Im Juli 2021 Insolvenz angemeldet

Alfons Schuhbeck: Finanzprobleme größer als gedacht? Gläubiger fordern 14 Millionen Euro

Alfons Schuhbeck
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Die finanziellen Probleme von Starkoch Alfons Schuhbeck sind wahrscheinlich größer als bisher angenommen.
  • Patricia Huber
    VonPatricia Huber
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Ende Oktober 2021 konnten Alfons Schuhbecks Firmen aus der Insolvenz gerettet werden. Jetzt sollen Unterlagen zeigen, dass die finanziellen Probleme des Starkochs wohl größer sind, als bisher angenommen.

München - Im Juli 2021 musste Starkoch Alfons Schuhbeck Insolvenz anmelden. Schuld seien damals die Corona-Pandemie und ausbleibende Hilfen gewesen. Ende Oktober desselben Jahres kam dann die überraschende Nachricht: Anonyme Investoren retten einen großen Teil von Schuhbecks Firmen und somit auch 90 Arbeitsplätze, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters damals gegenüber Merkur.de erklärte.

Alfons Schuhbecks Buchführung sei „höchst zweifelhaft“

Doch jetzt kamen neue Details ans Licht, die offenbaren, dass Alfons Schuhbecks Finanzprobleme wohl schon länger bestanden und größer sind, als bisher angenommen. Das berichtet stern.de. Schuhbecks Insolvenzverwalter kritisiert demnach die Buchführung vom Partyservice des Starkochs. Das „Buchwerk“ aus den Jahren 2016 und 2017 sei „höchst zweifelhaft, unvollständig und nicht ausreichend belastbar.“ Zudem seien die Daten ebendieser Firma „unplausibel“, wie Merkur.de berichtet.

Außerdem hat er seit 2017 keine Geschäftsberichte für sein Restaurant, seine Kochschule oder seinen Gewürzladen veröffentlicht, erklärt Bild.de. Hier soll das Bundesamt für Justiz nun ein Verfahren eingeleitet haben, welches hohe Ordnungsgelder zur Folge haben könnte.

Alfons Schuhbeck: Gläubiger fordern 14 Millionen Euro

Stern-Angaben zufolge sieht sich der Koch mittlerweile mit Gläubiger-Forderungen in Höhe von 14 Millionen Euro konfrontiert. Die Forderungen sollen jedoch nicht nur von externen Gläubigern stammen. Nein, die Schuhbeck-Firmen machen auch untereinander Ansprüche geltend, wie das Magazin berichtet.

Als wäre das alles noch nicht genug, laufen derzeit noch Steuermittlungen gegen den Münchner Promi-Koch. Im November erhob die Münchner Staatsanwaltschaft Anklage - ob es zu einem Prozess kommen wird, hat das Landgericht noch nicht entschieden. (ph)

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