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„Es war verrückt“: Flugzeug muss notlanden – weil Passagier zu viel gepupst hat

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Von: Bjarne Kommnick

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Ein Flugzeug ist notgelandet, weil ein Mann zu oft gepupst hat. Sogar die Polizei muss anrücken – und bei all dem soll auch noch Rassismus im Spiel sein.

Wien – Unter Flugbegleiterinnen und Flugbegleiterin ist „Boeing Belly“ ein bekanntes Phänomen. Es bedeutet, dass ein Großteil der Passagiere während eines Fluges vermehrt Blähungen hat. Laut Medizinern und Flugexperten ist es dann tatsächlich wichtig, „Luft abzulassen“. Das erklärt auch, warum man im Flugzeug unbedingt pupsen sollte. Das kann aber auch nach hinten losgehen – oder besser gesagt: nach unten. Weil ein Mann auf dem Weg von Dubai nach Amsterdam zu oft gepupst hatte, musste ein Flug der Transavia Airlines notlanden, wie „indy100.com“ zuvor berichtet hatte

FluggesellschaftTransavia Airlines
HauptsitzHaarlemmermeer, Niederlande
Gründung1965, Maastricht, Niederlande
GründerJohn Nicolaas Block, Pete Holmes

Notlandung in Wien: Passagiere aggressiv, weil Mann in Flugzeug furzt

Den Berichten zufolge hätten zwei Männer, die in unmittelbarer Nähe des pupsenden Mannes saßen, ihn dazu aufgefordert, damit aufzuhören. Als das ihrem Empfinden nach nicht geschehen ist, seien die beiden Männer aggressiv geworden. Daraufhin seien sie beleidigend und handgreiflich geworden, sodass das Bordpersonal einschreiten musste, wie 24hamburg.de berichtet. Übrigens, anders als auf das Pupsen, sollte laut einer Flugbegleiterin auf Toilettenpapier aus dem Flieger auf jeden Fall verzichtet werden.

Airplane Companies Transavia Boeing 737.
Ein Flug der Transavia-Airline musste in Wien notlanden, weil sich Passagiere über einen pupsenden Mann beschwert hatten. © IMAGO/Beata Zawrzel

Das Bordpersonal habe deshalb eine Notlandung eingeleitet. In einer Erklärung der Airline heißt es: „Unsere Crew muss einen sicheren Flug gewährleisten“. Weiter erklärt die Fluggesellschaft: „Wenn Passagiere ein Risiko darstellen, greifen sie sofort ein – unsere Leute sind dafür geschult“. Also hatten die Piloten die Maschine am Flughafen in Wien notgelandet.

Flug macht Notlandung in Wien – Polizei schreitet am Boden ein

Am Boden hätten sich zeitgleich bereits Polizisten positioniert, um die Situation zu schlichten. Nach Hinweisen des Bordpersonals wurden die beiden aggressiven Männer am Weiterfliegen gehindert. Neben den beiden Streitverursachern, mussten zudem zwei Schwestern in derselben Sitzreihe den Flug verlassen.

Die betroffene Passagierin Nora Lachhab erklärte jedoch gegenüber „De Telegraaf“, dass sie nichts falsch gemacht hätten: „Es war verrückt, dass wir rausgeschmissen wurden, wir hatten keine Ahnung, wer diese Jungs waren, wir hatten nur das Pech, in der gleichen Reihe zu sitzen, und wir haben nichts getan.“ Zuletzt machte auch Air Canada negativ auf sich aufmerksam, weil eine Veganerin auf einem Flug veganes Essen bestellt hatte – woraufhin die Airline Wasser servierte – sonst nichts.

Passagierin wirft Airline Rassismus vor: „Crew hat die Dinge aufgemischt!“

Gegenüber der Airline erhebt Lachab schwere Vorwürfe: „Ich kann nur sagen, die Crew war wirklich provokativ und hat die Dinge aufgemischt“. In ihrem Rauswurf sieht Lachab rassistische Beweggründe, weil die beiden Schwestern zwar nicht mit den Männern privat zu tun hätten, jedoch alle vier Marokkanerinnen und Marokkaner sind: „Denkt Ihr manchmal, dass alle Marokkaner Probleme machen? Deshalb lassen wir das auch nicht auf uns sitzen“.

Zwar wurde keiner der vier vom Flug ausgeschlossenen Person von der Polizei festgenommen, jedoch habe die Airline gegen alle vier ein Reiseverbot ausgesprochen. Nicht immer sind Fluggesellschaft ihren Passagieren so schlecht gesonnen, eine Stewardess verrät, mit welchem Trick Fluggäste Gratis-Extras bekommen.

Airline steht zu Rauswurf von zwei Schwestern: „Personal weiß sehr genau, wo die Grenzen sind“

Deshalb hätten sich auch die beiden Schwestern eine andere Fluggesellschaft für die Rückreise nach Amsterdam suchen müssen. Trotzdem steht die Airline zu ihrer Entscheidung. „Unser Personal weiß sehr genau, wo die Grenzen sind. Transavia steht damit hinter dem Kabinenpersonal und den Piloten“. Auf die Rassismusvorwürfe ist die Airline jedoch nicht eingegangen. Immerhin durfte der Mann mit Blähungen nach dem ganzen Stress weiterfliegen.

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