Einfache Helfer

5 Hausmittel, die viel besser gegen eine Erkältung wirken, als Medizin

Eine Frau liegt im Bett und putzt sich die Nase. (Symbolbild)
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Im Herbst ist Erkältungszeit (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Laufende Nase und Kratzen im Hals - die Erkältungssaison hat begonnen. Diese Hausmittel sind besonders effektiv im Kampf gegen die lästigen Viren.

Stuttgart - In der kalten Jahreszeit haben Viren leichtes Spiel: Häufig ist das Immunsystem angegriffen, schnell ist eine Erkältung eingefangen. Manchmal können sich solche Infekte hartnäckig halten. Doch nicht immer muss man sofort zu Medikamenten greifen. Viele Hausmittel sind nicht nur effektiver, sondern auch besser und schonender für den Körper.

BW24 verrät euch, welche fünf Hausmittel besonders gut bei Erkältungen helfen.

1.) Lecker und effektiv: Die gute alte Hühnersuppe

Die Hühnersuppe ist wohl der Klassiker aller Hausmittel gegen Erkältungen. Hierfür benötigt man:

  • Ein Suppenhuhn
  • Ein Bund Suppengemüse und eine Zwiebel
  • Salz und Pfeffer
  • Lorbeerblätter

Das Suppenhuhn etwa ein bis zwei Stunden köcheln lassen, dann das Fleisch vom Knochen lösen und in Mund große Stücke zerkleinern. Das Suppengemüse in die Brühe geben und 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend das Gemüse herausnehmen, das Fleisch wieder zur Brühe geben und Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hühnerbrühe: Viele Menschen schwören auf dieses Hausmittel bei einer Erkältung (Symbolbild).

Die Wirkung ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Die Suppe lässt Schleimhäute abschwellen und lindert die Erkältungssymptome. Welcher Stoff in der Suppe genau die heilende Wirkung hat, ist noch immer nicht gänzlich geklärt. Herausgefunden hat man bisher, dass der in der Suppe enthaltene Eiweißstoff Cystein gegen Erkältungen hilft. Cystein wirkt entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute in Nase, Mund sowie Rachen und unterstützt auch noch die Immunreaktionen des Körpers. Forscher haben zudem herausgefunden, dass Hühnerbrühe eine blutdrucksenkende Wirkung hat und sogar bei Kreislaufbeschwerden hilft, berichtet die ARD.

2.) Trinken, trinken, trinken!

Es wird einem schon von klein auf gepredigt: Viel Trinken ist wichtig. Nicht nur im Sommer bei hohen Temperaturen, sondern auch, wenn man eine Erkältung ausbrütet. Denn: Eine Erkältung reizt die Schleimhäute besonders. Wer viel trinkt, befeuchtet die Schleimhäute. Bekommt man dann noch Fieber, verliert der Körper zusätzlich Flüssigkeit. Da hilft also nur viel Trinken, um dem Körper im Kampf gegen die Erkältung zu helfen.

Viel Trinken ist bei Erkältungen besonders wichtig.

Besonders heiße Getränke wie Tees sind da ideal. Kräutertees tun nicht nur dem gereizten Rachen gut, sondern fördern durch die Wärme auch die Durchblutung.

3.) Mit scharfer Chili werden Viren ausgemerzt

Chili ist nicht jedermanns Sache. Doch bei Erkältungen sollte man seinen inneren Schweinehund überwinden. Denn die Schote wirkt wahre Wunder. Sie heizt dem Körper geradezu ein: Wie auch Tee oder andere heiße Getränke fördert der Chili die Durchblutung der Mundschleimhaut. Das wiederum hilft der Mundschleimhaut, die Viren abzuwehren.

Mit ihrer Schärfe kurbeln Chilis die Durchblutung an.

Die scharfe Note von Chili löst auch den Schleim, macht Nase und Rachen ganz ohne Nasenspray frei. Außerdem tut die „Wärme von innen“ gut, wenn man neben der Erkältung unter Schüttelfrost leidet.

4.) Die Wunder-Knolle Ingwer

Ingwer ist ein wahrer Booster fürs Immunsystem. Schon seit Jahrtausenden wird die Knolle als Heilmittel eingesetzt, die traditionelle chinesische Medizin etwa vertraut seit etwa 2.000 Jahren auf die heilende Wirkung von Ingwer. Grund für die Heilsamkeit sind die Bestandteile des Ingwers, genauer gesagt seine Scharfstoffe und seine ätherischen Öle. Ingwer fördert die Immunabwehr im Speichel und lindert Erkältungsbeschwerden, indem er hilft, Schleim in den Atemwegen zu verflüssigen.

Ingwer wurde schon vor 2.000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt.

Am besten hilft da ein Stück frischer Ingwer, welches mit heißem Wasser aufgebrüht wird. Wem der Geschmack nicht so zusagt, kann das Heißgetränk mit etwas Zitronensaft und Honig verfeinern. Diese Zutaten helfen ebenfalls im Kampf gegen die Erkältungsviren. Zitrone ist reich an Vitamin C, Honig wirkt antibakteriell und beruhigt zudem die Schleimhäute.

5.) Entspannend und wohltuend: Erkältungsbäder

Wärme ist bei Erkältungen besonders wichtig. Nicht nur ein warmer Tee hilft hier, auch ein warmes Bad kann wahre Wunder wirken. Denn der Wasserdampf befeuchtet die gereizten Schleimhäute und klärt die Atemwege. Außerdem kann sich der Körper im wohltuend warmen Wasser entspannen.

Zu heiß sollte das Badewasser allerdings nicht sein. Optimal ist eine Wassertemperatur zwischen 35 und 38 Grad. Zu lange sollte man auch nicht in der Wanne bleiben, 20 Minuten reichen vollkommen aus. Wer allerdings Fieber hat, sollte auf ein heißes Bad verzichten, da die Hitze den Kreislauf belasten kann.

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