„HoreKa“

In Karlsruhe geht erstmals ein Superrechner in Betrieb

Serverraum des neuen Hochleistungsrechners Horeka.
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Die Server des neuen Hochleistungsrechners am KIT: Besonders energiefefizient und leistungsstark.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nutzen Forscher ab sofort einen Hochleistungs-Computer. Der erbringt in einer Sekunde eine Rechenleistung von 150.000 Laptops.

Karlsruhe - Schnelle Rechner sind aus der Wissenschaft nicht mehr wegzudenken. „Je schneller Hochleistungsrechner mathematische Gleichungen lösen und Daten verarbeiten, desto detailreicher und zuverlässiger werden die Simulationen, die damit betrachtet werden können“, erklärt Jennifer Buchmüller, Leiterin des Bereichs High Performance Computing des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Eine Koryphäe der internationalen Supercomputer hält nun Einzug am KIT: „HoreKa“ (Hochleistungsrechner Karlsruhe)gehört zu den 15 leistungsfähigsten Rechnern Europas.

Die Dimensionen, in denen HoreKa arbeitet, sind immens: Allein in der Sekunde schafft er 17 Billiarden Rechenoperationen - das entspricht der Arbeit von mehr als 15.000 Laptops. In Kürze wird das System Wissenschaftlern aus ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Insbesondere Forscher aus den Bereichen Energie- und Mobilitätsforschung, Teilchen- und Astroteilchenphysik sowie Material- und Erdsystemwissenschaften sollen davon profitieren. Bei der Inbetriebnahme von HoreKa am KIT am Freitag, 30. Juli, will auch Theresia Bauer (Grüne), Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg*, dabei sein (BW24* berichtete).

Supercomputer am KIT in Karlsruhe: „Herausragende Platzierung“ im weltweiten Vergleich

Nicht nur in Europa ist HoreKa ein Spitzenreiter: Unter der Top-500-Liste der schnellsten Rechner der Welt liegt HoreKa auf Rang 52. Auch in Sachen Nachhaltigkeit überzeugt der Super-Computer des KIT. So landete HareKa auf der internationalen „Green 500“-Liste der energieeffizientesten Supercomputer weltweit auf Platz 13. „Die herausragende Platzierung von HoreKa zeigt eindrucksvoll, dass wir am KIT mit einem der leistungsstärksten und zugleich energieeffizientesten Superrechner Europas sehr gut aufgestellt sind“, sagt Jennifer Buchmüller.

Supercomputer am KIT in Karlsruhe: Besondere Rechenleistung katapultierte ihn an die Weltspitze

„Nur ein Rechner, der es auf diese Liste schafft, gilt als echter Supercomputer“, erklärt Buchmüller. „Um HoreKa auf der Liste platzieren zu können, musste die Rechenleistung mit einer speziellen Benchmark-Anwendung vermessen werden“, so Buchmüller. Dabei lösten die Recheneinheiten ein fest definiertes Gleichungssystem. Aus der dafür benötigten Zeit ergibt sich dann die Leistung.

Nicht nur Karlsruhe hat sich im „Ländle“ als Top-Wissenschafts-Standort einen Namen gemacht. Auch im Rest Baden-Württembergs wird die Forschung fleißig vorangetrieben und mit dem nötigen technischen Equipment unterstützt. Nahe der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart* wurde beispielsweise kürzlich der erste Quantencomputer Europas eingeweiht*. *BW24 ist ein Angebot von Ippen.Media.

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