Vor dem Bundesliga-Aufstieg

VfB Stuttgart: Feiern erlaubt, aber bitte zuhause

  • Valentin Betz
    vonValentin Betz
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Der VfB Stuttgart wird am Sonntag gegen den SV Darmstadt wohl in die Bundesliga aufsteigen. Für Spieler und Fans ein Grund zum Feiern - allerdings jeder für sich. Dazu forderte der Verein jetzt auf.

  • Der VfB Stuttgart wird am Sonntag aller Voraussicht nach in die Bundesliga aufsteigen, kann das aber nicht feiern.
  • Der Verein machte in einer Meldung extra seine Fans darauf aufmerksam, sich nach dem Spiel nicht vor dem Stadion zu versammeln.
  • VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo war bereits nach dem letzten Sieg stolz auf seine Mannschaft und war vom Aufstieg überzeugt.

Stuttgart - Schon nach dem entscheidenden Sieg gegen Nürnberg sagte VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo: „Wir können feiern“. Weil gleichzeitig der Hamburger SV patzte, ist dem VfB Stuttgart der zweite Platz und damit der Aufstieg in die Bundesliga nur noch theoretisch zu nehmen. Dazu müsste der VfB Stuttgart sein letztes Spiel verlieren und der 1. FC Heidenheim deutlich gewinnen, um mit der besseren Tordifferenz noch am schwäbischen Traditionsverein vorbeizuziehen.

Die Mannschaft von VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo sollte „den Spaß am Spiel wiederentdecken“. Mit den Kantersiegen gegen den SV Sandhausen und den 1. FC Nürnberg war das den VfB-Spielern denkbar spät, aber trotzdem noch rechtzeitig gelungen. Wenn diesen Sonntag also nicht mehrere Wunder gleichzeitig passieren, kann der VfB Stuttgart den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga feiern. Aber wie sieht diese Feier wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg eigentlich aus?

VfB Stuttgart und der Aufstieg: Feiern ja, aber bitte an die Regel halten

Aufstieg des VfB Stuttgart: Die Spieler dürfen gemeinsam mit Trainer Pellegrino Matarazzo feiern, allerdings nicht mit den Fans.

Wie sich der VfB Stuttgart die Aufstiegsfeier vorstellt, hat der Verein jetzt auf seiner Homepage bekanntgegeben. „Liebe VfB Mitglieder und VfB Fans, obwohl am kommenden Sonntag das letzte Heimspiel der Saison ansteht und der Wiederaufstieg in die Bundesliga in greifbarer Nähe ist, bitten wir dringend darum, auf jedwede Form des Zusammenkommens und Feierns rund um die Mercedes-Benz Arena und das VfB Clubzentrum zu verzichten“, heißt es in einer Vorabmeldung vor dem Spiel gegen den SV Darmstadt 98.

Der VfB Stuttgart beugt damit den Hoffnungen vieler Fans vor, man könne trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg gemeinsam den Aufstieg in die Bundesliga feiern. „Unsere Mannschaft kann in der derzeitigen Situation weder vor, noch nach dem Spiel für Fotos, Autogramme oder gemeinsames Feiern bereitstehen", so der VfB Stuttgart weiter.

Gleichwohl soll diese Botschaft kein komplettes Feierverbot seitens des VfB Stuttgart sein. „Schaut das Spiel und feiert, wenn die Mannschaft den Aufstieg erreicht hat bitte Zuhause, in einem offiziellen VfB Treff oder in einer der vielen weiteren Fankneipen und Gaststätten – aber immer unter Berücksichtigung der gesetzlichen Hygienevorgaben", betonten die Verantwortlichen des VfB deshalb.

VfB Stuttgart: Ein Aufstieg und ein Abschied, aber keine Party

Während der Aufstieg des VfB Stuttgart in die Bundesliga noch nicht hundertprozentig feststeht, ist ein Abschied am Sonntag nach dem Spiel gegen Darmstadt bereits klar. Mario Gomez hört beim VfB Stuttgart auf. Obwohl Mario Gomez seine Karriere größtenteils beim VfB Stuttgart verbracht hat, wird auch der in Riedlingen geborene Fußballspieler keine Sonderbehandlung bekommen.

„Wir müssen mal gucken, wie wir das in dem gesamten Corona-Konstrukt hinbekommen“, sagte VfB-Sportvorstand Sven Mislintat zum bevorstehenden Abschied von Mario Gomez beim VfB Stuttgart. Am liebsten würde er Mario Gomez vor Zuschauern verabschieden, was aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg momentan nicht möglich ist: „Das ist natürlich schade, dass unser Spieler mit einer solchen Karriere nicht vor Zuschauern gehen kann.“

Noch ist unklar, wohin es den Stürmer nach seiner Zeit beim VfB Stuttgart zieht. Eine Weiterbeschäftigung in andere Funktion beim VfB schieden zuletzt ebenso aus, wie ein Engagement in der Bundesliga oder bei einem anderen europäischen Verein. Blieben also nur noch ein Karriereausklang in den USA oder das Ende seiner Laufbahn. Letzteres wäre für den ehemaligen Torschützenkönig im Alter von bald 35 Jahren mit Sicherheit keine Schande.

VfB Stuttgart verliert in Darmstadt - und steigt trotzdem auf

Am Ende des Spiels gegen den SV Darmstadt 98 stand dann nicht nur der Aufstieg und der Abschied von Stürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart fest. Mario Gomez verkündete auch sein Karriere-Ende. Danach beschrieb Mario Gomez, wie emotional er sein Karriere-Ende beim VfB erlebte.

VfB-Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo war nach dem Spiel gegen Darmstadt „stolz auf seine Jungs“. Allerdings gab es im Anschluss an die Partie auch weniger schöne Szenen, da sich viele Fans trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg vor dem Stadion versammelten. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo reagierte auf die unbelehrbaren Fans, die vor dem Stadion den Aufstieg feierten.

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