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VfB Stuttgart droht böses Erwachen, weil der unbändige Wille fehlt

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Von: Niklas Noack

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VfB-Coach Pellegrino Matarazzo nach der Pleite gegen Wolfsburg sichtlich enttäuscht.
VfB-Coach Pellegrino Matarazzo nach der Pleite gegen Wolfsburg sichtlich enttäuscht. © Eibner-Pressefoto/Bahho Kara/IMAGO

Dem VfB Stuttgart fehlt zurzeit der unbändige Wille, Gegner niederzukämpfen. Eine Tugend, die für den Klassenerhalt dringend gebraucht wird. Ein Kommentar.

Stuttgart - Ohne Frage, der VfB Stuttgart hat im Kellerduell beim VfL Wolfsburg eine ordentliche Leistung abgerufen. Gerade in der zweiten Hälfte waren die Schwaben den harmlosen Wölfen überlegen. Doch am Ende war es eben trotzdem der VfL, der in der Nachspielzeit das 3:2 bejubelte - und nicht der VfB.

Was ein Riesenproblem ist. Denn, wenn es den Schwaben nicht gelingt, gegen die direkten Nachbarn am Tabellenabgrund zu gewinnen, wann wollen sie sich dann die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sichern?

VfB Stuttgart ließ schon gegen Werder Bremen wichtige Punkte in der Nachspielzeit liegen

Im Duell mit Aufsteiger Werder Bremen hatte der VfB ein ähnlich ordentliches Match wie in Wolfsburg absolviert und führte lange mit 2:1. Bis in die Nachspielzeit, als Oliver Burke in der 95. Minute den Ausgleich erzielte. Bremen zeigte in dieser heißen Phase des Spiels unbändigen Erfolgswillen, während der VfB schlafmützig agierte und wichtige Punkte aus der Hand gab.

VfB Stuttgart verpasst trotz Überlegenheit die Entscheidung gegen den VfL Wolfsburg

Die Schlafmützigkeit ist das eine Problem. Immer wieder leistete sich der VfB in dieser Spielzeit schon Phasen, in denen die Matarazzo-Schützlinge unkonzentriert agierten. Dies zeigte sich vor allem in den vielen frühen Gegentoren der bisherigen Saison, oder in Wolfsburg, als sich die Stuttgarter die Verschnaufpause nach der 1:0-Führung gönnten und postwendend den Ausgleich kassierten. 

Noch schlimmer ist aber, dass der VfB den Siegeswillen auf dem Platz vermissen lässt. Keine Frage, man kann ihnen nicht absprechen, gewinnen zu wollen. Allerdings gelingt es den Profis einfach nicht, diesen Willen auf den Platz zu zeigen.

In der zweiten Hälfte fand Wolfsburg so gut wie gar nicht statt und der VfB kontrollierte das Geschehen auf dem Platz. Aber von einem schwäbischen Feuerwerk, das nötig wäre, um solch ein enges Spiel für sich zu entscheiden, fehlte jede Spur. Zu zögerlich präsentierten sich die Cannstatter Jungs und dürften sich nach dem Nachspielzeit-Nackenschlag durch die bis dahin harmlosen Wölfe wie in einem Albtraum fühlen.

Fünf Punkte nach acht sieglosen Partien stehen jetzt zur Buche. Gelingt es den Schwaben weiter nicht, die für den Klassenerhalt nötige Tugend abzurufen, einen Gegner mit unbändigen Willen niederzukämpfen, wachen sie am Ende in der 2. Liga auf.

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