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„Ein Symbolbild für die Dreistigkeit“: Dutzende Autos parken Fußgängerzone zu

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Von: Theresa Kuchler

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Falschparker stehen in einer Fußgängerzone in München-Schwabing
Eine zugeparkte Fußgängerzone in Schwabing sorgt für Unmut auf Twitter. Auch die Polizei äußert sich. © Ines49265168/Twitter/Screenshot

Eine zugeparkte Fußgängerzone in Schwabing erhitzt die Twitter-Gemüter. Bei der Debatte meldet sich auch die Polizei München zu Wort – und kündigt Konsequenzen an.

München – Schon drei Mal ums Karree gefahren und immer noch keine Lücke frei: Wer in München einen Parkplatz sucht, braucht starke Nerven. Aber nur weil der Geduldsfaden am Reißen ist, darf das Auto nicht einfach irgendwie abgestellt werden. In Schwabing scheinen einige Autofahrer anderer Meinung zu sein. Am Montag (20. Juni) parkten sie eine ganze Fußgängerzone zu, wie merkur.de berichtet.

Falschparker in München heizen Twitter-Diskussion an - auch Polizei meldet sich zu Wort

„Ein Symbolbild für die Dreistigkeit“, findet nicht nur eine Twitter-Userin, die ein Foto der Falschparker gepostet hat. Auf dem Bild ist zu sehen, wie knapp zwanzig Autos links und rechts im Fußgängerbereich abgestellt sind. „Wie konnte es eigentlich in Schwabing und anderswo so weit kommen?“, fragt sie in dem Tweet und richtet sich damit direkt an die Polizei München. „Ich würde mich das gar nicht trauen.“

Die Twitter-Nutzer geben ihr recht. Dutzende echauffieren sich in den Kommentaren über die Frechheit der Autofahrer – und fragen sich, wie ein solches Parkverhalten überhaupt möglich sein kann. „Wieso ist da nicht einfach ein Poller?“, wundern sich viele User. Einige Kommentatoren scheinen sich auszukennen. Sie sagen, sei es nicht sinnvoll, die ganze Stadt mit Pollern zuzukleistern. „Die Schilder müssen ausreichen“ und „Abschleppen ist nachhaltiger“, so die Argumente.

Immer wieder taucht auch die Frage auf: Warum werden Fahrzeuge, die derart falsch abgestellt sind, nicht abgeschleppt? Die Polizei München meldet sich zu Wort. „Neben Verwarnungen wurden auch Abschleppungen durchgeführt“, kommentieren sie die hitzige Debatte. Und die Beamten berichten: „Die Örtlichkeit ist uns bekannt und sorgte auch am Wochenende für mehrere Einsätze. Es werden diesbezüglich Gespräche mit der Stadt folgen.“

Dass Falschparken ernsthafte Konsequenzen haben kann, die weit über ein Bußgeld hinausgehen, zeigt auch ein Report der Polizei München: Im Ernstfall bringen rücksichtslose Autofahrer andere sogar in Lebensgefahr. (kuc)

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