Gartenfreude

Gartenarbeit mit den Kleinen: 8 Tipps fürs Gärtnern mit Kindern

Ein Vater und seine Tochter sitzen in einem Beet.
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Gärtnern ist eine tolle Beschäftigung - auch für Kinder.
  • vonCarolin Schulz-Osterloh
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Frische Luft und Natur haben noch keinem Kind geschadet. So können Sie Ihre Kinder spielerisch in die Gartenarbeit einbinden.

Wenn es nach dem kalten Winter endlich blüht, stürmen die meisten Kinder mit ihren Freunden oder dem Fußball in den Garten – nicht selten zum Leidwesen von Mamas Blumenbeet. Spätestens im Biologieunterricht, kommt jedes Kind dann wieder mit dem Thema Pflanzen und Blumen in Berührung, doch wäre es nicht super, wenn Ihr Kind sich mit dem Thema Garten schon von zu Hause auskennen würde? Kindgerechte Gartenarbeit bringt den Kleinen die Gesetze der Natur spielerisch nahe und kann sogar ein richtig schönes Hobby für die ganze Familie werden. Mit diesen acht Tipps binden Sie Ihr Kind spielerisch ins Gärtnern mit ein.

1. Keine Langweile im neuen Hobby

Gemüse anzupflanzen ist eine tolle Idee um mit Kindern zu gärtnern

Ein wichtiger Punkt für die Gartenarbeit mit Kindern ist die Abwechslung. Wenn Sie mit ihnen schlichtweg nur Kräuter pflanzen, wird es schnell langweilig. Allerdings können Sie mit Obst und Gemüsepflanzen ein wenig Abwechslung bringen. Wohlriechende oder besonders hübsche Blumen sind wieder ganz andere, abwechslungsreiche Pflanzen und mit Sträuchern wie Flieder können Sie für Ihre Kinder auch Bienen und Schmetterlinge zum Beobachten anlocken. So lernen die Kinder gleich die Vielfältigkeit der Natur kennen.

2. Schnell wachsende Pflanzen

Kresse ist ideal zum Anbauen zu Hause.

Dass Kinder schnell die Geduld an einem Projekt verlieren können, ist wohl kein Geheimnis und deshalb sollte das Gärtnern auf schnelle Erfolge ausgelegt sein. Am besten eignet sich für die ersten Schritte die Kresse, die schnell wächst und robust ist und bei der die Kinder sich zeitnah über Resultate freuen können. Und: Kresse können auch die Stadtkinder in einem Topf in der Wohnung anlegen.

3. Obst und Gemüse zum selbst ernten

Vor allem Obst- und Gemüsepflanzen bereiten Kindern Freude.

Resultate halten die Motivation oben und wenn man seine selbst gepflanzten Möhren, Tomaten oder Gurken auch noch eigenhändig ernten und essen kann, fühlt man sich als Kind wie der König des Gemüsegartens. Wenn die Kinder dann die Kerne von Apfel, Kirsche oder Melone selbst wieder in die Erde setzen, können sie beim sogenannten „Regrowing“ gespannt warten, ob eine neue Pflanze oder ein Baum entsteht.

4. Ernten und Basteln

Kürbisse sind nicht nur toll im Garten - mit ihnen können Kinder auch toll basteln.

Selbst angebautes Gemüse kann aber nicht nur gegessen werden. Wer in seinem Garten zum Beispiel Kürbisse angepflanzt hat, kann diese zu Halloween ernten und mit seinen Kindern eine gruselige Fratze hineinschnitzen. Da wird das Ernten gleich zum richtigen Fest, bei dem auch andere Kinder und Freunde mit einbezogen werden können.

5. Gleichgesinnte finden

Mit Freunden macht Kindern das Gärtnern besonders viel Spaß.

Zusammen gärtnert es sich für Kinder am schönsten. Deswegen macht es den Kindern besonders viel Spaß, wenn sie dieses Hobby nicht allein ausüben. Fragen Sie vielleicht in der Schule oder im Sportverein nach, ob nicht noch ein anderes Kind Lust auf kleine Gartenexperimente hat. Vielleicht bildet sich bald sogar eine kleine Gärtnertruppe.

6. Sicherheit geht vor

Giftige Pflanzen und Blumen wie Rosen, an deren Stacheln sich Kinder verletzen könnten, eignen sich weniger.

Besonders bei Kindern sollte man auf die Sicherheit der Gartenarbeit achten. Giftige Pflanzen oder Pflanzenschutzmittel bieten sich weder bei Haustieren noch bei Kindern an, und auch Blumen wie Rosen, an deren Stacheln die Kinder sich verletzten können, sind eher nicht zu empfehlen. Einmal verletzt oder gepikst, können die Kinder ganz schnell die Lust auf die Arbeit im Gemüse- oder Blumenbeet verlieren.

7. Kinderwerkzeuge

Für Kinder gibt es extra Werkzeuge und auch Gießkannen, mit denen kleine Hände besser und sicherer umgehen können.

Die richtigen und vor allem kindgerechten Werkzeuge sind ein Muss für die Gartenarbeit mit Kindern. Zum einen sollten Sie aufpassen, dass die Schippen oder Gartenscheren nicht zu Verletzungen führen können, zum anderen sind gewisse Geräte wie Spaten, Dreizack oder Harken für die meisten Kinder schlichtweg zu groß und zu schwer. In vielen Baumärkten und Blumenhandlungen gibt es dafür extra Gartensets für Kinder.

8. Eigenes Projekt gestalten

Viele Kinder freuen sich auch über ihr eigenes Projekt, für das sie allein verantwortlich sind.

Wenn Sie Ihre Kinder in die hohe Kunst des Gärtners einführen, wird bald der Zeitpunkt kommen, an dem sie einige Dinge auch selbst machen wollen. Starten Sie mit ihnen ein „eigenes Gartenprojekt“. Legen Sie zum Beispiel ein kleines Gemüse- oder Blumenbeet an, für das Ihre Kinder „ganz allein“ verantwortlich ist. Wenn Sie sie von Anfang an in die Planung mit einbeziehen, können sie Verantwortung lernen und bleiben motiviert. Aber aufpassen: Machen Sie Ihren Kindern nicht zu viel Druck. Wenn sie sich überfordert fühlen, können sie die Lust am Gärtnern auch ganz schnell wieder verlieren.

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