Vom VfB zur Nationalmannschaft

VfB-Stuttgart-Trainer: Mit Jogi Löw siegte der Verein beim DFB-Pokal

Der frühere VfB-Stuttgart-Trainer steht 1998 auf einer Tribüne und beobachtet ein Fußballspiel
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Mit Trainer Jogi Löw siegte der VfB Stuttgart beim 1997 DFB-Pokal, hier ist er 1998 bei einem Spiel von Fenerbahce Istanbul zu sehen
  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Der gebürtige Freiburger Jogi Löw kam Mitte der 90er zum VfB Stuttgart. Mit dem späteren Bundestrainer gewann der Fußballverein den DFB-Pokal.

  • Trainer Jogi Löw stand unter anderem beim VfB Stuttgart, dem SC Freiburg und der Nationalmannschaft an der Seitenlinie.
  • Mit dem VfB siegte der Coach beim DFB-Pokal und
  • 2004 kam er zum DFB und stieg dort zum Bundestrainer auf

Stuttgart - Jogi Löw (60) gehört zu bekanntesten Gesichtern im deutschen Fußball und ist auch einer der berühmtesten Trainer, die der VfB Stuttgart je hatte. Einen großen Teil seiner Bekanntheit verdankt er sicherlich seiner jahrelangen erfolgreichen Tätigkeit als Bundestrainer. Ebenso war er auch bei Fußballvereinen aktiv und seine Zeit dort präsentiert sich ergebnisreich. Anfang der 90er Jahre begann der spätere VfB-Stuttgart-Trainer seine Karriere als Coach.

Joachim Löw wurde am 3. Februar 1960 in Schönau bei Freiburg geboren. Nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann hatte er beim TuS Schönau 1896 zum ersten Mal Kontakt mit einem Fußballverein. Seine Profikarriere als Fußballspieler begann 1978.

Trainer Joachim Löw war schon als Spieler beim VfB Stuttgart

Jogi Löw wechselte zum SC Freiburg und spielte in der 2. Bundesliga. 1980 kam der Wechsel in die 1. Bundesliga. Löw schloss sich dem VfB Stuttgart an, absolvierte als Fußballspieler jedoch nur vier Spiele für den Verein. Es folgten Wechsel zu Eintracht Frankfurt, zurück zum SC Freiburg und schließlich zum Karlsruher SC. Seine aktive Zeit als Fußballspieler beendete Jogi Löw in der Schweiz beim FC Winterhur.

Im Anschluss startete Jogi Löw seine Karriere als Fußball-Trainer. Beim FC Frauenfeld in der Schweiz war er als Spielercoach tätig. 1995 kam er als Co-Trainer zurück zum VfB Stuttgart. Zur Saison 1996 wurde er hauptverantwortlicher Coach bei den Schwaben. Später trainierte Jogi Löw noch Fenerbahce Istanbul, den Karlsruher SC und Adanaspor sowie Tirol Innsbruck und Austria Wien, bevor er 2004 zum DFB ging und Bundestrainer wurde.

Der Weg des VfB Stuttgart ins Finale des DFB-Pokals 1997

Der DFB-Pokal der Saison 1996/97 begann für den VfB Stuttgart am Nachmittag des 10. August 1996. Trainer Jogi Löw und seine Mannschaft empfingen Fortuna Köln. Das Spiel ging ereignislos in die Verlängerung und auch hier fielen keine Tore. Aus dem Elfmeterschießen ging der VfB Stuttgart siegreich hervor. Trainer Jogi Löw hatte die Spieler darauf gut vorbereitet.

In der zweiten Hauptrunde wartete Hertha BSC und der VfB Stuttgart musste auswärts antreten. Auch dieses Spiel ging in das Elfmeterschießen, wo der VfB mit 5:4 gewann.

Am 23. Oktober 1996 war der FSV Zwickau zu Gast in Stuttgart. Das Achtelfinale entschied der VfB durch Tore von Giovane Elber (47) und Fredi Bobic (48) mit 2:0 für sich. Ein großer Erfolg für den VFB-Trainer Jogi Löw.

Im Viertelfinale, das am 13. November stattfand, musste der VfB Stuttgart zum Lokalrivalen SC Freiburg reisen. Nach einem engen Spiel entschied der VfB das Elfmeterschießen mit 5:3 für sich und schaffte es unter der Leitung von Trainer Jogi Löw ins Halbfinale. Dort wartete mit dem Hamburger SV ein Verein aus der 1. Bundesliga. Das Spiel endete 2:1 für den VfB und somit stand Stuttgart im Finale. Damit konnte sich Jogi Löw endgültig in die Liga der erfolgreichen VfB-Stuttgart-Trainer einreihen, zu der unter anderem Armin Veh gehörte, der den VfB zum Deutschen Meister machte.

Trainer Jogi Löw und der VfB Stuttgart: Alle Ergebnisse aus dem DFB-Pokal:

  • 1. Hauptrunde: VfB Stuttgart - SC Fortuna Köln: 0:0 n. V. (4:1 i. E.)
  • 2. Hauptrunde: Hertha BSC - VfB Stuttgart: 1:1 n. V. (4:5 i. E.)
  • Achtelfinale: VfB Stuttgart - FSV Zwickau: 2:0
  • Viertelfinale: SC Freiburg - VfB Stuttgart: 1:1 n. V. (2:4 i. E.) 
  • Halbfinale: VfB Stuttgart - Hamburger SV: 2:1

VfB-Stuttgart-Trainer Jogi Löw im Finale des DFB-Pokals

Das Finale des DFB-Pokals 1996/97 fand am 14. Juni 1997 im Berliner Olympiastadion statt. Schiedsrichter der Partie war Edgar Steinborn (62). Im Stadion erwarteten 76.400 begeisterte Fans den Anpfiff. Auf den VfB Stuttgart und Trainer Jogi Löw wartete erneut ein vermeintlich leichter Gegner, denn der Regionalligist Energie Cottbus hatte es bis ins Finale geschafft.

Die Partie begann um 19:00 Uhr und bereits 18 Minuten später ging der Favorit VfB in Führung. Giovane Elber erzielte das 1:0 für den Fußballverein aus Stuttgart. Mit diesem Stand ging es in die Halbzeit-Pause. Trainer Jogi Löw nahm keine Wechsel vor und schickte die Mannschaft des VfB Stuttgart unverändert in die zweite Halbzeit.

In der 52. Spielminute war es erneut Giovane Elber, der für den VfB Stuttgart zum 2:0 traf. Dies war gleichzeitig der Endstand und der VfB gewann zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den prestigeträchtigen DFB-Pokal. Ein Erfolg, durch den Jogi Löw als Trainer beim VfB Stuttgart in Erinnerung bleiben wird.

Obwohl Jogi Löw beim VfB Stuttgart sehr erfolgreich war und dem Fußballverein auch in der Bundesliga zu siegreichen Spielen verhalf, wurde sein Vertrag als Trainer 1998 nicht verlängert. Sein Nachfolger wurde zum Unwillen der VfB-Fans Winfried Schäfer, der vom Karlsruher SC kam.

Jogi Löw muss seiner Zeit als VfB-Stuttgart-Trainer kaum nachtrauern. Schließlich wartete auf ihn eine Karriere als Bundestrainer. Unter seiner Leitung wurde die Deutsche Nationalmannschaft 2014 Weltmeister.

Von Jouni Frommann

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