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Letzter Akt im Drama um mysteriöse Kloster-Millionen - Prozessbeginn

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Kloster Neresheim
Vor neun Jahren tauchte im altehrwürdigen Kloster Neresheim auf der Schwäbischen Alb ein mysteriöses Millionenvermögen auf. © picture alliance/dpa

Ein toter Abt, geheime Konten, ein millionenschweres Sondervermögen «Weinberg» und jahrelange Ermittlungen: Im Kriminalfall um das Kloster Neresheim beginnt nun das wohl letzte Kapitel.

Krefeld (dpa) - Vor neun Jahren tauchte im altehrwürdigen Kloster Neresheim auf der Schwäbischen Alb ein mysteriöses Millionenvermögen auf. Am Freitag (09.30) muss sich nun in diesem Zusammenhang ein 89-Jähriger in Krefeld vor dem Amtsgericht verantworten - wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in sechsstelliger Höhe.

Gegen den Rechtsanwalt hatte die Staatsanwaltschaft viele Jahre ermittelt. Laut Anklage versteckte er unter dem Deckmantel des gemeinnützigen Klostervereins und mit Hilfe eines verstorbenen Abtes ein Vermögen, um Erbschafts- und Kapitalertragssteuer in Höhe von mehr als einer halben Million Euro zu hinterziehen.

Der Anwalt hatte später behauptete, sein Steuervermeidungsmodell «Weinberg» sei legal und habe anonyme Geldgeber aus dem gesamten Bundesgebiet. Er sei der Treuhänder einer wohltätigen, wenn auch nicht eingetragenen Stiftung «Weinberg». Die bisher mit dem Fall betrauten Gerichte hatten ihm das aber nicht abgenommen. Sein Verteidiger wollte sich zu dem Strafverfahren vorab nicht äußern.

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