin von Biontech/Pfizer als auch das Mittel von Moderna basiert auf der sogenannten mRNA-Technologie. Laut Herstellerangaben gelten die Impfstoffe als sehr anpassbar an Virusvarianten.

Bancels Aussage bestätigte zuletzt eine Studie, die im Fachmagazin New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Demnach ist der Antikörperspiegel gegen die Omikron-Variante* einen Monat nach der dritten Injektion 20 Mal höher als nach der zweiten - er nehme in den darauffolgenden Monaten jedoch deutlich ab. „Die Studie zeigt, dass der Moderna Booster-Impfstoff das Risiko einer Infektion mit Omikron massiv senkt. Das ist genau die Booster-Impfung, die wir in Deutschland neben Biontech gerade anbieten“, ordnete Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* die Studie auf Twitter ein.

Unabhängig von einer möglichen vierten Corona-Impfung läuft derzeit die Booster-Kampagne in Deutschland. Dabei kommen vor allem die Impfstoffe der oben genannten Hersteller zum Einsatz. Eine weitere Studie hat gezeigt, dass beispielsweise die Drittimpfung mit einem Totimpfstoff kaum Wirkung hat.* (tu/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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