Wunderpflanzen

Mehr als nur schön: 9 nützliche Blumen, die ihr im Gemüsebeet pflanzen solltet

Ein Schmetterling sitzt in einer Wiese voller Lavendel auf einer Blüte.
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Lavendel ist nicht nur wunderschön und duftet gut – er ist auch nützlich.
  • vonCarolin Schulz-Osterloh
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Bunte Blumen sehen nicht nur hübsch aus, sondern können auch nützlich für den Haushalt sein. Diese Pflanzen passen perfekt in euer Gemüsebeet.

Wer hat nicht gern ein schönes Blumenbeet im Garten, auf dem die Schmetterlinge landen und das im Frühling und Sommer frisch duftet. Doch es gibt ein paar besondere Blumen, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch für den Alltag, zum Kochen oder als Heilpflanze sehr nützlich sein können. Wenn ihr außerdem durch die Anpflanzung von verschiedenen Pflanzen eine Mischkultur erzeugt, können die einzelnen Blumen voneinander profitieren. Diese neun Blumen solltet ihr definitiv in eurem Blumenbeet haben, wenn ihr von eurem Garten mehr wollt als nur eine nette Optik. Sie sind nicht nur selbst nützlich, sondern unterstützen auch euer Gemüse.

Zinnie

Zinnien sollten unbedingt einen Platz in eurem Gemüsebeet bekommen.

Die Zinnie ist eine gelbe, orange, pinke oder rote Blume, die die Sonne liebt und am besten auf fruchtbarem Boden wächst. Die sehr bunten Farben der Pflanze ziehen besonders viele Bestäuber an, vor allem aber Schmetterlinge. Sie fressen die Mottenschildläuse, Käfer und Würmer, die sich gern auf Tomaten, Gurken oder Kartoffeln breit machen. Mit ein paar Zinnien im Beet werden demnach ganz natürliche Schädlingsbekämpfer angelockt, die das Gemüse von ungewollten Insekten befreien. Auch im Herbst können Zinnien gepflanzt werden, denn der Monarchfalter mag die Blume ebenfalls gern.

Kamille

Kamille hat viele gesundheitliche Vorteile und hilft auch im Gemüsebeet.

Wer seinen eigenen Kräutergarten anlegen will, der darf auf keinen Fall die Kamille vergessen. Die weiße Blume ist essbar und eignet sich hervorragend als Heilpflanze für Tees, Tinkturen und Cremes, kann aber auch den heimischen Gemüsegarten unterstützen, weil sie den Geschmack der Pflanzen verbessern soll, die um sie herum wachsen. Am besten pflanzt man Kamille zwischen Kohl, Grünkohl, Rosenkohl, Bohnen, Gurken oder Zwiebeln an. Außerdem hilft Kamille gegen Schimmel, Mehltau und Moder und hält so auch einige Schädlinge vom Gemüsebeet fern.

Lavendel

Lavendel ist nicht nur wunderschön und duftet gut – er ist auch nützlich.

Der Lavendel ist wohl vor allem für seinen einzigartigen Duft bekannt. Die kissenförmigen, wie ein Hütchen angeordneten Blüten in Lila erkennt man sofort und die Pflanze ist nicht nur hübsch, sondern auch sehr nützlich. Zum einen wegen des Duftes, denn aus getrocknetem Lavendel kann man wunderbar Lavendelkissen machen, zum anderen, weil gewisse Arten sehr robust sind. Lavendel zieht außerdem Schmetterlinge und Bienen an, stößt mit seinem Duft aber Schädlinge wie Kohlwürmer und sogar große Tiere wie Hasen oder Hirsche ab. Am besten sollte Lavendel neben Sellerie, Brokkoli, Kohl, Rosenkohl oder Blumenkohl gepflanzt werden.

Cosmea

Hingucker in pastellrosa: das anspruchslose Schmuckkörbchen (Cosmea).

Die Cosmea, die auch unter den Namen Kosmee, Schmuckblume oder Schmuckkörbchen bekannt ist, ist eine bunte Blume, die in Weiß, Gelb, Orange, Pink, Lila, Rot und allen Schattierungen dazwischen auftreten kann. Besonders bei warmem Wetter wächst die Cosmea sehr schnell und fast in jedem Beet. Die knalligen Farben locken jede Menge nützliche Tiere wie Bienen und Schmetterlinge an, die entweder die Blumen bestäuben oder Schädlinge wie Würmer und Läuse fressen. Die Cosmea zieht außerdem selbst Blattläuse an, weshalb sie am besten in der Nähe von Gemüsepflanzen stehen sollte, die ebenfalls dafür anfällig sind. So werden die Schädlinge vom Gemüse weggelockt.

