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VfB Stuttgart: Fans hoffen auf Erklärungen von Vorstandsboss Alexander Wehrle

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Von: Niklas Noack

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VfB-Boss Alexander Wehrle stellt am Montag (12. Dezember) Trainer Bruno Labbadia und Sportdirektor Fabian Wohlgemuth im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Unzufriedene Fans hoffen dabei auf Erklärungen für die zuletzt getroffenen Entscheidungen.

Stuttgart - Man solle sich etwas „entspannen“. Das war der heiße Tipp, den Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, den Fans mehrfach ans Herz legte. Der Grund: Viele der Anhänger warteten sehnlichst auf die Vertragsverlängerung des einstigen Sportdirektors Sven Mislintat.

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VfB Stuttgart: Viele Fans standen hinter Sven Mislintat

Jedoch vergebens: Mislintats Kontrakt, der ursprünglich bis Sommer 2023 lief, wurde inzwischen aufgelöst. Zum Ärger vieler VfB-Fans, die zuvor sogar mit einer Petition versucht hatten, den Sportdirektor zu unterstützen. Mehr als 12.000 Menschen unterschrieben diese und forderten damit seine Vertragsverlängerung.

So ist es kaum verwunderlich, dass sich die Stuttgarter Anhängerschaft nach der Mislintat-Entlassung alles andere als „entspannt“ zeigte. Hinzu kam die Entscheidung, nach der Freistellung von Coach Pellegrino Matarazzo auf den alten Haudegen Bruno Labbadia zu setzen, die sich für viele wie ein Rückschritt anfühlte.

Bruno Labbadia zeigte in der Vergangenheit nicht nur beim VfB Stuttgart, dass er Abstiegskampf kann

Verständlicherweise, immerhin trainierte Labbadia bereits zwischen 2010 und 2013 den VfB. Zwar durchaus erfolgreich, aber für die Entwicklung einer jungen Mannschaft stand der Trainerfuchs nie. Eher hat er den Ruf eines sogenannten Feuerwehrmannes, der darin geübt ist, wankende Bundesligaklubs vor dem Abstieg zu retten. Dies gelang Labbadia bereits beim VfB, aber auch als Coach des Hamburger SV, des VfL Wolfsburg sowie bei der Hertha aus Berlin.

In Stuttgart steht er derweil wieder vor einer schwierigen Mission, denn die Schwaben rangieren auf dem Relegationsplatz und Labbadia muss eine junge Mannschaft davon überzeugen, ihm zu folgen. Wie er das anstellen will, wird er am kommenden Montag (12. Dezember, 13 Uhr) erklären.

VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle
VfB-Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle muss sich bei der Pressekonferenz am Montag (12. Dezember) vielen Fragen stellen. © Marijan Murat/dpa

Dann wird Vorstandsboss Wehrle im Rahmen einer Pressekonferenz den Trainer sowie den neuen Sportdirektor Fabian Wohlgemuth vorstellen. Dabei wird sich Wehrle auch für viele der zuletzt getroffenen Entscheidungen rechtfertigen müssen. Zumindest erwarten die Anhänger Erklärungen, wie es in den sozialen Medien zu vernehmen ist.

Ob er die VfB-Fans besänftigen kann? Vermutlich nicht. Jedenfalls geht in den sozialen Netzwerken schon wieder eine Unterschriftenaktion herum, mit der man eine außerordentliche Mitgliederversammlung erwirken will. Die Anzahl der Unterstützer ist (Stand jetzt) längst nicht so groß wie bei der Mislintat-Petition. Doch Fakt ist: Teile der Fans haben zumindest das dringende Bedürfnis, den Verantwortlichen des VfB Stuttgart ihre Meinung zu sagen.

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