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Mieter macht sich in der Nachbarschaft „in kürzester Zeit Feinde“

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Von: Miriam Haberhauer

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Ein Münchner Mieter verärgert innerhalb kürzester Zeit seine Nachbarn. Die Hausbewohner schreiben dem Störenfried eine anonyme Botschaft - und drohen mit drastischen Maßnahmen.

München – Hassliebe oder echte Freundschaft: Das Verhältnis zu den eigenen Nachbarn in einem Mehrparteienhaus ist nicht immer einfach. Auch in der Metropole München sorgt das Verhältnis zu den anderen Hausbewohnern gerne mal für Ärger.

„Nachbarschaftsliebe“ in München: „In kürzester Zeit Feinde“ gemacht

Ein Münchner Mieter hatte nun offensichtlich genug von seinem rücksichtslosen Hausgenossen, wie tz.de berichtet. Im Hausflur hing er einen Zettel an die Wand, auf welchem er seinen Mitmieter „höflichst“ um Rücksichtnahme bittet. Andernfalls würden ihm Konsequenzen drohen. Der Instagram-Account „notesofgermany“ teilte ein Foto der anonymen Botschaft – ihre Echtheit lässt sich nicht zweifelsfrei bestätigen. Sie steht aber wohl symbolisch für viele ähnliche Fälle in der bayerischen Landeshauptstadt.

Der unbekannte Nachbar schreibt in seiner anonymen Botschaft: „Sie haben sich in kürzester Zeit Feinde auch in der Nachbarschaft durch ihre Ignoranz [gemacht].“ Konkret gemeint seien damit gemäß dem Aushang „laut telefonieren auf dem Balkon, übermäßig laute TV oder Musik, weit nach 22h“.

„Sehen uns gezwungen Maßnahmen zu ergreifen“: Weitere Konsequenzen angedroht

Der betroffene Hausbewohner fühlt sich durch den Nachbarn derart gestört, dass er sogar weitere Konsequenzen in Erwägung zeihen will: „Wir bitten Sie höflichst dies zu unterlassen, ansonsten sehen wir uns gezwungen Maßnahmen zu ergreifen, die für Sie nachteilig sein werden, auch in Bezug Ihres Mietverhältnisses.“

Ob der Zettel wirklich von allen Hausbewohnern gemeinsam initiiert wurde, ist unklar. Unterschrieben ist die Nachricht jedenfalls mit „Ihre Nachbarschaft“. Der Angesprochene müsste wohl oder übel bei seinen Nachbarn klingeln, um den Autor der anonymen Botschaft zu finden.

Eine Sache fiel den Instagram-Nutzern bei der Botschaft besonders ins Auge: immer wieder wurden Kommata oder einzelne Wörter weggelassen. Unabhängig von den mangelnden Grammatikkenntnissen ist es aber fraglich, ob sich der betroffene Störenfried von der Nachricht beeindrucken lässt. Ein Münchner Rechtsanwalt klärte nun darüber auf, welche Optionen Mieter im Fall von rücksichtslosen Nachbarn haben – oft bleibt nur noch der Rechtsweg.

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