Firma aus Tübingen forscht weiter

Corona-Impfungen: CureVac startet besondere Studie rund um Impfstoff-Kandidaten

  • VonJulia Thielen
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  • Violetta Sadri
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Das Tübinger Unternehmen Curevac forscht an einem Impfstoff gegen Corona. Nun auch mit einer besonderen Studie zur Wirksamkeit der Corona-Impfungen.

Update, 21. Dezember: Während der erste Impfstoff gegen Corona bald in Deutschland zur Verfügung stehen soll, wird in Tübingen noch an einem weiteren Kandidaten geforscht. Curevac startete bereits in die dritte Phase der klinischen Studie zum eigenen Vakzin. Mit einer Studie an Krankenhausmitarbeitern sollen nun noch weitere Informationen zu möglichen Corona-Impfungen hinzukommen. Das berichtet echo24.de*.

Corona-Impfungen: Curevac startet besondere Studie zu Impfstoff

Mit der Studie an 2.500 Mitarbeitern des Universitätsklinikums Mainz soll die Häufigkeit von Antikörpern und Covid-19-Erkrankungen untersucht werden So soll die Wirkung des Impfstoffs gegen Corona bei Krankenhausmitarbeitern weiter erforscht werden, wie ein Unternehmenssprecher von Curevac am Montag mitteilte.

Die Studie solle zeigen, welchen Unterschied der Impfstoff-Kandidat CVnCoV für diese spezielle Personengruppe machen könne, die einem hohen potenziellen Infektionsrisiko ausgesetzt sei, erklärte Lidia Oostvogels, Leiterin des Bereichs Infektionskrankheiten bei Curevac. Mit der ab Dienstag beginnenden Studie erhoffe sich das Unternehmen zusätzliche Erkenntnisse über den Schutz der Impfung für diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe.

Corona-Impfungen: Curevac startet besondere Studie zu Impfstoff-Kandidat

Bereits vor einer Woche hatte das Unternehmen den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie bekanntgegeben. Mit ersten Ergebnissen der Studie mit wahrscheinlich mehr als 35.000 Teilnehmern rechnet Curevac nach Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. In der letzten Phase geht es darum, die Sicherheit und Wirksamkeit von CVnCoV bei Erwachsenen an Standorten in Europa und Lateinamerika zu untersuchen.

Der Curevac-Impfstoff funktioniert ähnlich* wie der des wohl bald in der EU zugelassenen* Kandidaten von Biontech und Pfizer. Auch Curevac setzt auf einen sogenannten mRNA-Impfstoff zur Bekämpfung des Coronavirus. Mit der EU-Kommission hat Curevac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Impfdosen geschlossen. Wie viele Dosen nach Deutschland gehen sollen, sagte das Unternehmen zunächst nicht.

Corona-Impfstoff-Entwickler CureVac startet in die nächste Phase - Zulassung ein Schritt näher

Erstmeldung, 15. Dezember: Maske tragen, Abstand halten ist mittlerweile zur Normalität in Deutschland geworden. Der Kampf gegen das Coronavirus dauert nun schon fast ein Jahr. Immer wieder beschließt die Regierung drastische Maßnahmen zu Eindämmung. Der Weg aus der Pandemie ist lang und hart, die letzte Hoffnung: Der Corona-Impfstoff.

Seit Ausbruch des Virus suchen Forscher nach einem geeigneten Mittel. Der Vorreiter unter den Impfstoffherstellern ist die Firma Biontech aus Mainz. In Großbritannien wurde vergangene Woche der erste Mensch bereits geimpft. In Deutschland wartet man noch auf die Zulassung. Am 15. Dezember kommt endlich Bewegung in die Sache: Laut Bild-Informationen soll der Coronavirus-Impfstoff am 23. Dezember in Deutschland zugelassen werden. Einige Tage später, voraussichtlich an Weihnachten, kann das Impfen beginnen, berichtet echo24.de. Die Impfzentren die größtenteils startklar.

Neben dem Impfstoffhersteller Biontech aus Mainz gibt es auch eine Firma in Tübingen in Baden-Württemberg, die an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht. CureVac rechnet mit einer Zulassung Mitte 2021. Es wäre nicht der Erste, aber laut CureVac-Eigner Dietmar Hopp der Beste*. Jetzt meldet der Hersteller einen weiteren Fortschritt in der Impfstoffentwicklung und macht damit einen großen Schritt Richtung Zulassung. CureVac startet in die dritte und letzte Phase.

CureVac startet in Phase 3: Sicherheit und Wirksamheit des Corona-Impfstoffs werden geprüft

Der erste Proband war der Kanzler der Universität Tübingen, berichtet swr.de. An der Studie sollen rund 35.000 Menschen aus Lateinamerika und Europa teilnehmen. Ein Teil bekommt den mRNA-Impfstoff mit einer Dosis von 12 Mikrogramm, der andere Teil ein Placebo, eine Flüssigkeit ohne Wirkstoff. Somit soll die Sicherheit und Wirksamkeit geprüft werden. CureVac Chef Franz-Werner Haas sagt, dass die dritte Phase „ein Meilenstein in der Entwicklung unsere Impfstoffkandidaten CVnCoV“ sei.

Unterschied zu anderen Impfstoffen

Beide Hersteller, CureVac und Biontech, arbeiten mit einem synthetisch hergestellten Botenmolekül, das im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes anregt. Das löst im Menschen eine Immunreaktion aus und soll so vor dem Virus Schutz bieten. Dadurch sollen mögliche Sicherheitsrisiken verringert werden. Bei herkömmlichen Impfungen werden Viren über Monate angezüchtet und in abgeschwächter Form injiziert.

Nachdem die Probanden geimpft wurden, werden sie ein Jahr beobachtet. Dabei will man herausfinden, wie lange der Impfstoff wirkt und wie sicher er ist. CureVac könnte nach dem Start der dritten Phase eine Notfallzulassung beantragen. Damit könnte der Impfstoff schon im Frühling 2021 verfügbar sein. Genauso lief es bei dem Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech ab. Über die Nebenwirkungen bei CureVac ist bisher noch nichts geplant. Biontech veröffentlichte diese bereits. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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