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Schäferhündin adoptiert verwaiste Löwen-Babys – ihre Liebe rettet ihr Leben

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Von: Jason Blaschke

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Zwei süße Löwenbabys werden von ihrer Mutter verstoßen. Doch in Schäferhündin Sandra finden die beiden eine liebevolle Ersatz-Mama – und eine Familie.

Wladiwostok – Abgemagert, dehydriert, dem Tode nahe: Die Geschichte von zwei Löwen-Babys im russischen „White Lion Park“ in Wladiwostok beginnt tragisch. Ihre Mutter Sirona brachte sie gesund und munter zur Welt – zeigte kurz danach aber ein seltsames Verhalten, das die Parkmitarbeiter bemerkten. „Was die Löwenmutter tut, ist nicht ganz normal. Sie beißt sie“, erklärte Parkdirektor Viktor Agafonov gegenüber der Daily Mail.

Süße Löwen-Babys finden in Schäferhündin Sandra liebevolle Ersatz-Mama

Die Lage spitzte sich dermaßen zu, dass die Tierpfleger eingreifen mussten. Sie nahmen Sirona ihre zwei Löwen-Babys weg, um das Leben der Kleinen zu retten. Eine Adoptiv-Mutter musste gefunden werden, was bei zwei kleinen Raubkatzen gar nicht so einfach ist. Lange suchen mussten die Pfleger zum Glück trotzdem nicht. Die im Park lebende deutsche Schäferhündin Sandra nahm die kleinen Löwen sofort auf und kümmert sich seither wie eine leibliche Mutter um sie.

Die Parkmitarbeiter konnten es erst gar nicht glauben. Es sei richtig interessant, dass Sandra eigentlich keine Katzen mag, sich aber dafür entschieden habe, die Baby-Löwen in ihre Familie aufzunehmen, sagte Agafonov. Doch damit nicht genug: Sogar Milch gibt Sandra ihren beiden Adoptiv-Löwen zu trinken. Da sie zum Zeitpunkt der Adoption selbst Mutter eines kleinen Welpen war, habe sie laut Agafonov ausreichend Milch für alle gehabt, berichtet kreiszeitung.de.

Eine deutsche Schäferhündin und zwei Löwenbabys kuscheln sich aneinander.
Werden von Schäferhündin Sandra sogar mit Milch versorgt: Zwei Löwen-Waisen, die von ihrer Mutter verstoßen wurden. © Screenshot Instagram @lionspark.ru

Patchwork-Glück mit Hund und Löwen: Die Kleinen trinken Sandras Milch

Ein echter Glücksfall für Tierpfleger und Löwen. Direkt im Park haben die Baby-Löwen eine neue Familie gefunden. Wäre es nicht so gekommen, hätten die Löwen-Babys möglicherweise sogar in einen anderen Zoo umziehen müssen. Dass das nicht der Fall sein musste, freut neben Agafonov und seinen Kollegen sicher auch die Parkbesucher und nicht zuletzt die beiden Löwen. Doch die Tatsache, dass die beiden im Park bleiben konnten, hat noch einen weiteren Vorteil.

Die Nähe zur leiblichen Mutter ermöglicht es, dass die Baby-Löwen weiterhin auch mit ihrer Milch versorgt werden können. Zwar bekommen sie auch Milch von Adoptivhündin Sandra, die wichtigen Nährstoffe, um zu starken Löwen heranwachsen zu können, kann ihnen aber nur die Milch ihrer leiblichen Mutter Sirone liefern. Zusammen mit der Liebe, die sie von Sandra bekommen, sind das die perfekten Voraussetzungen, um groß und stark zu werden.

Facebook-User feiern Schäferhündin: „Mensch kann noch etwas lernen“

Parkdirektor Agafonov ist stolz auf seine Schäferhündin, die für die zwei Löwen-Babys ein liebevoller Mutter-Ersatz geworden ist. „Die Hündin hat uns natürlich sehr geholfen und sie wird den Jungen helfen, zu überleben“, ist sich der Experte sicher. Und für viele User auf Facebook ist Sandra eine echte Heldin. Kommentare wie „so süß“ oder „einfach goldig“ sind gleich mehrfach zu lesen. Aber auch Sätze wie „von der Natur kann so mancher Mensch noch was lernen“, sind häufiger zu sehen.

Ein etwas gemeiner Facebook-User schreibt: „Das wird ein großer Spaß werden, wenn die Kleinen größer werden. Dann benötigen die etwas Herzhaftes zu essen. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.“ Tatsächlich wird es sicher einmal so sein, dass die beiden Löwen-Junges nicht mehr unter Sandras Obhut stehen und ihr eigenes Leben führen. Dass sie ihre Adoptiv-Mama aber vergessen oder gar aufessen, ist unwahrscheinlich.

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