Kantersieg gegen Sandhausen

Trainer Pellegrino Matarazzo führte den VfB-Stuttgart mit einem waghalsigen Plan zum 5:1-Sieg

VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo hatte von seinen Spielern mehr Mut gefordert. Im Spiel gegen den SV Sandhausen ging er mit gutem Beispiel voran - und wurde belohnt.

  • VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo hat vor dem Spiel gegen Sandhausen Mut bewiesen - und war damit erfolgreich.
  • Der VfB Stuttgart gewann das Spiel gegen den SV Sandhausen und ist damit wieder auf dem zweiten Platz.
  • Die Mannschaft des VfB Stuttgart hat damit den Aufstieg in die Bundesliga wieder selbst in der Hand.

Stuttgart - Die Ergebnisse des VfB Stuttgart nach der Saisonunterbrechung durch das Coronavirus in Baden-Württemberg waren bislang nicht gerade von Konstanz geprägt. Vor allem die Torgefahr und die Ruhe in Drucksituationen fehlten den VfB-Spielern. VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo wollte mit Druck im Training seine Mannschaft wieder auf Sieg polen. Erfolg hatte er mit der Methode allerdings nicht. Vor dem Spiel gegen Sandhausen forderte Pellegrino Matarazzo daher erneut mehr Mut und Lockerheit von seinem Team.

Der VfB-Stuttgart-Trainer selbst ging dabei mit gutem Beispiel voran: Er veränderte die Startelf des VfB Stuttgart gleich auf sechs Positionen und bewies damit Mut. „Wenn ich von meinen Spielern verlange, mutig zu sein, kann es nicht sein, dass ich ein Angsthase bin“, erklärte der VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo nach dem Spiel der dpa.

VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo lebt selbst vor, was er von seiner Mannschaft verlangt

VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo hatte schon vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen gute Laune - und durfte sie auch danach behalten.

Der Mut von VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo wurde belohnt. Der VfB Stuttgart führte bereits zur Halbzeit mit 4:0 gegen den SV Sandhausen und gewann das Spiel schließlich 5:1. Die von Pellegrino Matarazzo geforderte Spielfreude war den VfB-Spielern anzusehen. Trotz Gegentor brach der VfB Stuttgart nicht ein, sondern hielt der Drucksituation stand.

Weil die Aufstiegskonkurrenten Hamburger SV (HSV) und 1. FC Heidenheim (FCH) am selben Spieltag nur unentschieden spielten, konnte der VfB Stuttgart sich durch den Sieg den zweiten Platz in der Tabelle der 2. Bundesliga zurückerobern. Damit hat es die Mannschaft von VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo wieder selbst in die Hand, direkt in die Bundesliga aufzusteigen. Gewinnt der VfB Stuttgart seine letzten beiden Saisonspiele, können weder der HSV, noch der FCH am schwäbischen Traditionsverein vorbeiziehen.

VfB Stuttgart: Aufstieg wieder in der Hand, VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo ist trotzdem nicht zufrieden

VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo lobte nach dem Sieg die Spielfreude seiner Mannschaft und dass seine Spieler nach dem Führungstor weiter Druck gemacht hätten. Komplett zufrieden mit der Leistung war er allerdings trotzdem nicht. „Was mir dagegen nicht so gut gefallen hat, wie wir aus der Halbzeitpause gekommen sind. Wir waren zu verhalten“, erklärte Pellegrino Matarazzo auf der Homepage des VfB Stuttgart.

Marc Oliver Kempf - eigentlich Kapitän des VfB Stuttgart - saß zuletzt häufig auf der Bank, durfte gegen den SV Sandhausen aber von Beginn an spielen. Für ihn war der Sieg vor allem auch eine Reaktion auf das verlorene Spiel im Derby gegen den Karlsruher SC. „Wir hatten etwas gutzumachen und daher ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, dass wir dieses Spiel so deutlich für uns entscheiden konnten. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt und aufgrund der ersten Hälfte auch verdient gewonnen", erklärte Marc Oliver Kempf.

Im nächsten Spiel trifft der VfB Stuttgart auf den 1. FC Nürnberg und damit auf einen Abstiegskandidaten. Gegen die war der VfB zuletzt gerne ins Stolpern geraten. Die VfB-Spieler können also zeigen, dass sie die Spielfreude nicht direkt wieder verloren haben.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Marijan Murat/dpa

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