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Mädchen kommt mit 2-Kilo-Tumor zur Welt - und überlebt stundenlange OP

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Von: Nadja Pohr

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Ein Frühchen liegt in einem Krankenhausbett
Das australische Mädchen kam mit einem 2-Kilo-schweren Tumor auf die Welt. In einer sechsstündigen OP wurde er dem Neugeborenen entfernt. (Symbolfoto) © Guido Kirchner/dpa

Ein neugeborenes Mädchen aus Australien kam mit einem zwei Kilogramm schweren Tumor auf die Welt. Eine Herausforderung für die Ärzte und die Eltern, doch die Kleine zeigte sich kämpferisch.

Brisbane - Eine Schwangerschaft ist für viele Frauen ein ganz besonderes Erlebnis. Bei aller Freude ist jedoch immer auch die Sorge präsent, ob alles gut verläuft und das Kind gesund auf die Welt kommt. Durch verschiedene Techniken der Medizin lässt sich heutzutage vieles vorab feststellen und doch läuft sich nicht immer alles reibungslos ab.

Als im US-Bundesstaat Idaho siamesische Zwillinge zur Welt kamen, rechneten die Ärzte den beiden Mädchen kaum eine Überlebenschance an. Mittlerweile sind die Zwillinge, deren Brustkörbe zusammengewachsen waren, fünf Jahre alt und belehrten die Mediziner eines besseren. Dass die kleinen Wesen häufig stärker sind, als man es ihnen zutraut, zeigt auch die Geschichte eines kleinen Mädchens aus dem australischen Brisbane.

Mädchen kommt mit 2-Kilo-Tumor auf die Welt und überlebt sechsstündige Operation

Der australische TV-Kanal „9news“ teilte auf Instagram die schockierende, aber gleichzeitig auch mutmachende Geschichte des neugeborenen Mädchens namens Saylor Thomson. Bei der Kleinen hatte sich im Mutterleib ein sogenanntes Teratom gebildet. Das ist ein Tumor, der bei etwa einer von 40.000 Geburten auftreten kann, wie Spezialisten des „Mater Mothers Hospital“ in Brisbane erläuterten. Das Foto, das „9news“ veröffentlichte, zeigt den riesigen 2-Kilo-schweren Tumor am Steißbein des Mädchens.

Die Mutter der kleinen Saylor bekam in der 20. Schwangerschaftswoche die Schockdiagnose. Ihrem ungeborenen Baby wurde nur eine Überlebenschance zwischen 25 und 40 Prozent prognostiziert. „Als die Sozialarbeiterin und die Chirurgen zum ersten Mal zusammenkamen, um uns zu sagen, dass Saylor aufgrund der notwendigen Frühgeburt und des Tumors kaum eine Chance hatte, es zu schaffen, habe ich hysterisch geweint“, wird die Frau bei brisbanetimes.com.au zitiert. Als das Mädchen im August in der 28. Schwangerschaftswoche auf die Welt geholt wurde, waren 25 Chirurgen, Neonatologen, Anästhesisten, Krankenschwestern, OP-Kräfte und Hebammen anwesend. Es folgt eine sechsstündige Operation - mit einem Happy End. Das Mädchen hat die OP überlebt.

„Willensstarke kleine Kämpferin“: Beteiligte Chirurgen hatten noch nie so einen großen Tumor gesehen

Inzwischen hat sich das kleine Mädchen „fantastisch erholt“, wie ein Arzt berichtet. Für die beteiligten Chirurgen war der Tumor am Steißbein der größte, den sie je gesehen hatten. Saylor hat während der OP fünf Bluttransfusionen erhalten. Darüber hinaus wurde ihr auch ein Teil des Steißbeins entfernt, um eine Neubildung des Teratoms zu verhindern. Ihr Vater ist deshalb stolz, für ihn ist sein Mädchen eine „willensstarke kleine Kämpferin“. Ihre Geschichte soll anderen Eltern nun Mut machen.

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