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VfB-Trainer Matarazzo greift in psychologische Trickkiste, um Frust abzuschütteln

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Von: Niklas Noack

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Trainer Pellegrino Matarazzo vom VfB Stuttgart arbeitet akribisch.
VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo (M.) arbeitet beim Training akribisch mit seinen Profis. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

Der VfB Stuttgart steht vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg unter Druck. Nach sieben sieglosen Spielen in Folge muss Trainer Pellegrino Matarazzo in die psychologische Trickkiste greifen.

Stuttgart - Es gibt verschiedene Gründe, warum es dem VfB Stuttgart in dieser Saison bislang nicht gelang, ein Bundesligaspiel zu gewinnen. Nicht jede Leistung der Schwaben war schlecht, wie unter anderem der beherzte Auftritt beim FC Bayern München (2:2) zeigte.

Fakt ist aber, dass der VfB erst magere fünf Zähler auf dem Konto hat und neben größeren Kalibern wie den Bayern auch schon zwei Aufsteiger als Gegner hatte, gegen die ebenfalls keine drei Punkte heraussprangen. Hinzu kam ein unterirdischer Auftritt im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (1:3), bei dem sich der VfB nicht auf Bundesliganiveau zeigte.

VfB Stuttgart: Matarazzo hat taktischen Kniff gegen mangelndes Selbstbewusstsein parat

Dementsprechend dürfte das schwäbische Selbstvertrauen am Boden sein. Ein Problem, das Matarazzo durch einen taktischen Kniff „unabhängig vom Selbstvertrauen“ lösen möchte. So wolle er vermehrt auf die Arbeit gegen den Ball und Pressingsituationen setzen: Man brauche „keine breite Brust, um leidenschaftlich zu verteidigen, sondern nur Arbeitsmentalität“, sagte der Coach zuletzt.

Aber auch im Training griff Matarazzo vor dem wichtigen Wolfsburg-Spiel (Samstag, 1. Oktober, 15.30 Uhr/Sky) in die psychologische Trickkiste. Auf BW24-Nachfrage verriet der Coach bei der Pressekonferenz, seine Spieler immer wieder gereizt zu haben. Durch bestimmte Herausforderungen wollte er „Emotionen provozieren“, die den Frust der vergangenen Partien vergessen machen. Dafür müsse er bei einzelnen Übungen eine besonders hohe Erwartungshaltung an den Tag legen und die „Jungs“ schon mal härter anpacken, „falls was nicht klappt.“

VfB-Trainer Matarazzo fordert seine Schützlinge heraus

Auch athletische Reize, wie Sprints im ermüdeten Zustand, seien durchaus sinnvoll, sagte Matarazzo und erklärte: „Spieler, die nach dem Training auf dem Boden liegen, sind auch mal gut.“ Die würden zwar erst am nächsten Tag den Effekt merken, aber dann zu dem Entschluss kommen: „Ich hatte kein Bock und ich habe es nicht verstanden, aber es war gut.“

Generell war Matarazzo mit der Trainingsleistung in der Länderspielpause zufrieden. Seine Mannschaft habe gut mitgezogen, „aber das machen sie immer“, schob Matarazzo nach und gab sich im Hinblick auf die Partie in Wolfsburg kämpferisch: „Jetzt gilt es, das im Spiel umzusetzen.“

Die Partie des VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg sowie alle Infos rund um das Kellerduell könnt Ihr in unserem Liveticker verfolgen.

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