Laundry Stripping

Hack: So werden Handtücher wirklich sauber

Bunte gerollte Handtücher
+
Auch nach dem Waschen sind Handtücher oft nicht ganz sauber.

Ist der Schmutz wirklich aus der Wäsche raus? Mit diesem Hack entfernen Sie auch porentiefen Dreck.

Wenn man seine Wäsche aus der Waschmaschine holt, riecht sie frisch und sauber und nach dem Trocknen auf der Leine macht es schon fast Spaß, sich in ein gut duftendes T-Shirt zu hüllen oder in die frischgewaschene Bettwäsche zu kuscheln. Wie sauber die Wäsche beim Waschen in der Maschine aber tatsächlich wird, kann das menschliche Auge eigentlich gar nicht wirklich wahrnehmen. Dafür gibt es den Trend des „Laundry Stripping“, der in den letzten Jahren aus den USA herübergeschwappt und immer bekannter geworden ist und mit dem man auch den letzten versteckten Dreck noch aus den vermeintlich sauberen Handtüchern hinausbekommt.

1. Was ist „Laundry Stripping“?

Da denkt man, die Wäsche ist sauber, doch eigentlich versteckt sich in den Poren noch sehr viel Schmutz und Dreck, den man mit dem bloßen Auge gar nicht wahrnehmen kann. Der Trend des „Laundry Stripping“ hat sich vor einiger Zeit in den USA entwickelt und wird nun auch in Deutschland immer beliebter. Dabei wird die Wäsche, zum Beispiel Handtücher oder andere Textilien, die Sie wirklich richtig sauber bekommen wollen, in einer bestimmten Wachmittelmischung über mehrere Stunden in der Badewanne oder in einem großen Bottich eingeweicht. Was dabei buchstäblich herauskommt, ist unschön anzusehen und zeigt, wie viel Dreck nach dem Waschen tatsächlich noch in Ihrer Wäsche steckt. Egal, ob tatsächlicher Deck an den Hosenknien der Kinder oder unsichtbarer Schmutz wie Bakterien, die Reste von der Body Lotion, Schweiß, Parfümreste oder Pollen an Kleidung oder Handtüchern – mit dieser Waschlösung sollen auch die hartnäckigsten Reste und Gerüche aus der Wäsche vertrieben werden können.

2. Das brauchen Sie

Sie brauchen für das „Laundry Stripping“ lediglich Waschmittel (am besten als Pulver), Waschsoda und Boraxpulver. Die genaue Menge hängt von der Menge an Wasser ab, in der Sie Ihre Kleidung und Handtücher einweichen wollen. Die zu verwendende Menge steht in der Regel auf der Verpackung. Für die richtige Zusammensetzung dieser neuen Wunderwaschlösung nehmen Sie die einzelnen Zutaten im Verhältnis 2 zu 1 zu 1. Bei einer halben Tasse Waschmittel nehmen Sie also eine Vierteltasse Waschsoda und eine Vierteltasse Borax. Die genaue Menge passen Sie einfach an Ihre Wassermenge an.

3. So geht’s!

Mischen Sie Waschmittel, Waschsoda und Boraxpulver in einer kleinen Schale zusammen und stellen Sie diese zunächst beiseite. Als nächstes füllen Sie Ihre Badewanne oder Wahlweise auch eine Waschwanne oder einen großen Bottich (je nach Menge Ihrer zu reinigenden Kleidungstücke) mit heißem Wasser. Wenn Sie genau sehen wollen, wie viel Dreck in Ihrer angeblich frischen Wäsche noch drin war, nehmen Sie am besten ein weißes oder helles Behältnis, in dem Sie das Schmutzwasser danach besser erkennen können. Lösen Sie Ihre Waschmittelmischung in dem heißen Wasser auf und geben Sie danach in das heiße Wasser Ihre frisch gewaschene Wäsche hinein. Es ist dabei egal, ob diese bereits trocken oder noch nass vom Waschen ist. Rühren Sie Ihre Wäsche ein paar Mal in der Lösung hin und her und lassen Sie das Ganze nun für 4 bis 6 Stunden ruhen.

Danach können Sie anhand des schmutzigen Wassers erkennen, wie sauber Ihre Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche tatsächlich nach dem Waschen waren. Nehmen Sie die Textilien aus der Lösung und spülen Sie sie ein weiteres Mal im Schnelldurchgang mit klarem Wasser in der Waschmaschine durch.

4. Ein paar Tipps

Das „Laundry Stripping“ ist eine recht aggressive Methode für die Reinigung der Wäsche, weshalb Sie vorsichtig sein sollten, welche Textilien Sie mit der Borax-Waschmittel-Lösung behandeln. Unterwäsche oder andere delikate Kleidungsstücke empfehlen sich für diese Technik nicht unbedingt. Robuste Wäsche wie Handtücher, Bettwäsche oder auch die verschwitzte Sportkleidung dafür umso mehr.

Wenn Sie bunte Farben in die Lösung geben, sollten Sie es wie in der Waschmaschine auch tun: Kein Farbenmix, sonst wird im Zweifel noch alles bunt.

Auch sollten Sie diese Methode nicht jede Woche anwenden. Eine Tiefenreinigung alle paar Monate reicht vollkommen aus und schont die Textilien.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare