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DIY: Hochbeet für wenig Platz selber bauen

Bepflanzte Obstkiste auf Stuhl
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Alte Holzkisten lassen sich in wenigen Schritten in ein Hochbeet verwandeln.

Sie leben in der Stadt oder haben Platzmangel, wollen aber ein kleines Beet anlegen. So bauen Sie ein Hochbeet für Ihre Pflanzen.

Sie haben keinen Platz für ein großes Beet in Ihrem Garten oder Sie leben in einer Stadtwohnung und haben nur einen Balkon zur Verfügung, wollen aber trotzdem selbst ein paar Blumen, Kräuter oder Obst und Gemüse anbauen? Kein Problem. Für dieses Beet brauchen Sie nicht viel Platz in der Breite – nur in der Höhe. Wir haben mit Hilfe von „selbermachen.de“ zusammengestellt, wie Sie zu Hause Ihr eigenes Hochbeet anlegen können.

Das brauchen Sie für Ihr eigenes Hochbeet

Zuerst einmal sollten Sie einen Ausflug in den Baumarkt unternehmen, denn für Ihr eigenes Hochbeet brauchen Sie allerhand Materialien. Je nach dem, ob Sie Ihr Hochbeet als einzelnen hohen Kasten oder als ein Gestell mit mehreren Etagen und Kästen im Sinn haben, brauchen Sie verschieden viele und lange Holzlatten. Wahlweise können Sie auch fertige Holzkästen aus dem Baumarkt verwenden. Zum Auskleiden der Kästen benötigen Sie Teichfolie, Noppenbahn oder Gartenvlies, ebenso wie Kaninchendraht. Schrauben und Bohrer oder Nägel und Hammer sind ein Muss und auch Schleifpapier, Schere, eine Wasserwaage und ein Seil werden Ihnen bei Ihrem Bauvorhaben nützen. Darüber hinaus sollten einige Pflastersteine als Sockel oder ein Kiesbett vorhanden sein oder ein anderes Fundament, auf dem das Hochbeet trocken und atmungsaktiv stehen kann. Und dann fehlt natürlich nur noch die Pflanzenerde, ein wenig Rindenmulch und Kompostfüllung für Ihren Kasten.

So wird es gemacht

Messen Sie zunächst aus, wie groß Ihr Hochbeet sein soll. Ihre Holzlatten können Sie sich im Baumarkt passend zuschneiden lassen. Die fertigen Saatkästen (ob gekauft oder selbst zusammengenagelt) können Sie mit Hilfe dieser Latten verbinden und zu einem Gestell zusammenfügen, indem Sie sie auf verschiedenen Höhen an den Latten befestigen. Ob mit Nagel und Hammer oder einem Akkuschrauber bleibt Ihnen überlassen. Passen Sie aber auf, dass das Holz dabei nicht splittert und wenn doch, dann schleifen Sie es wieder ab, damit sich niemand daran verletzen kann. Wenn das Gestell erst einmal steht, sollten Sie die Saatkästen mit verschiedenen Materialien auskleiden.

Die richtige Verkleidung

Der Kaninchendraht kommt nun ins Spiel, denn dieser wird Ihre Pflanzen vor Wühlmäusen und anderem großen Getier schützen, dass sich in Ihr Beet von unten einzugraben versucht. An den Seiten sollten Sie Ihre Saatkästen mit Teichfolie, Noppenbahn oder Gartenvlies auskleiden, um das Holz der Kästen vor Schimmel und Moder zu schützen. Denken Sie aber daran, dass das Wasser aus Ihrem Beet ablaufen muss. Lassen Sie also den Boden entweder frei oder sorgen Sie für genügend Löcher in der Schutzschicht.

Ein guter Sockel

Wenn Ihr Hochbeet zusammengenagelt und mit Schutzfolie und Draht ausgekleidet ist, braucht es eigentlich nur noch ein gutes Fundament, auf dem es stehen kann. Sie haben dies entweder bereits bei den Holzlatten bedacht und diese am unteren Rand überstehen lassen, sodass Ihr Hochbeet auf Holzfüßen steht, oder Sie bauen einen Sockel aus Pflastersteinen. Auch ein Kiesbett funktioniert, solange das Beet nicht direkt in der nassen Erde steht. Dann kann das Holz nämlich schimmeln.

Ein paar wichtige Tipps

Wenn Sie ein Werkelanfänger sind, sollten Sie sich lieber zweimal vergewissern, dass Ihre Konstruktion in Ordnung ist und später nicht zur Seite umfällt. Überprüfen Sie daher mit einer Wasserwage beim Bauen regelmäßig, ob Ihre Bretter und Kästen auch wirklich gerade sind.

Wenn Ihr Hochbeet fertig ist und natürlich perfekt geradesteht, können Sie es trotzdem noch zusätzlich vor dem Umkippen sichern, indem Sie es zum Beispiel mit einer Kordel oder einem Seil befestigen. So kann es auch bei Wind nicht so schnell zu Boden gehen.

Zum Schluss fehlt dann nur noch eins: die Pflanzen. Beginnen Sie damit, die Kästen Ihres Hochbeets mit Holzschnitt auszulegen, gefolgt von einer Schicht Kompost. Darauf folgt die Pflanzenerde, in die Sie Ihre Pflanzen, Blumen und Kräuter setzen können. Zwischen dem Pflanzen empfiehlt es sich, auf der Erdoberfläche noch Rindenmulch zu verteilen, das das Unkraut fernhalten soll und voilá – Ihr Leben als Minibeet-Gärtner kann beginnen.

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