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VfB Stuttgart verpatzt selbstverschuldet Saisonstart und schlittert in Richtung Krise

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Von: Niklas Noack

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Pellegrino Matarazzo, Trainer des VfB Stuttgart, ist nach der Partie gegen den FC Schalke 04 nachdenklich.
VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo ist nach der schlechten Leistung seines Teams nachdenklich. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Der VfB Stuttgart ist gegen den FC Schalke 04 über ein 1:1 (1:1) nicht hinausgekommen. Damit ist nach fünf Spieltagen der Fehlstart perfekt.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart tritt auf der Stelle. Im Duell gegen den Aufsteiger FC Schalke 04 (1:1) waren die Schwaben zunächst überlegen und gingen verdient in Führung. Doch nach dem 1:1-Ausgleichstreffer, den ausgerechnet Ex-VfB-Stürmer Simon Terodde nur wenige Minuten später erzielte, verloren die Schwaben komplett den Faden.

„Es war eine ordentliche Anfangsphase, aber keine gute. Alles andere war nicht ausreichend“, fasste Trainer Pellegrino Matarazzo zusammen, der das „erste schlechte Saisonspiel“ seiner Mannschaft gesehen haben will. Der 44-Jährige ärgerte sich besonders über das Offensivspiel, das laut ihm nicht stattgefunden habe. Zudem monierte er „viele unnötige Ballverluste“ und das fehlende „Timing“, was zu einer Unruhe im Stuttgarter Spiel führte. „So kann man nicht gewinnen“, brachte es Matarazzo durchaus sauer auf den Punkt.

VfB Stuttgart: Sven Mislintat ärgert sich über die Gelb-Rote Karte von Josha Vagnoman

Sportdirektor Sven Mislintat sah es ähnlich. Allerdings ließ dieser den Platzverweis von Josha Vagnoman in die Analyse miteinfließen: „In Gleichzahl hätten wir die Chancen nicht kassiert“, so Mislintat, der damit die Schalker Druckphase kurz vor dem Ende ansprach. Außerdem seien beide Gelbe Karten gegen den VfB-Rechtsverteidiger ein Witz gewesen, schimpfte der Sportdirektor, der sich aufgrund der Schiedsrichterleistung sogar in Sarkasmus flüchtete.

Im Vergleich zum Unmut gegen den Referee, hielt sich Mislintats Kritik an der Mannschaft regelrecht in Grenzen. Vielmehr stellte er heraus, dass seine Schützlinge gegen Schalke, wie schon beim 1. FC Köln (0:0) vergangene Woche, nach einem Platzverweis über weite Strecken zu zehnt spielten.

In diesem Kontext müsse man auch die bisherige Punkteausbeute von lediglich vier Zählern aus fünf Partien bewerten - darauf legte der Sportdirektor wert. „Wir hätten drei bis vier Punkte mehr verdient“, rechnete Mislintat zunächst vor, bevor er selbst einräumen musste: „Es nutzt aber nichts.“

VfB Stuttgart droht erste Saisonkrise

Einfacher wird es für den VfB Stuttgart jedenfalls nicht. Denn am kommenden Samstag (10. September, 15.30 Uhr/Sky) gastieren die Schwaben beim Dauermeister FC Bayern München, der nach zwei sieglosen Partien infolge mit Wut auftreten dürfte. Im nächsten Heimspiel empfängt der VfB dann Eintracht Frankfurt. Zwei gewaltige Brocken, gegen die es schwer wird, den auch durch die Platzverweise selbstverschuldeten Fehlstart wiedergutzumachen. Eher droht den Schwaben die erste Krise der Saison.

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