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Afrikas größte Elefantendame mit Stoßzähnen gestorben

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Von: Sina Alonso Garcia

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Elefantendame Dida
Majestätische Matriarchin: Elefantenkuh Dida war für ihre bodenlangen Stoßzähne berühmt. © Kenya Wildlife Service /Twitter

Elefantenkuh Dida galt als Afrikas größtes Stoßzahnweibchen. Ende Oktober starb die majestätische Matriarchin nach Angaben von Wildtierbehörden an Altersschwäche. Ihre Fans trauern.

Kenia - Der Kenya Wildlife Service (KWS) vermeldete Anfang November eine traurige Nachricht: Elefantendame „Dida“, Bewohnerin des Tsavo East National Park in Kenia, ist am 31. Oktober in hohem Alter verstorben. Die Matriarchin war zwischen 60 und 65 Jahre alt und galt als größtes Stoßzahnweibchen in Afrika. „Sie starb eines natürlichen Todes aufgrund ihres hohen Alters, nachdem sie ein erfülltes Leben gelebt hatte“, so der KWS. „Dida war eine wahre Ikone unter den Matriarchen von Tsavo und hat ihre Herde durch viele Jahreszeiten und schwierige Zeiten geführt.“

Weit über die Grenzen des Nationalparks hinaus hatte sich die Elefantenkuh zu Lebzeiten einen Namen gemacht. Als Protagonistin verschiedener Dokumentarfilme und Touristenattraktion gewann sie zahlreiche Herzen für sich. Mit ihren bodenlangen Stoßzähnen zählte Dida zu den sogenannten „Big Tuskern“, von denen in Kenia nur noch knapp zehn Stück leben. Durch die Wilderei gelten die Tiere als stark gefährdet. Viele afrikanische Elefanten kommen sogar ohne Stoßzähne zur Welt, weil Wilderer sie deshalb jagen.

Emotionaler Abschied von Elefantendame: „Ruhe in Frieden, wunderschöne Dida“

„Wir sind sehr stolz darauf, einem Elefanten sein volles Leben zu ermöglichen“, schreibt der Kenya Wildlife Service in einer Mitteilung. Der Tsavo East National Park ist das größte Schutzgebiet in Kenia. Anlässlich Didas Tod schreibt der KWS weiter: „Diejenigen, die sie durch Bilder und Videos kennengelernt haben, sowie diejenigen, die das große Vergnügen hatten, sie persönlich zu treffen, werden sich an sie erinnern. Ruhe in Frieden, Dida.“

In den sozialen Netzwerken bekunden zahlreiche Menschen ihre Anteilnahme an Didas Ableben. „So traurig“, schreibt ein Twitter-Nutzer. Er sei der Elefantenkuh einst in der Nähe von Ngutuni begegnet. Offenbar hat das Treffen bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen: „Es war ein beeindruckender Anblick. Diese Momente, in denen man erstarrt, nicht vor Angst, sondern vor Ehrfurcht und Bewunderung. Man fragt sich, wie ein Tier so groß und anmutig werden konnte. Schade, dass sie von uns gegangen ist!“ Auch andere Nutzer zeigen sich betroffen und schreiben von einem großen Verlust. „Ruhe in Frieden, wunderschöne Dida“, heißt es in den sozialen Netzwerken vielmals.

Elefantenkuh Dida stirbt natürlichen Tod - anders als viele ihrer Artgenossen

Für Elefanten in freier Wildbahn ist ein Alter zwischen 60 und 65 vergleichsweise stattlich. In Gefangenschaft werden afrikanische Elefanten nur durchschnittlich 17 Jahre alt, in freier Wildbahn rund 65 Jahre. Im Augsburger Zoo starb ein Indischer Elefant als einer der ältesten Elefanten in menschlicher Obhut: Er wurde 67 Jahre alt. Im Tsavo East National Park wird man Dida derweil nicht so schnell vergessen. Ihr Leben war im Gegensatz zu vielen ihrer Artgenossen frei und selbstbestimmt. Ein Nutzer auf Twitter schreibt passend: „Wenn doch nur alle Elefanten eines natürlichen Todes sterben könnten.“

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