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Dank Start-up: 23-jährige Regensburgerin in der Forbes „30 unter 30“-Liste

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Von: Christian Einfeldt

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Mit 23 Jahren auf der Forbes-Liste: Wie eine Regensburgerin durch die Gründung eines Start-ups zum großen Erfolg kam.

Regensburg – Mit regelmäßig erscheinenden Ausgaben macht Forbes eine Bestandsaufnahme. In Kategorien wie The World‘s Billionaires, Forbes 400 oder The World‘s Most Powerful People misst das US-amerikanische Magazin Menschen an kapitalistischen Maßstäben: Reichtümer, Macht und Einflussnahme. Dass eine 23-jährige Regensburgerin dabei ist, die mit ihrem Start-up ein Zeichen für den Klimaschutz setzen möchte, scheint dabei nur schwer vorstellbar. In Forbes zuletzt bekanntgegebener Liste „Top 30 under 30“ ist genau das jedoch der Fall, wie Merkur.de berichtet. Die reichsten Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit dabei – Katharina Kreutzer, eine 23-jährige Regensburgerin.

Regensburg: Karriere auf dem „zweiten Bildungsweg“ – 23-Jährige jetzt auf der Forbes-Liste

Nachhaltigkeit durch Smart Home, 23 Jahre lang Reifen sammeln für den Klimaschutz: bei allen Maßnahmen zum Zweck der Klimaneutralität kann es durchaus verwundern, dass zuvor noch keiner auf die Idee gekommen war, Versandtaschen aus recycelten Kunststoffen herzustellen. Die 23-jährige Katharina Kreutzer aus Regensburg zehrt nun von dieser Geschäftsidee – und kommt dabei ihrer dem Forbes-Magazin geteilten Hoffnung, ein „Vorbild für junge Frauen“ seien zu können, einen Schritt näher.

Gemeinsam mit ihren Partnern Marc Engelmann und Christian Putz kam ihr die Idee, die sie im November 2022 auf die deutschsprachige Forbes-Liste bringen sollte. Geboren und aufwachsen in Regensburg, besuchte sie zunächst eine Wirtschaftsschule. Wie die Mittelbayerische berichtet, arbeitete sie anschließend im Einkauf eines Supermarktes – der Ort, an dem sie sich das grundlegende Know-how für ihr zukünftiges Geschäft aneignet. Gegenüber forbes.at bezeichnet sie ihren Weg alles andere als „klassisch“. Es sei der viel zitierte „zweite Bildungsweg“, der sie nun also zum „Vorbild für junge Frauen“ aufsteigen lassen könnte.

Zeichen für Nachhaltigkeit im Online-Handel: Regensburgerin will „größtes Müllproblem bekämpfen“

Die heimischen Gefilden von Regensburg hat sie mittlerweile schweren Herzens verlassen. Jetzt lebt und arbeitet sie in Hamburg. Einmal quer durch Deutschland – immer mit dem Ziel vor Augen, einen wichtigen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Bereits nach kurzer Zeit gelang es „Boomerang“ ein großes Netzwerk mit ebenso großer Reichweite aufzubauen. Dass Kreutzer, Putz und Engelmann ihr Start-up so genannt haben, könnte dabei treffender kaum sein.

Statt einmal direkt im Müll zu landen, kann man die Versandtaschen weitaus öfters nutzen. Genau genommen sind es wiederverwendbare Verpackungen, die man bis zu 50 Mal nutzen kann. Die Angaben von Business Insider, dass in Deutschland rund 4,5 Milliarden Pakete pro Jahr verschickt werden, bestätigt die Dringlichkeit eines solchen Verfahrens. Forbes schreibt, dass sich mit dem „Boomerang“-Konzept demnach rund 90 Prozent Müll und bis zu Prozent Emissionen einsparen lassen würden.

Die Hoffnung ist groß, dass Konzepte wie „Boomerang“ eines Tages spürbar auf die Klimakrise einzahlen. Es gilt „gemeinsam eines der größten Müllprobleme unserer globalisierten Welt zu bekämpfen“, sagt das „Boomerang“-Trio gegenüber dem Online-Portal gruender.de. Dass das Forbes-Magazin Unternehmerin Kreutzer zunächst einmal auf die deutschsprachige „Top 30 unter 30“-Liste setzt, zeigt jedenfalls schon jetzt, dass sich das nachhaltige Geschäftsmodell zumindest für die Regensburgerin finanziell auszahlt.

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