Wälder, Dörfer und Berge

Traumhaft: Diese 10 Orte könnten einem Märchen entsprungen sein

EIn Mann läuft aus einem Tor hinaus in die Natur mit einem Koffer in der Hand
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Wer magische Orte sehen will, muss oft gar nicht weit reisen.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Mystische Orte gibt es nicht nur in Legenden und Erzählungen. BW24 zeigt euch 10 märchenhafte Orte, die zum Träumen einladen.

Stuttgart - Verwunschene Schlösser, geheimnisvolle Dörfer und mystische Wälder - solche Orte gibt es nicht nur in Träumen und Märchenbüchern. Manche von ihnen sind zum Greifen nahe. Wir zeigen euch 10 magische Orte, die ihr euch unbedingt ansehen solltet.

1.) Versunkenes Geisterdorf - Kirchturm im Reschensee

Wie der Kirchturm so aus dem türkisblauen Wasser ragt, muss manch einer womöglich an die versunkene Stadt Atlantis denken. Mit der mystischen Unterwasserstadt teilt der Ort Alt-Graun ein trauriges Schicksal: Das gesamte Dorf Graun und ein großer Teil des Dorfes Reschen versank vor knapp 70 Jahren in den Fluten des Reschensees. Bis 1950 gab es dort noch drei Seen: den Reschensee, den Mittersee und den Haidersee. Ersterer ist ein Stausee, der für ein Speicherkraftwerk in der Gegend angelegt wurde.

Der Kirchturm im Reschensee ist inzwischen ein Wahrzeichen geworden und auch ein beliebtes Reiseziel.

Als nach dem Bau der Staumauer der Reschensee gestaut wurde, gingen die Häuser in den Fluten unter. Fast 150 Familien verloren dabei ihr Hab und Gut - und vor allem ihr Zuhause. Lediglich der Kirchturm der Pfarrkirche St. Katharina ist heute vom Dorf noch zu sehen. Zahlreiche Sagen und Geschichten ranken sich seither um das versunkene südtiroler Dorf.

2.) Mystische Riesen: Externsteine im Teutoburger Wald

Viele Märchen werden den Externsteinen im Teutoburger Wald zugeschrieben.

Imposant ragen die Externsteine im Teutoburger Wald (Nordrhein-Westfalen) in den Himmel. Die fünf Sandsteinfelsen zählen zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Deutschlands und stehen sogar unter Natur- und Denkmalschutz. Ihnen werden viele Geschichten nachgesagt.

3.) Eine Reise in eine andere Welt: Das Glenfinnan-Viadukt

Manch einer kennt das Glenfinnan-Viadukt vielleicht aus den „Harry Potter“-Filmen.

Vor allem „Harry Potter“-Fans werden diese Zugstrecke nur zu gut aus den Filmen kennen. Das Glenfinnan-Viadukt an der schottischen West Highland Line scheint in eine andere, magische Welt zu führen. Durch die Filme erlangte das Bauwerk weltweite Berühmtheit. Das rund 380 Meter lange Viadukt wurde zwischen Juli 1897 und Oktober 1898 erbaut und verbindet Fort William und Mallaig miteinander. Es war eine der ersten Brücken, die komplett aus Beton entstand. Während auf der Strecke früher vor allem Fisch transportiert wurde, fahren inzwischen ausschließlich Personenzüge über das Viadukt.

4.) Das Wasserschloss Chenonceau

Frankreich ist voll von wunderschönen Schlössern. Aber das Wasserschloss Chenonceau sticht besonders heraus. Das Anwesen im französischen Ort Chenonceaux wurde direkt ins Flussbett gebaut und scheint daher bei hohem Wasserstand auf der Oberfäche zu schweben.

Ob hier noch eine Prinzessin wohnt? Das Wasserschloss Chenonceau könnte einer Erzählung der Gebrüder Grimm entsprungen sein.

Das Schloss, das auch als „Schloss der Damen“ bekannt ist, wurde 1513 von Katherine Briçonnet erbaut. Seine Bezeichnung hat es zu Recht: Im Laufe der Geschichte veränderten die dort lebenden Frauen das Aussehen des Schlosses immer weiter und gaben ihm die Gestalt, die es bis heute hat.

5.) Hallstatt: Das schönste Dorf Österreichs

Das malerische Dörfchen Hallstatt in Österreich.

Verwinkelte Gassen, schnuckelige Häuser und schneebedeckte Berge machen das idyllische Dorf Hallstatt aus. Das malerische Örtchen liegt am ältesten Salzwerk der Welt und hat diesem auch seine Erbauung zu verdanken. Hallstatt kann auf eine fast 4.000 Jahre alte Vergangenheit zurückblicken. Hier wurden sogar keltische Gräber entdeckt. Lustiger Fun-Fact am Rande: Das Dorf gefiel chinesischen Architekten so gut, dass sie es kurzerhand in der Volksrepublik nachbauten.

6.) Im Auftrag des Erzengels Michael gebaut: die Kapelle auf dem Mont St. Michel

Die Insel Mont Saint-Michel scheint im nächsten Moment wieder im Wasser versinken zu wollen.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, das Schloss und die Häuser könnten im nächsten Moment im Wasser verschwinden. Der 157 Meter hohe Mont St. Michel thront über den weiten Ebenen der Bretagne. Der Legende nach haben wir den Bau der Kapelle auf dem Mont St. Michel dem Erzengel Michael zu verdanken. Dieser erschien einem Bischof im Traum und verlangte den Bau einer Kirche. In den folgenden Jahrhunderten wurden die Klosterbauten immer größer. Heute gilt der Ort als Nationalheiligtum der Franzosen.

7.) Der verwunschene Hoh-Regenwald

Das Moos scheint sich wie ein Teppich über alles im Wald zu legen. Der Hoh-Regenwald liegt im amerikanischen Olympic-Nationalpark im Westen des Bundesstaates Washington. Das satte Grün und die unheimliche Stille macht den Park zu einem mystischen Ort.

Düster und verwunschen: Der Hoh Rainforest im amerikanischen Olympic-Nationalpark.

Am vielen Moos lässt es sich schon erahnen: Der Park gehört zu den regenreichsten Orten in Nordamerika. Die hohe Feuchtigkeit macht den Wald besonders, denn hier herrscht eine einzigartige Flora und Fauna. Auf verschiedenen Wanderwegen lässt sich die verwunschene Gegend erkunden.

8.) Santuario de Las Lajas - einzigartiger Wallfahrtsort

Im Süden Kolumbiens liegt die Santuario de Las Lajas.

Die Santuario de Las Lajas liegt im Süden Kolumbiens. In die Schlucht des Río Guáitara hineingebaut, wirkt die Wallfahrtskirche wie ein Tor in eine andere Welt. Eine Brücke verbindet den Vorplatz der Kirche mit der gegenüber liegenden Talseite. Seit dem 18. Jahrhundert ist die Kirche ein beliebtes Wallfahrtsziel.

9.) Ein Tor in eine andere Welt: Die Rakotzbrücke

Blick durch den Morgennebel auf die Rakotzbrücke im Rhododendronpark von Kromlau.

Auf den ersten Blick scheint es sich hierbei eher um ein Tor zu handeln als um eine Brücke. Vielleicht genau deswegen ist die Rakotzbrücke im Azaleen- und Rhododendronpark im sächsischen Kromlau ein beliebtes Fotomotiv. Sie zählt zu den außergewöhnlichsten Brücken in ganz Europa und ist auch unter dem Namen „Teufelsbrücke“ bekannt. Erbaut wurde sie von 1863 bis 1883. Heute steht die Rakotzbrücke unter Denkmalschutz und darf nicht mehr betreten werden. Schön anzuschauen ist sie aber allemal.

10.) Über den Wolken: Die Burg Hohenzollern

Auch Baden-Württemberg ist reich an schönen Schlössern und Burgen. Die Burg Hohenzollern ist wohl die bekannteste im Land. Die Anlage thront auf einem 855 Meter hohen Berg und bietet Besuchern eine spektakuläre Aussicht über die Schwäbische Alb. Umringt von dichtem Wald scheint die Burg fast schon über den Wolken zu schweben.

Das Schloss Hohenzollern thront über den Wäldern.

Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. verlieh der Burg ihr heutiges Aussehen. Er ließ die einst verfallene Burganlage wieder aufbauen und dabei die vielen spitzen Türme errichten. In der Schatzkammer der Burg in Baden-Württemberg findet sich sogar die preußische Königskrone, ein wichtiges Relikt der deutschen Geschichte. 

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