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Er galt als ausgestorben: Forscher filmt seltenen Hai im Mittelmeer

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Von: Bjarne Kommnick

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Vor der Küste Mallorca machte ein Forscher einen Sensationsfund: Ein längst ausgestorbener Hai ist wieder da – er kann aus dem Wasser springen.

Mallorca – Besonders in der Urlaubszeit ist Mallorca ein beliebtes Urlaubsziel. Vor der Küste der beliebten spanischen Baleareninsel hat sich nun ein Sensationsfund ereignet. Mitglieder des Vereins Cetàcea, der sich für den Schutz des Meeres vor der Küste Kataloniens und rund um die Balearen widmet, ist es gelungen seltene Videoaufnahmen eines Kurzflossen-Makohai zu machen, wie kreiszeitung.de berichtet. Das Besondere: Im Mittelmeer galt er bereits als ausgestorben. Doch das Tier fasziniert zudem mit einigen Superlativen.

InselMallorca
Fläche3.640 km²
Höhe1.445 m
Bevölkerung923.608

Längst ausgestorbener Hai zurück im Mittelmeer: Forscher gelingen Videoaufnahmen

Das Video stammt von dem Fotografen, Carlos Molina, im Rahmen des Projektes „ Friends of the Sea - Wale und Delfine an der katalanischen Küste“ in Kooperation mit der Organisation „Catsharks“. Der Fund sei ein ganz besonderer Fund, „den wir in zehn Jahren des Projektes nie filmen konnten“, schreibt der Verein auf Facebook. Der Kurzflossen-Makohai gelte mit einer Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern als der schnellste Hai der Welt. Zudem sei er der ausdauernste Hai weltweit. Erst vor kurzer Zeit kam es zu einem Sensationsfund vor der spanischen Küste als Fischern ein seltener Mondfisch ins Netz gegangen war.

Ein vom Aussterben bedrohter Kurzflossen-Makohai wurde im Mittelmeer in der Nähe von Barcelona gefilmt
Ein vom Aussterben bedrohter Kurzflossen-Makohai wurde im Mittelmeer in der Nähe von Barcelona gefilmt. (Symbolbild) © imago

Seltener Kurzflossen-Makohai ist der schnellste der Welt – und er kann als einziger aus dem Wasser springen

Außerdem könne der Kurzflossen-Makohai als einziger Hai aus dem Wasser springen. Dabei erreiche er eine Höhe von bis zu 6 Metern. Die Entdeckung sei ein Meilenstein, da bereits 90 Prozent aller Haie im Mittelmeer ausgestorben seien. Dass überhaupt noch ein Kurzflossen-Makohai im Mittelmeer gesichtet werde, damit hätte der Verein nicht gerechnet. Das erinnert schnell an die Gerüchte um den Megalodon, dessen Existenz ein Video zuletzt belegen sollte. Auch die schweren Bisswunden an einem Weißenhai nährten den Mythos um den Megalodon.

Meeresschutz-Verein: Kurzflossen-Makohai keine Bedrohung für den Menschen

Auch über den Kurzflossen-Makohai kursierten schnell Gerüchte. Bereits kurz nach der Veröffentlichung hieß es in verschiedenen Medien, dass er eine Gefahr für den Menschen darstellen würde. Das sieht der Verein jedoch signifikant anders. Auf Facebook schreibt der Verein, dass eine Gefahr durch den Kurzflossen-Makohai „von Filmen und Fehlinformationen propagiert wird“. Jedoch seien die Forscher des Meeresschutz-Vereines „weit entfernt von dieser Angst“ und seien erstaunt, das Tier in seinem natürlichem Lebensraum beobachten zu dürfen. Eine ernsthafte Gefahr für den Menschen am Mittelmeer dürfte viel mehr von dem Gelben Mittelmeerskorpion und der Spanischen Trichternetzspinne ausgehen.

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