Vor Bund-Länder-Konferenz

Nachteile für Ungeimpfte? „Riss geht durch die Gesellschaft“, warnen Patientenschützer

Ein Impfarzt zieht eine Spritze für eine Corona-Impfung auf.
+
Ab September wird für viele Menschen in NRW eine dritte Corona-Impfung zur Auffrischung angeboten (Symbolbild).

Die Sorge von einer nächsten Corona-Welle steigt, doch geimpfte Bürger sollen weiterhin Freiheiten genießen. Patientenschützer sehen die Debatte mit Sorge.

Berlin (dpa) - Patientenschützer sehen die Debatte über mögliche Nachteile für Ungeimpfte in der nächsten Corona-Welle mit Sorge. «Die Debatte um Impfungen polarisiert. Mittlerweile geht ein Riss durch die Gesellschaft», sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Die «Frontstellung» sei mittlerweile am Arbeitsplatz angekommen, selbst Freunde und Familien seien von den Konflikten betroffen. «Deshalb muss Schluss damit sein, eine Impfpflicht oder die Benachteiligung von Ungeimpften öffentlich herbeizureden», forderte Brysch. «Gegen vergiftende Polemik haben Bund und Länder auf Fakten und Information zu setzen», fügte er hinzu.

Bund und Länder beraten am Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Im Fokus der politischen Debatte steht die Frage, wie mehr Menschen zum Impfen bewegt werden können - und ob es für Nicht-Geimpfte Einschränkungen geben soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare