Rührende Rettungsaktion

Menschen überschütten gestrandeten Orca stundenlang mit Wasser - bis er sich selbst retten kann

Helfer überschütten einen gestrandeten Orca in Alaska mit Eimern voll Wasser.
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Helfer überschütteten einen gestrandeten Orca in Alaska stundenlang mit Wasser und retteten ihm so das Leben.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Die Ebbe überraschte einen Orca in Alaska. Zum Glück waren Menschen in der Nähe, die dem gestrandeten Wal zu Hilfe eilten.

Alaska - Es kommt immer wieder vor, dass Tiere aus brenzlichen Situationen gerettet werden müssen. Doch diese Bilder berühren besonders: In Alaska in den USA strandete ein Orca, er drohte zu sterben. Doch eine Schiffscrew entdeckte das hilflose Tier und eilte ihm zu Hilfe.

Wie merkur.de* berichtet, war der Wal auf der Prince-of-Wales-Insel gestrandet. Chance Strickland, Kapitän eines privaten Schiffes und seine Crew entdeckten das Tier. Wahrscheinlich wurde der Orca von der Ebbe überrascht, steckte auf dem felsigen Land fest. Er landete so unglücklich in einer Felsspalte, dass er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Ein Todesurteil, hätten sich Chance Strickland und seine Crew nicht entschlossen, dem Wal zu helfen. Der Kapitän und sein Team warfen den Anker und informierten die Küstenwache über ihren Fund. 

Auch Menschen von anderen, naheliegenden Booten eilten herbei. Gemeinsam bildeten sie eine Menschenkette und überschütteten den gestrandeten Orca stundenlang mit Eimern voll Wasser. So verhinderten sie, dass der Orca überhitzt und qualvoll sterben musste. Zuvor hatte der Wal noch selbst versucht, aus eigener Kraft wieder ins Wasser zu gelangen. Doch vergeblich. Ebenfalls in den USA, genauer gesagt in Washington, kämpfte ein Falke im Wasser gegen lauernde Welse ums Überleben. Die Feuerwehr rettet ihn im letzten Moment.

Menschen überschütten Orca stundenlang mit Wasser - warum war er gestrandet?

Warum der Wal auf der Insel strandete, ist nicht klar. Wurde er von der Flut überrascht oder steckte doch etwas anderes dahinter? Am Tag zuvor hatte es ein schweres Erdbeben der Stärke 8,2 vor der Südküste Alaskas gegeben. Zunächst gab es sogar eine Tsunami-Warnung, die später aber wieder aufgehoben wurde.

Laut der nationalen Wetter- und Ozeanografiebehörde wird aber nicht davon ausgegangen, dass es eine Verbindung zwischen dem Erdbeben und dem Stranden des Orcas gibt. Der Grund bleibt wohl ein Geheimnis.

Menschen überschütten gestrandeten Orca stundenlang mit Wasser: „Es kamen Tränen aus seinen Augen“

Die Helfer schafften es auch, Vögel zu vertreiben, die nur darauf warteten, sich auf den Orca zu stürzen. Denn ein gestrandeter Wal ist für viele Vogelarten ein gefundenes Fressen. Wie lange genau der Schwertwal schon auf Festland lag, ist unklar. Doch durch seine Versuche, wieder ins Wasser zu gelangen, hatte er sich der zu allem Überl auch noch verletzt.

Nach einiger Zeit trafen Helfer der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), der Wetter- und Ozeanografie­behörde der USA, ein. Mit einer speziellen Pumpe und einem Schlauch konnten sie den Orca durchgehend mit Wasser besprühen. Während der Rettungsaktion stieß der Schwertwal immer Laute aus, versuchte womöglich, seine Familie zu rufen. „Es kamen Tränen aus seinen Augen. Das war ziemlich traurig“, sagte Kapitän Strickland. Eine ähnlich emotionale Rettungsaktion gab es auch in der Nähe der Landeshauptstadt Stuttgart: Die Feuerwehr in Bietigheim-Bissingen befreite einen eingeklemmten Welpen aus Baumstämmen.

@aroonmelane

The craziest experience! #alaska #orca #killerwhale #strandedwhale @heydaniejay

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Nach mehr als sechs Stunden, etwa gegen 14 Uhr, kam die erlösende Flut: Der Meeresspiegel stieg immer weiter an, bis das Wasser den Wal schließlich wieder umschloss und er in die Freiheit schwimmen konnte. Eine Rettungsaktion mit Happy End. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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