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Mann findet riesigen Weißen Hai in verlassenem Freizeitpark

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Von: Bjarne Kommnick

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Ein Stadtforscher aus Melbourne wollte eigentlich nur einen verlassenen Freizeitpark anschauen. Dann stößt er auf einen echten Weißen Hai.

Devon Meadows – Der Australier Luke McPherson hat einen echten Weißen Hai in einem verlassenem Freizeitpark entdeckt. Eigentlich wollte der Stadtforscher nur den Wonderland Wildlife Park im australischen Bass im Bundesstaat Victoria besuchen. Dann trifft er in einem Tank auf den großen Meeresbewohner, wie kreiszeitung.de berichtet.

StadtDevon Meadows
Bevölkerung1.551
Lokales VerwaltungsgebietCasey City
Standort50 km südöstlich von Melbourne entfernt

Forscher findet unversehrten Weißen Hai in verlassenem Freizeitpark – Video geht viral

McPherson hat seine Entdeckung auf einem Video festgehalten. Mittlerweile haben die Aufnahmen des Weißen Hais, dessen Artgenossen sogar für das Aussterben des Megalodons verantwortlich gewesen sein dürften, mehr als 17 Millionen Aufrufe auf YouTube. Auch in anderen sozialen Medien wird das Video geteilt.

Der Hai lebte laut McPherson in den Gewässern von Portland in Südaustralien. 1997 hatte sich der Hai dann in einem Fischernetz verfangen und dort verendet. Der 18-jährige Hai wurde dann in einen Tank gesteckt und in den Wonderland Wildlife Park in Victoria transportiert, wo er in einen Tank mit Formaldehyd – einem hochgiftigen Konservierungsmittel – gelegt wurde, in dem er die nächsten Jahre bleiben sollte. Mit der Schließung des Parks habe man den Hai jedoch vergessen, sodass dieser im Park verblieb. Zuletzt hatten Forscher sogar einen 400 Jahre alten lebenden Hai gefunden.

Weißer Hai „Rosie“.
Der Weiße Hai „Rosie“ wurde von einem Mann in einem verlassenen Freizeitpark entdeckt. © facebook / Tom Kapitany

Mann postet Video von Hai in verlassenem Freizeitpark – ungebetene Gäste beschädigen Wassertank

Das Video vom Hai-Fund im verlassenen Freizeitpark ist das, was man einen echten viralen Erfolg nennt – doch genau das habe zu Problemen geführt. Denn der verlassene Park sei Privateigentum. Dennoch wollten viele Menschen nach dem Video selbst den Hai mit eigenen Augen sehen. Also haben sich viele auf den Weg gemacht und – anders als McPherson – ohne Genehmigung den Park betreten. Dort sei es dann, auch wenn es sich um einen verlassenen Park gehandelt habe, zu starken Vorfällen von Vandalismus gekommen. Also wollte der Besitzer den Hai loswerden. Darauf wurde auch die Crystal World in Victoria aufmerksam, die dem Botaniker, Geologen und Unternehmer Tom Kapitany gehört.

Hype um „Rosie the Shark“ in Lost Places Freizeitpark führt zu Vandalismus und Zerstörung

„Das Problem dabei war, dass all diese anderen Leute kommen und das Gleiche tun wollten, sie wollten Rosie the Shark sehen, obwohl es Privateigentum war. Die Leute fingen nachts an, dort einzubrechen und sie zerstörten alle Gebäude, Ausstellungshallen und Galerien und all die alten Vergnügungsdisplays“, so Kapitany. Wie groß die Faszination über Haie ist, zeigten auch Spekulationen über den ausgestorbenen Riesenhai Megalodon. Auch ein Weißer Hai, der das Boot einer Familie angegriffen hatte, sorgte für Diskussionen.

Weißer Hai kommt in neuen Freizeitpark: „Besitzer flippte aus und so wollten sie Rosie zerstören“

Die Schilderungen der Verwüstung rufen noch immer Wut hervor: „Sie brachen den Tank und setzten das wirklich hochgiftige Formaldehyd frei, bis zu dem Punkt, an dem Sie Sauerstoff oder Atemmasken brauchten. Vollständige Schutzanzüge und alles, es war einfach so schlimm“, erklärt Kapitany. „Der Besitzer flippte wegen der öffentlichen Haftung aus. Und so wollten sie Rosie zerstören“. Also entschied er sich spontan: „Ich werde sie nehmen.“

Vergessener Hai wird zur Attraktion in neuem Freizeitpark

Mittlerweile würden rund 50.000 Menschen jährlich den Weißen Hai „Rosie“ besuchen, der währenddessen vom neuen Besitzer nochmal aufgepäppelt wurde: „Es ist wichtig, Exemplare wie Rosie zu erhalten, da Weiße Haie eine geschützte, vom Aussterben bedrohte Art sind“, so Kapitany. „Bei ihrer Erhaltung und Ausstellung geht es um Bildung und die Bewahrung der Naturgeschichte. Menschen auf das Leben im Ozean und sogar auf einen gefährlich aussehenden Hai aufmerksam zu machen, kann weltweites Interesse haben.“

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