Impffrei:Love

Datingplattform für Impfverweigerer: Wo „naturbelassene“ Singles miteinander flirten

Screenshot von impffrei.love
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Das Datingportal „Impffrei:Love“ möchte ungeimpften Singles bei der Suche nach der großen Liebe unter die Arme greifen.
  • David Frey
    VonDavid Frey
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Die Impfdebatte spaltet seit Beginn der Pandemie die Gesellschaft - und kann zum Hindernis beim Verlieben werden. Ein Datingportal will ungeimpften Singles helfen.

Zürich - „Keine impffreien Menschen mehr in deinem Umfeld? Deine Partnerschaft zerbricht an der Impffrage? Lieber Händchen halten... statt Abstand halten?“ Diese Fragen leuchten Besuchern des Datingportals „Impffrei:Love“ auf der Startseite entgegen. Hinter der Initiative steht der Schweizer Verein „Generation Freiheit“ mit Sitz in Zürich, der es sich zum Ziel gesetzt hat, ungeimpfte Menschen zusammenzubringen.

Auf der Flirt-Plattform finden sich jedoch scheinbar nicht nur Schweizer. Den Angaben zufolge haben sich bislang (Stand: 17. Dezember) 8.000 Nutzer registriert, die unter anderem aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Spanien kommen. Der Frauenanteil soll 53 Prozent betragen. Auch das internationale Pendant „Vaccfree:Love“ wurde eingerichtet.

Datingplattform „Impffrei:Love“: Ungeimpfte finden Gleichgesinnte aus der Umgebung

Alisa und Tim aus Deutschland scheinen über das Datingportal zueinander gefunden zu haben. „Eigentlich bevorzugen wir ein Kennenlernen im wahren, analogen Leben. Gemeinsam wollen wir eine bessere und menschlichere Zukunft aufbauen und sind sehr dankbar für diese alternative Plattform“, schreiben sie in einem Erfahrungsbericht. Unterstützung bekommen sie von Sky, ebenfalls aus Deutschland: „Super, dass man sich bei Impffrei:Love jetzt auch mit natürlichen und impffreien Menschen und naturbelassenen Partnern verbinden kann. Und das über die Landesgrenzen hinaus. Ich bin wirklich begeistert.“

Um den passenden Partner zu finden, setzt das Portal auf eine Umkreis- und Kartensuche, mit der Nutzer leichter jemanden aus der eigenen Umgebung finden sollen. Mit dem handelsüblichen „Matching & Swiping“ sollen dann die interessanten Profile herausgefiltert werden. Auch Regionalgruppen zum Austausch sollen existieren, eine App befindet sich offenbar in Planung.

Debatte um Ungeimpfte nimmt Fahrt auf: Forderung nach Impfpflicht und Bußgeld für Impfverweigerer

So schön solch ein Angebot für alle Ungeimpften sein mag; die Debatte um die Personengruppe, die unter anderem als „Treiber der Pandemie“ angesehen wird, nimmt immer mehr Fahrt auf. So drängt etwa Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf eine Impfpflicht. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer fordert ein Bußgeld für Impfverweigerer und bringt einen Betrag von 1.000 Euro ins Spiel.

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