Reha nach Erkrankung

Hunderttausende leiden unter Folgen von Corona - Gesundheitssystem vor Herausforderung

Zwei medizinische Mitarbeiter behandeln einen Covid-19-Patienten.
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Long Covid: Bei einer Corona-Infektion drohen Langzeitfolgen.

Wer schwer am Coronavirus erkrankt, kann selbst nach Genesung noch Langzeitfolgen haben - Long Covid heißt das Phänomen. Für das Gesundheitssystem ist das eine zusätzliche Belastung.

Bad Rothenfelde (dpa) - Vor der Corona-Pandemie absolvierten jährlich rund eine Million Menschen in Deutschland eine Rehabilitation (Reha), um wieder fit fürs Arbeitsleben zu werden, zum Beispiel nach einer Krebs-Behandlung oder einem Schlaganfall. Wenn jetzt einige 100 000 Betroffene mit Long Covid hinzukämen, sei das eine große Herausforderung für das Versorgungssystem, heißt es von der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (Degemed). Derzeit warten Betroffene teilweise noch sehr lange, bevor sie Hilfe bekommen.

Die meisten Berufstätigen können eine Reha über die Deutsche Rentenversicherung beantragen, die zum Beispiel im Bereich Braunschweig-Hannover eine eigene Hotline für Long-Covid-Betroffene eingerichtet hat. Wer nicht bei der Rentenversicherung versichert ist, muss sich an seine Krankenkasse oder -versicherung wenden. Bei einer Anerkennung der Covid-19-Erkrankung als Berufskrankheit beziehungsweise Arbeitsunfall können auch die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse für Leistungen aufkommen.

Ziel einer Reha ist immer, die Menschen zurück in den Job zu bringen. In Folge ihrer Corona-Infektion fehlten in diesem und im vergangenen Jahr Tausende Menschen über Monate am Arbeitsplatz. Das berichteten die Krankenkassen Barmer und AOK Ende Juni. Besonders lange krankgeschrieben waren Covid-19-Patienten den Angaben zufolge nach einem Klinikaufenthalt.

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