Marigold

Die Ringelblume ist auch im heimischen Garten ein richtiger Hingucker und zudem äußerst nützlich.

Die Marigold-Blume, die auch den Namen „Aufrechte Studentenblume“ oder Ringelblume trägt, ist leicht anzupflanzen und kann in fast jedem Klima gut gedeihen. Sie ist mit ihren beinahe plüschig anmutenden Blüten und der knalligen orangen Farbe nicht nur ein Hingucker in Ihrem Garten, sie zieht auch Schmetterlinge und Bienen an und hält lästige Insekten wie Fadenwürmer, die sich gerne in die Tomaten fressen, fern. Am besten machen sie sich deshalb bei den Tomaten, Gurken, Bohnen oder neben anderem Gemüse. Eine Marigold kann übrigens auch Ringelblume genannt werden, ist aber nicht genau das gleiche wie eine Calendula-Ringelblume, die gemeinhin „Topf-Marigold“ genannt wird.

Calendula-Ringelblume

Die Ringelblume ist bekannt für ihre Heilkraft und macht sich zudem hervorragend im Gemüsebeet.

Die Calendula-Ringelblume wird auch „Topf-Marigold“ genannt, ist aber nicht das gleiche wie eine Marigold. Zum einen ist die Ringelblume essbar, die Marigold ist es nicht. Außerdem sind die gelb-orangen Blüten der Ringelblume flacher und haben eine länglichere Form. Die Ringelblume gilt als Alleskönner unter den Blumen, denn die Blüten sind nicht nur lecker in Suppe, Salat, Kräuterbutter oder zum Gemüse, die Blume lockt auch im Beet viele Bestäuber an und kann in beinahe jedem Klima wachsen. Die dicken Wurzeln beugen Unkraut vor und halten außerdem den Boden feucht. Am besten pflanzt man die Ringelblume zwischen Erbsen, Karotten, Salat und Spargel an.

Borretsch erkennt man an seinen bläulichen Blüten.

Borretsch, auch Gurkenkraut oder Kukumerkraut genannt, ist ein Kraut mit lila-bläulichen Blüten, das wegen seines mediterranen Ursprungs vor allem im warmen Klima gut wächst, aber auch in kühleren Gartenbereichen gedeihen kann. Es lockt in erster Linie Bienen und andere Bestäuber an, hält Insekten und Würmer fern und soll außerdem den Geschmack von Tomaten verbessern, wenn es in der Nähe der Tomatenpflanze blüht. Sowohl die Blätter als auch die Blüten der Borretschpflanze können gegessen werden und haben einen gurkenartigen Geschmack, was den Beinamen erklärt. Auch neben Kürbissen und Erdbeeren macht sich Borretsch gut.

Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse schmeckt leicht scharf, da Senföle enthalten sind.

Die Kapuzinerkresse ist eine leicht glockenförmige, orange- bis gelbfarbene Blume, die die Sonne liebt und beinahe überall wächst. Am besten aber macht sich die Kapuzinerkresse im Beet neben Kohl, Kürbis, Zucchini, Rosenkohl oder Brokkoli, denn die Blume lockt Schwebefliegen an. Diese wiederum ernähren sich von den Blattläusen, die die Gemüsepflanzen sonst befallen können, und fungieren somit als natürliche Schädlingsbekämpfer. Auch Schnecken sind kein Fan der Blume und bleiben Ihrem Beet deshalb fern. Ein ganz besonderer Vorteil: Kapuzinerkresse sieht nicht nur hübsch aus und ist nützlich, sie ist auch essbar.

Steinkraut

Eine schöne Kombination für den Garten: gelbes Steinkraut (Alyssum montanum) und Gemüsepflanzen.

Das Steinkraut, auch Duftsteinrich, Strand-Silberkraut oder Strandkresse genannt, ist eine kleine Blume mit runden Blüten, die sich hervorragend als Bodenbedeckung im Garten eignet. Am besten wird sie zwischen Zwiebeln, Schnittlauch, Brokkoli und Karotten gepflanzt, denn die Blume zieht viele nützliche Insekten wie Wespen, Krabbenspinnen, Marienkäfer oder Netzflügler an. Außerdem sorgt das Steinkraut für einen guten Boden für die umliegenden Pflanzen, denn es sorgt für genügend Feuchtigkeit und hält außerdem das Unkraut in Schach.

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