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VfB Stuttgart reist in die USA und spielt gegen Köln - Fans halten es für „gigantischen Bullshit“

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Von: Nadja Pohr

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Borna Sosa (links) im Zweikampf gegen Anthony Modest
In der vergangenen Saison sicherte sich der VfB Stuttgart den Klassenerhalt dank eines Siegs gegen den 1. FC Köln. Im November treffen die beiden Klubs nun in Texas vor besonderer Kulisse aufeinander. © IMAGO/Sven Simon

Im November reist der VfB Stuttgart in die USA und präsentiert dort gemeinsam mit dem 1. FC Köln und der DFL die Bundesliga. Von den Fans der Klubs hagelt es jedoch Kritik.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart will vom 14. bis 21. November auch international begeistern und reist für diese Tage in die USA. Dort nutze man im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die spielfreie Zeit, um die Bundesliga auf dem amerikanischen Markt zu präsentieren. Geplant ist unter anderem ein Testspiel in Texas gegen Ligakonkurrenten 1. FC Köln. Gegen den Klub konnte der VfB in der vergangenen Saison in letzter Minute den Klassenerhalt sichern.

„Wir verkürzen die lange, WM-bedingte Pause für das Team durch diese Reise absolut sinnvoll und tun etwas für die Internationalisierung nicht nur des VfB, sondern auch der Bundesliga insgesamt“, teilte VfB-Vorstand Alexander Wehrle mit. Während Wehrle sich sicher ist, dass man dadurch positive Werbung für den VfB mache und zugleich der Mannschaft um Trainer Pellegrino Matarazzo eine unvergessliche Reise biete, sind die Fans der Schwaben eher skeptisch.

Kritik der Fans für USA-Reise des VfB Stuttgart und 1. FC Köln: „Sorry, kein Verständnis“

Gerade nach der Corona-Pandemie und in Zeiten der Energiekrise sowie der hohen Inflation können die Fans des VfB Stuttgart und des 1. FC Köln keine positiven Worte für die Reise finden. Das Thema Nachhaltigkeit ist für die Anhänger der größte Kritikpunkt. „Also sorry VfB - nachhaltige Trikots und Aktionen hin oder her, aber in die USA zu fliegen, um (unter anderem) mit einem Testspiel gegen Köln die Bundesliga auf dem amerikanischen Markt zu repräsentieren ist gigantischer Bullshit“, ärgert sich ein Fan aus Stuttgart.

„Warum in Deutschland ein Testspiel, wenn man auch totaaaal ökologisch und nachhaltig nach Texas fliegen kann“, kommentiert hingegen ein anderer Fan ironisch. „Was für ein Schwachsinn“, findet ein weiterer. „Einen Test gegen den VfB hätte man sicherlich auch woanders austragen können. Sorry, kein Verständnis“, schreibt ein Köln-Fan. Die Aufregung können andere wiederum nicht nachvollziehen. „Die Bundesliga tut gut daran, ihre Auslandsvermarktung zu stärken, um nicht in der internationalen Bedeutungslosigkeit zu versinken“, argumentiert ein Nutzer. „Gönnt denen doch die USA-Reise“, äußert ein anderer.

VfB Stuttgart will CO2-Ausgleich mit Unterstützung von Klimaschutzprojekten schaffen

Noch in der ersten Runde des DFB-Pokals wurden alle Spiele eine Minute später als geplant angepfiffen, um auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen. Die USA-Reise der beiden Bundesligisten durch die DFL scheint daher unangebracht. Den Schwaben ist das wohl bewusst: Wie der Verein bekannt gab, werde man den CO2-Ausstoß berechnen und zum Ausgleich Klimaschutzprojekte des VfB-Partners Naturschutzbund Deutschland (NABU) unterstützen. Auffällig ist auch, dass der VfB Stuttgart bislang in den sozialen Medien nichts über die Reise veröffentlicht hat.

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