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Schmerzhafte Erkenntnis: Avocados sind eigentlich gar nicht vegan

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Von: Anna-Lena Schüchtle

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Aine aufgeschnittene Avocado, beide Hälften mit Kern gut erkennbar
Avocados nicht vegan – das postulierte zuletzt eine BBC Quizshow. Tierschützer wissen längst: Strikte Veganer dürften die Frucht nicht essen, denn für die Zucht werden Honigbienen auf „unnatürliche Weise“ benutzt. © YAY Images/Imago

Vor allem bei vielen Veganern sind Avocados mittlerweile ein fester Bestandteil des Speiseplans. Doch ist die gehypte Lifestyle-Frucht wirklich vegan?

Rund um die Avocado entstand in den vergangenen Jahren ein regelrechter Hype. Als Guacamole, im Salat oder morgens als Streifen auf dem Frühstückstoast – vor allem aus der vegetarischen oder veganen Ernährung ist die leckere Frucht aus Mexiko kaum noch wegzudenken. Sie ist nicht nur gesund, reich an ungesättigten Fettsäuren und Kalium, sondern soll angeblich sogar das Risiko für Herzinfarkte und Krebs senken.

Avocados sollen gar nicht vegan sein – TV-Sendung klärt auf

Aber stimmt das eigentlich? Sind Avocados tatsächlich vegan? In der britischen Quizshow „QI“ der BBC soll genau dieser Mythos kürzlich widerlegt und schmerzhafte Fakten zur Lifestyle-Frucht auf den Tisch gelegt worden sein, wie 24hamburg.de berichtet.

Demnach sei der Verzehr von Avocados streng genommen gar nicht vegan. Denn: Für die Produktion der so auch genannten „Butter der Tropen“ kommen Bienen zum Einsatz – wie man es etwa auch von der Herstellung von Honig kennt, bei der die kleinen Insekten in Massenzuchten gehalten und nach Ansicht strikter Veganer „ausgebeutet“ werden.

Bienen werden für die Produktion von Avocados „ausgebeutet“

Genau das darf bei der veganen im Gegensatz zur vegetarischen Ernährung jedoch nicht der Fall sein, weshalb neben Honig auch tierische Erzeugnisse wie etwa Eier, Milch und unter Umständen sogar Zucker für Veganer tabu sind. Bei Avocados ist das ähnlich, was wohl auch den Kandidaten der britischen Quizshow nicht klar war, denn diese antworteten auf die Frage, ob Avocados, Kiwis, Melonen, Mandeln und Butternut-Kürbissen auch Avocados vegan seien, allesamt mit „alle“.

Leider falsch, wie die Moderatorin daraufhin erklärte. Denn Bienen würden für die Produktion „ausgebeutet“ und „auf Lastern weite Wege durchs Land gefahren werden“, da die Pflanzen so schwer zu kultivieren seien. Nach verrichteter Arbeit würden ganze Völker der Insekten in Kisten verstaut und zu den nächsten Feldern transportiert werden.

Diese strenge Auslegung veganer Ernährung verbietet im Übrigen den Verzehr vieler weiterer Gemüse- und Obst-Sorten, bei deren Produktion Bienen zum Einsatz kommen, etwa Gurken, Bananen, Kirschen oder auch Salat. Auch aus anderen Gründen gelten Avocados als gefährliches Superfood - beispielsweise weil deren Transport aus Südamerika nach Europa alles andere als umwelt- und klimafreundlich ist.

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