Das zweitgrößte Filmfest Deutschlands findet in Rheinland-Pfalz statt
Idyllische Sommerabende am Rhein, namhafte Auszeichnungen und spannende Diskussionen: Das zweitgrößte Filmfest Deutschlands lockt jährlich zahlreiche Besucher nach Rheinland-Pfalz.
Ludwigshafen - Seit 2015 lockt jährlich ein großes Spektakel sämtliche Filmfans und Schauspielstars nach Rheinland-Pfalz. Das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen hat sich zu einem unverzichtbaren Ereignis entwickelt. Mit seiner malerischen Kulisse am Rheinufer zieht es jedes Jahr rund hunderttausend Besucher an. Ursprünglich mit zwei Kinozelten gestartet, wurde 2018 ein drittes Zelt hinzugefügt, um dem wachsenden Publikumsinteresse gerecht zu werden.

Das zweitgrößte Filmfest Deutschlands findet in Ludwigshafen statt
Zahlreiche Filmstars verbringen gerne ihre Sommerabende auf der idyllischen Parkinsel am Rhein, wo das Festival zwischen der letzten August- und der ersten Septemberwoche stattfindet. Nach der Berlinale ist es das zweitgrößte Filmfest in Deutschland. Die Stars präsentieren ihre neuesten Werke und hoffen, einen der begehrten Preise in sieben Kategorien zu gewinnen.
Ein besonderes Merkmal des Festivals sind die „Strandgespräche“. Diese bieten eine einzigartige Gelegenheit für junge deutsche Regisseure, Produzenten und Schauspieler, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Aus diesen intensiven Diskussionen ging 2005 die „Ludwigshafener Position“ hervor, eine von 22 Filmbranchenpersönlichkeiten unterzeichnete Resolution zur Förderung der künstlerischen Ausrichtung des deutschen Films.

Verleihung des „Preises für Schauspielkunst“ bildet Höhepunkt des Filmfestivals
Das Festival wird großzügig von der Stadt Ludwigshafen, der Sparkasse Vorderpfalz, der GAG Ludwigshafen und seit 2008 auch vom städtischen Klinikum finanziert. Diese breite Unterstützung hat das Festival zu einem wichtigen Treffpunkt für Filmschaffende gemacht. Besucher, die einen längeren Aufenthalt in der „Chemiestadt“ Ludwigshafen planen, können auch viel entdecken.
Ein glanzvoller Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung des „Preises für Schauspielkunst“. Zu den bisherigen Preisträgern und besonderen Gästen zählen Hannelore Elsner, Senta Berger und Werner Schroeter, der hier einen seiner letzten Auftritte vor seinem Tod hatte. Seit 2011 wird der Preis auch an Fernsehproduktionen vergeben, was das Festival noch vielseitiger macht.
Auszeichnungen des Filmfestivals im Überblick:
Ludwigshafener Filmkunstpreis: Seit 2019 mit 30.000 Euro dotiert, wird dieser Preis von einer jährlich neu berufenen Fachjury an den „besten deutschen Film“ vergeben, wobei die ästhetische Qualität im Vordergrund steht. Das Preisgeld wird zu gleichen Teilen an Regie, Produzent und Filmverleih verteilt, bedingungslos. Zusätzlich erhalten zwei weitere Filme eine lobende Erwähnung, die „Ludwigshafener Auszeichnungen“.
Rheingold – Der Ludwigshafener Publikumspreis: Gleichwertig mit dem Ludwigshafener Filmkunstpreis und seit 2018 ebenfalls mit 30.000 Euro dotiert (bis 2017 10.000 Euro). Auch hier erhalten Regie, Produzent und deutscher Filmverleih jeweils 10.000 Euro, bedingungslos. Über den Preisträger entscheidet das Publikum, das die Filme des Programms bewertet.
Preis für Schauspielkunst: Seit 2005 wird dieser Preis an „herausragende Persönlichkeiten der Schauspielkunst“ verliehen.
Autorenpreis Ludwigshafen: Dieser Preis wird seit 2013 an Drehbuchautoren vergeben, die eine „herausragende Arbeit im Bereich von Film und Fernsehen in Deutschland“ geleistet haben.
Regiepreis Ludwigshafen: Seit 2018 wird dieser Preis an Regisseure vergeben, die eine „herausragende Filmarbeit präsentiert haben“.
Medienkulturpreis: Ausgezeichnet wird ein „besonders cineastisch gelungener“ reiner Fernsehfilm, der ohne Kinobeteiligung entstanden ist. Die Vergabe erfolgt durch eine „renommierte Persönlichkeit der Film- und Fernsehwelt“ als Einzeljuror.
Kinderfilmpreis Der goldene Nils: Seit 2014 vergeben. Die Jury besteht aus Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren sowie Redakteuren der Rheinpfalz und dem Kurator Rolf-Rüdiger Hamacher.
Festival des deutschen Films hat sich über die Jahre etabliert
Trotz Herausforderungen wie dem Rheinhochwasser 2013 und der Corona-Pandemie 2020, die eine abgespeckte Open-Air-Version des Festivals erforderte, blieb das Interesse am Festival ungebrochen. Selbst während eines Bahnstreiks im Jahr 2021 besuchten etwa 60.000 Menschen die 315 Aufführungen und 105 Filmgespräche. Diese breite Teilnahme unterstreicht die Bedeutung des Festivals für die deutsche Filmkultur. Informationen zur diesjährigen Jubiläumsfeier des Filmfestes in Ludwigshafen sind bereits verfügbar. Ludwigshafen bietet darüber hinaus noch weitere tolle Ausflugsziele, wie BW24 berichtet.




