1. bw24
  2. Welt

Rettungssanitäter behandeln Verletzten - dann eskaliert die Situation

Erstellt:

Von: Isabel Wetzel

Kommentare

Ein Rettungswagen in einer engen Straße.
Wenn es im Einsatz schnell gehen muss, sind Sanitäter gezwungen auch mal mitten auf der Straße zu halten. Einem Mann in Frankfurt passte das überhaupt nicht. (Symbolbild) © Schöning/Imago

Dass die Sanitäter möglicherweise gerade einem Menschen das Leben retten, ist einem 30-Jährigen aus Frankfurt offenbar egal. Immer wieder pöbelt er gegen die Retter.

Frankfurt – Mitten in einem Rettungseinsatz hat ein Mann in Frankfurt* zwei Sanitäter beleidigt und sie von ihrer Arbeit abgehalten. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den Pöbelnden ein, wie die Beamten am Mittwoch (12.01.2022) mitteilten.

Um kurz nach 16 Uhr rückte die Besatzung eines Rettungswagens zu einem medizinischen Notfall beim Hauptbahnhof Frankfurt* aus. Als die Sanitäter ausstiegen und dem am Boden liegenden Menschen zur Hilfe eilen wollten, begann der 30-Jährige einen der beiden verbal anzugreifen. Er stand mit seinem Auto hinter dem Rettungswagen in der schmalen Poststraße und kam nicht mehr vorbei.

Rettungseinsatz am Hauptbahnhof Frankfurt behindert: Anzeige gegen 30-Jährigen

Der Sanitäter fuhr den Rettungswagen daraufhin zur Seite. Der renitente Autofahrer passierte also schließlich den Wagen vorbei und parkte sein Auto. Zusammen mit seiner Beifahrerin verschwand er zunächst von der Einsatzstelle und ging in den Hauptbahnhof Frankfurt. Doch damit sollte es noch nicht genug sein, ergänzte die Polizei in ihrer Mitteilung.

Kurz darauf kehrte der 30-Jährige an die Einsatzstelle zurück und beleidigte die Rettungskräfte erneut. Während diese den Patienten versorgten, stellte er sich außerdem ganz dicht neben sie und redete auf sie ein. Dann griff die Bundespolizei am Hauptbahnhof Frankfurt ein. Die Beamten nahmen den Mann zur Seite und kontrollierten seine Personalien. Schließlich entließen sie ihn mit einer Strafanzeige wegen Behinderung und Beleidigung von Rettungskräften.

Immer häufiger werden Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr Opfer von Attacken. Gerade in der Corona-Pandemie* haben Übergriffe deutlich zugenommen. Erst vor wenigen Tagen beleidigte und attackierte ein Maskenverweigerer am Hauptbahnhof Frankfurt* die Polizeikräfte. Selbst auf der Wache ließ er nicht locker. (iwe) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion