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Was dem VfB Stuttgart in der Winter-Transferperiode bevorstehen könnte

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Von: Niklas Noack

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Die Wintertransferperiode ist ab dem 1. Januar 2023 geöffnet. Auch der VfB Stuttgart könnte dann auf dem Markt zuschlagen, müsste aber zuvor frisches Geld einnehmen.

Stuttgart – Bruno Labbadia hat die Zügel beim VfB Stuttgart mächtig angezogen. Ursprünglich sollte sich das Team erst im neuen Jahr zusammenfinden, doch der Coach bittet jetzt bereits am Donnerstag (29. Dezember) zu einer Einheit, bevor der gesamte Tross am 2. Januar ins spanische Marbella ins Trainingslager reist. Dort will Labbadia die Arbeit mit seiner Mannschaft intensivieren und in Sachen Taktik und Fitness den Grundstein für eine erfolgreiche Mission Klassenerhalt legen.

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Borna Sosa liebäugelt mit einem Abschied vom VfB Stuttgart

Wer dem Trainer im Kampf um den Abstieg zur Verfügung stehen wird, ist jedoch fraglich. Denn um manch einen VfB-Star halten sich die Wechselgerüchte hartnäckig. Allen voran bei Borna Sosa, der bei der WM in Katar mit Kroatien den dritten Platz belegte und schon während des Turniers mit einem VfB-Abschied liebäugelte: „Natürlich will jeder Spieler vorankommen und seine Karriere weiterentwickeln. Ich bin mir sicher, dass es nach der WM auch bei mir so sein wird.“

Gerüchten zufolge soll Inter Mailand am Linksverteidiger interessiert sein. Wie ernst diese Spekulationen sind, bleibt allerdings abzuwarten. Der VfB dürfte bei einer Ablösesumme von 20 Millionen verkaufsbereit sein. Einerseits haben die Schwaben die Zügel in der Hand, da Sosas Vertrag noch bis 2025 läuft. Andererseits ist der VfB finanziell angeschlagen und Neu-Coach Labbadia hätte sicherlich nichts gegen Neuverpflichtungen einzuwenden, für die es wiederum frisches Geld bräuchte. Als Sosa-Ersatz soll Maximilian Mittelstädt von Hertha BSC in Frage kommen.

Mit Dinos Mavropanos und Hiroki Ito könnten den VfB zwei weitere Abwehrspieler verlassen

Ebenfalls ade könnte Abwehrrecke Dinos Mavropanos sagen. Wie die Bild zuletzt berichtete, hat Atlético Madrid Interesse am Griechen bekundet. Konkret wurde es bislang aber nicht. Unter 15 Millionen Ablöse dürfte der VfB bei Mavropanos nicht gesprächsbereit sein.

Mavropanos jubelt nach seinem Treffer
Ob Dinos Mavropanos (Foto) schon über einen Abschied vom VfB Stuttgart nachdenkt? © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

Etwas abgekühlt ist derweil die Gerüchteküche um Hiroki Ito. Der Verteidiger, der mit der japanischen Nationalmannschaft in Katar am Start war, soll bei der AS Rom auf dem Zettel stehen. Die Stuttgarter lotsten Ito einst für den Schnäppchenpreis von 400.000 Euro an den Neckar, sodass sie durch einen Verkauf einen satten Gewinn vermelden könnten. Bisher scheint es aber kein möglicher Abnehmer ernst zu meinen.

Josuha Guilavogui im VfB-Visier

Einer, den Labbadia offenbar gerne in seinem Kader sehen würde, ist Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg. In seiner Amtszeit bei den Wölfen hatte Labbadia den defensiven Mittelfeldspieler schätzen gelernt und ihn sogar zum Kapitän gemacht. Interesse an einem Wechsel könnte Guilavogui haben, da er unter VfL-Trainer Niko Kovac seinen Stammplatz verlor. Allerdings soll der Profi beim Werksklub fast vier Millionen Euro verdienen. Eine Summe, die für den VfB nicht stemmbar wäre, sodass Guilavogui im Falle eines Wechsels an den Neckar Abstriche machen müsste.

VfB-Trainer Bruno Labbadia setzte schon in seiner Zeit beim VfL Wolfsburg auf Josuha Guilavogui.
VfB-Trainer Bruno Labbadia (l.) setzte schon in seiner Zeit beim VfL Wolfsburg auf Josuha Guilavogui. © IMAGO/Christian Schroedter/IMAGO/Eibner/Montage/BW24

Neben dem erfahrenen Defensivallrounder könnte VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth noch einen Youngster verpflichten. Dabei ist die Rede von Jovan Milosevic vom serbischen Erstligisten FK Vojvodina. Der 17-Jährige, an dem bereits Ex-Kaderplaner Sven Mislintat baggerte, gilt als bulliger Stürmer mit Perspektive.

Was VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth zu den Stuttgarter Leihspielern sagt

Ärgerlich ist derweil die Situation um die Leihspieler des VfB. Acht Profis, die in Stuttgart noch unter Vertrag stehen, suchen aktuell in der Fremde ihr Glück, doch finden es kaum. Bis auf Jungspund Alexis Tibidi, der beim Klose-Klub SCR Altach aufblüht.

Wohlgemuth sagte zur Bild, dass die „Spielpraxis für diese Anschlussspieler das eigentliche Motiv für die Vereinbarung solcher Leihgeschäfte“ sei. „Und gerade an dieser Stelle liegen wir weit hinter den Erwartungen“, so der Stuttgarter Sportdirektor. Eine Lösung des Problems könnte sein, dass man für die betroffenen Spieler neue Klubs sucht. Ömer Beyaz, der an den 1. FC Magdeburg ausgeliehen ist, trainiert sogar schon wieder in Stuttgart. Auch bei Mateo Klimowicz (Arminia Bielefeld) soll eine Rückkehr im Winter zur Debatte stehen.

Wenn am 21. Januar (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) für den VfB mit der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 die Bundesliga wieder losgeht, dürften die Leihspieler jedoch keine Schlüsselrolle einnehmen. Dann wird aber interessant sein, auf welche Profis Labbadia in seinem ersten Pflichtspiel seit seiner VfB-Rückkehr setzen wird. Allerdings könnte es auch danach noch zu Veränderungen im Kader kommen, denn das Wintertransferfenster schließt erst am 31. Januar 2023.

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