Elon Musk

Tesla-Boss verweigert Besuch in Club, weil „Peace“ an der Wand steht

Menschen stehen vor dem Techno-Club Berghain in der Schlange. Links: Tesla-Chef Elon Musk.
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Tesla-Chef Elon Musk wollte offenbar ins Berliner „Berghain“. Aufgrund des „Peace“-Schriftzugs an der Fassade des Kultclubs entschied er sich letztlich um.
  • Julian Baumann
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Elon Musk wollte einem deutschen Club einen Besuch abstatten. Weil dort jedoch „Peace“ an der Wand steht, entschied sich der Tesla-Chef um.

Stuttgart/Berlin - Auf den deutschen Straßen sind immer mehr E-Autos der Marke Tesla unterwegs. Seit dem 25. März produziert das US-Unternehmen die beliebten Fahrzeuge jetzt auch in Deutschland. Tesla eröffnete in Grünheide eine Gigafactory und lieferte die ersten Autos „Made in Germany“ aus. Zu den Premierenkunden der deutschen Tesla-Fabrik gehörte auch ein Unternehmer aus dem Kreis Tübingen. Der Mann nahm eine weite Reise auf sich, um seinen Tesla persönlich von Elon Musk abzuholen.

Elon Musk wollte offenbar in Kultclub in Berlin: Scheiterte der Tesla-Boss an den Türstehern?

Der Tesla-Chef hielt sich Anfang April am Standort seiner neuesten Gigafactory auf und nutzte diesen Umstand, um in das Berliner Nachtleben einzutauchen. Demnach wollte der reichste Mensch der Welt einen der bekanntesten Clubs der Welt besuchen. Ein Spruch an der Wand des Techno-Clubs „Berghain“ im Ortsteil Friedrichshain ließ den Visionär aber umplanen. Das geht zumindest aus einem Tweet hervor, den Elon Musk postete.

Das „Berghain“ in Berlin gilt als einer der bekanntesten und auch umstrittensten Techno-Clubs der Welt. Bekannt ist er zum einen für die oftmals freizügigen und das gesamte Wochenende andauernden Partys, zum anderen aber auch durch das sehr harte Auswahlverfahren an der Tür des Clubs. Viele wartende Besucher werden aus Gründen abgewiesen, die die Betreiber öffentlich nicht kommunizieren. In Berichten ist oftmals von der „härtesten Tür Berlins“ die Rede. Dass die strengen Türsteher um Sven Marquard sogar den Tesla-Boss persönlich abgewiesen haben, wurde spekuliert. Elon Musk selbst nannte in seinem Tweet allerdings einen anderen Grund, warum er sich gegen den Besuch im „Berghain“ entschieden hatte.

Die Bild bezog sich in einem Bericht auf mehrere Augenzeugen, die den Multimilliardär bereits in mehreren Berliner Clubs gesehen haben wollen. So soll Musk unter anderem im Fetisch-Club „Kitkat“ und im Elektro-Club „Sysiphos“ gesichtet worden sein. Dem Tweet des Tesla-Chefs zufolge war er zudem vor dem „Berghain“, entschied sich kurzfristig aber gegen einen Besuch. „Sie haben ‚Peace‘ an die Wand des Berghain geschrieben“, twitterte Elon Musk. „Ich habe den Eintritt verweigert.“ An der Fassade des Berliner Kultclubs steht seit Beginn der Invasion Russlands in die Ukraine tatsächlich das Wort „Peace“ (‚Frieden‘) flankiert von zwei Friedenstauben auf ukrainischen Flaggen.

Tesla-Chef erklärt Ablehnung des Wortes „Peace“ am Kultclub „Berghain“

Elon Musk, der nicht nur Mitgründer und Chef von Tesla, sondern auch Leiter des Weltraumunternehmens SpaceX ist, setzt sich bereits seit Beginn des Ukraine-Krieges für die Menschen in dem osteuropäischen Land ein. Elon Musk schaltete beispielsweise Tesla-Ladesäulen für alle frei, die mit E-Autos aus der Ukraine flüchteten. Dass er sich gerade am Wort „Frieden“ auf der Fassade des „Berghain“ störte, klingt deshalb eher ungewöhnlich. Nur wenige Zeit nach seinem ersten Tweet in Bezug auf den Berliner Kultclub legte der Visionär aber nach. „Frieden. Frieden? Ich hasse dieses Wort“, schrieb er. „Diejenigen, denen der Frieden am Herzen liegt (mich eingeschlossen) brauchen es nicht zu hören. Und diejenigen, denen der Frieden nicht wichtig ist, nun...“

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 4. April 2022. Da er für unsere Leser noch immer eine Relevanz hat, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

Auf Twitter vermuteten dennoch einige Nutzer, der mächtige Tesla-Boss sei schlicht und ergreifend an den Türstehern des „Berghain“ gescheitert. Eine Userin bezog sich beispielsweise auf den US-DJ Felix Da Housecat, dem im Jahr 2015 der Eintritt verweigert wurde und der dem Club anschließend Rassismus vorgeworfen hatte. „Ich hätte nie gedacht, dass es jemanden schlimmer treffen würde, nicht ins Berghain zu kommen, als Felix Da Housecat“, schrieb sie. „Aber hier sind wir.“

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