Krypto-Währung

Bill Gates warnt davor, in Bitcoins zu investieren - weil sie enormen Schaden anrichten

Fotomontage: Bill Gates im Vordergrund. Im Hintergrund ein Bitcoin.
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Bill Gates warnt davor, in Bitcoins zu investieren - weil sie enormen Schaden anrichten.
  • Sven Barthel
    VonSven Barthel
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Der Milliardär und Microsoft-Gründer Bill Gates prangerte in einem Interview die schädlichen Auswirkungen der Krypto-Währung Bitcoin an.

Washington - Der Bitcoin-Kurs springt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Mitte März knackte der Preis für eine vollständige Münze der Kryptowährung erstmals fast die Marke von 60.000 US-Dollar. Tendenz weiter steigend. Finanzexperten rechnen mit einem Anstieg des Bitcoins auf 100.000 US-Dollar.

Aussichten, bei denen immer mehr Anlegern Dollarzeichen in den Augen aufblitzen. Zahlreiche Menschen stecken ihr Erspartes in die virtuelle Währungseinheit. Wer im Jahr 2009 zum ersten Wechselkurs des Bitcoins von gerade einmal 7 Cent pro Coin 100 US-Dollar investiert und damit 1.300 Bitcoins erworben hätte, säße nun, 12 Jahre später, auf einem Krypto-Schatz im Wert von 78 Millionen US-Dollar. Peanuts für Multimilliardär Bill Gates, dessen Vermögen auf ca. 124 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Bill Gates: Microsoft-Gründer warnt vor Bitcoin: Kryptowährung ist ein Stromfresser

Im Gegensatz zu vielen seiner Mitmenschen teilt der Microsoft-Gründer die Begeisterung für den Bitcoin nicht. Nicht einmal Elon Musks Milliarden-Dollar-Investment (Merkur.de* berichtete) in Bitcoins konnte ihn dazu animieren, es dem Tesla-Gründer gleichzutun.

In einem Clubhouse-Interview mit dem CNBC-Moderator Andrew Sorkin zu Bitcoin sprach sich der 65-Jährige sogar explizit gegen das 2007 von Satoshi Nakamato erfundene Bezahlsystem aus. Und das, obwohl immer mehr namhafte Banken und Unternehmen sich ein Stück vom Krypto-Kuchen sichern.

Grund für Gates Ablehnung der digitalen Münze ist die Umweltverschmutzung, die bei ihrer Herstellung erzeugt wird. „Die Bitcoin-Generierung verbraucht mehr Strom als jede andere Methode“, so Gates. Die Produktion von Bitcoins, das sogenannte „Mining“, erfolgt über den gemeinsamen Einsatz der Rechenleistung eines Netzwerks. Die Rechenkapazität, die von den Minern zur Verfügung gestellt wird, ist ein echter Stromfresser.

Bill Gates rät von Bitcoin ab: Verbraucht die Kryptowährung mehr Strom als ganz Argentinien?

Somit sind Kryptowährungen mittlerweile zu einem Hauptverursacher des Energieverbrauchs geworden. Die BBC berichtete jüngst über eine Cambridge-Studie, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde. Forscher wollen herausgefunden haben, dass das weltweite Bitcoin-Netzwerk aktuell mehr Strom pro Jahr verbrauche als ganz Argentinien mit seinen 45 Millionen Einwohnern.

Einige Banker und Ökonomen sind ebenfalls überzeugt, dass der Bitcoin ein echter Umweltsünder* ist: „Da der fundamentale Wert von Bitcoin gleich null ist und negativ wäre, wenn eine ordentliche Kohlenstoffsteuer auf seine massive, umweltschädigende und Energie-verschlingende Produktion angewandt würde, sage ich voraus, dass die aktuelle Blase schließlich in einer weiteren Pleite enden wird,“ sagte der Ökonom und NYU-Professor Nouriel Roubini.

Gates sagte im Gespräch mit Andrew Sorkin, dass er es vorziehe, in Unternehmen zu investieren, „die Produkte herstellen“ und nannte Malaria- und Masernimpfstoffe als Beispiele. Gleichzeitig mahnte er die Menschen an, nicht dem Bitcoin-Hype* zu verfallen: „Wenn Sie weniger Geld haben als Elon, sollten Sie wahrscheinlich aufpassen.“

Um den im Zuge der zunehmenden Digitalisierung steigenden Energiebedarf zu decken, will Bill Gates die Welt künftig mit mehr Strom versorgen. Dazu lässt der aktuell viertreichste Mann der Welt gerade eigene Atomkraftwerke entwickeln, denn: „Nur Solarzellen reichen nicht.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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